P+H Engineering: „Wir sind keine Theoretiker, sondern Fachleute“

Achim Plassmann im Interview.
Oliver Homrighausen und Achim Plassmann, Geschäftsführer P + H Engineering
Oliver Homrighausen und Achim Plassmann, Geschäftsführer P + H Engineering
Um erfolgreich in der Kunststofffertigung Fuß zu fassen, ist ein enormes Know-how erforderlich. Achim Plassmann und Oliver Homrighausen verfügen über dieses Wissen, wie der Erfolg ihres noch recht jungen Unternehmens P+H Engineering zeigt. Im siebten Jahr liegen sie bei 1,8 Millionen Euro Umsatz und verfügen bereits über mehrere Auszeichnungen. Zwar haben die Sauerländer ihren Stammsitz nach wie vor in Finnentrop-Bamenohl, es gibt aber auch eine Zweigstelle in München – mit Blick auf die Allianz Arena. Achim Plassmann gab dem SÜDWESTFALEN MANAGER Einblicke in die Arbeitsweise seines Unternehmens.

SWM: Herr Plassmann, erst einmal herzlichen Glückwunsch! Sie haben kürzlich eine Auszeichnung bekommen. Können Sie uns mehr darüber verraten?

Achim Plassmann: (lächelt) Vielen Dank. Ja, wir haben Anfang Oktober in Düsseldorf den SPE-Award im Bereich „Erlebniswelt Mittelkonsole im Automobil“ bekommen. Dort hatten wir eine Mittelkonsole mit Touchscreen vorgestellt, wo alle Funktionen analog eines Handy abgerufen werden konnten. Dieser Black-Panel-Effekt hat die Jury anscheinend so begeistert, uns zu nominieren.

SWM: Wie sieht Ihr Leistungsspektrum konkret aus?

Achim Plassmann: Wir bieten Dienstleistungen im Bereich Werkzeugtechnologie/Werkzeugtracking an, außerdem Einkaufsunterstützung. Das bedeutet, wir unterstützen unsere Kunden schon bei der Erstellung des Produktdesigns und bei der Auslegung auf eine werkzeuggerechte Konstruktion. Wir suchen geeignete Verfahren aus, um das Bauteil – unter Berücksichtigung der Qualität – so kostengünstig wie möglich zu fertigen. Werkzeugtracking heißt nichts anderes, als dass die Werkzeuge zum richtigen Zeitpunkt in der geforderten Qualität und zu den Kosten ins Ziel gebracht werden. Hierzu haben wir Mitarbeiter in China, Indien, Portugal und Mexiko. Bei der Einkaufsunterstützung arbeiten wir eng zusammen mit der Fachabteilung unseres Kunden. Wir machen eine Benchmark, Kostenanalysen hinsichtlich des Produkts oder Investments und unterstützen bei der Findung geeigneter Partner. Letztendlich sind wir mit an der Grundlage beteiligt, was ein Produkt in Summe mit Invest maximal kosten darf.

SWM: Können Sie ein konkretes Projekt benennen?

Achim Plassmann: Ja, derzeit haben wir ein großes Projekt direkt beim OEM, wo wir in der Benchmark komplette Fahrzeuge analysieren und dem Einkauf sowie der Entwicklungsabteilung des OEM Hinweise geben bzw. ihn schulen in Bezug auf Kosten und Entwicklung. Das dient der Festlegung der Zielpreise.

SWM: Es geht also auch um Projektmanagement?

Achim Plassmann: Richtig. Wir sind in der Lage, ein Produkt, egal welche Komplexität, vom ersten Startschuss bis zur Industriealisierung zu managen. Dazu zählen auch Entwicklungsdienstleistungen, Technologie-Scouting und Vertriebsunterstützung.

SWM: Was machen Sie besser als Ihre Mitbewerber?

Achim Plassmann: Wir sind keine Theoretiker, sondern Fachleute.

SWM: Wie setzt sich Ihr Kundenkreis zusammen?

Achim Plassmann: Wir machen circa 80 Prozent unseres Umsatzes im Automotive-Bereich. Unsere Kunden sind OEM, wie BMW und Audi, große Consultingbüros, wie KPMG, Polarix oder Berger, aber auch Tier 1- und Tier 2-Supplier im Bereich Automotive. Die restlichen 20 Prozent teilen sich auf in Luft -und Raumfahrt sowie Medizintechnik.

SWM: Um diesen Kunden gerecht zu werden, muss man auch über neue Trends und Entwicklungen informiert sind. Welche Neuerungen halten Sie in Ihrer Branche für zukunftsweisend?

Achim Plassmann: Was in Zukunft einen deutlich höheren Stellenwert haben wird, ist im Materialbereich zu suchen. Öl zu ersetzen und regenerative Materialien zu finden und einzusetzen wird eine der Hauptaufgaben. Gerade im Hinblick auf Klimawandel und Recycling. Naturfasern kommen immer mehr in Mode. Auch gilt es, die Emissionen wie CO2 zu senken und ein „klimaneutrales Produkt“ zu bekommen. Gerade die großen OEM werden bei zukünftigen Vergaben großen Wert darauf legen. Wir haben bereits einige Ideen entwickelt. Genaueres werden wir in Kürze bekannt geben.
Ausgabe 08/2019

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