Heinz Hiller : Innenausbau mit Intelligenz

In vielen deutschen Büros herrscht dicke Luft wegen der schlechten Akustik und mangelnden Klimatisierung. Während vielfältige Maßnahmen zum Schutz vor Lärm aus Nachbarräumen oder von außen getroffen werden, wird die Raumakustik häufig planerisch vernachlässigt. Klimaanlagen werden aus Kostengründen erst gar nicht in Erwägung gezogen. Die Heinz Hiller GmbH ist hier ein erfahrener Kompetenzpartner für Bauherren, Planer und Generalunternehmer.
Neutor Galerie in Dinslaken (Matthias Höing)
Neutor Galerie in Dinslaken (Matthias Höing)
Stellen Sie sich vor: Sie betreten einen Raum und bewundern die außergewöhnlichen Design-Möbel. An der Wand hängt vielleicht ein markantes Bild, das Ihre Aufmerksamkeit fängt, oder ein Monitor zeigt eine informative Präsentation. Aber wohl nur die wenigsten Menschen werden nach oben schauen, um auf die Decke des Raumes zu achten. Dabei kann die unscheinbare weiße Fläche hier das wirklich Besondere sein – ein Multifunktionselement, das für die angenehme Raumakustik und das perfekte Raumklima verantwortlich ist. „Besucher, die in den heißen Sommertagen hier in unsere Büroräume in Schöppingen kamen, zeigten sich sehr überrascht von der angenehmen Kühle“, erläutert Henrik Hiller. Dabei gibt es im ganzen Raum keine Klimaanlage und auch einen Heizkörper sucht man vergeblich. Hier übernimmt eine klimaaktivierte Deckenkonstruktion die Temperatursteuerung, „und zwar so, dass die Raumluft an Hitzetagen automatisch abgekühlt und an kalten Tagen erwärmt wird, dass bei konstanten 21 Grad ein angenehmes Raumklima entsteht“. Hinzu kommt die Akustikfunktion – kein lästiger Halleffekt stört das Gespräch über das Akustik- und Innenausbau-Unternehmen Heinz Hiller GmbH in Schöppingen.

Aufteilung schafft Ergänzung

Gemeinsam mit Christian Hülskötter leitet Henrik Hiller das Unternehmen in zweiter Familiengeneration. Vater Heinz Hiller gründete den Betrieb 1962 in einer Zeit, als Gebäude nahezu ausschließlich aus Mauerwerk oder Beton errichtet wurden und Raumaufteilungen dadurch recht unflexibel waren. Der weitere Innenausbau bestand überwiegend aus Schreinerarbeiten. Holz war der Werkstoff, der fast ausschließlich zum Einsatz kam, bis sich mit der Erfindung des modernen Trockenausbaus für die Branche eine interessante Option ergab. Nun konnten Räume sehr flexibel zugeschnitten werden, indem die Wände mit einem System aus Ständerprofilen und aufgeschraubten Gipskarton Platten in unvergleichlicher Geschwindigkeit eingebaut und mit geringem Aufwand auch leicht umgebaut werden konnten. Dabei lassen sich deutlich bessere Werte hinsichtlich Schall- und Brandschutz im Vergleich zur klassischen bauweise erreichen. In den 70er- und 80er-Jahren wuchs das Unternehmen damit kontinuierlich. Am heutigen Standort in Schöppingen entstand ein neues Bürogebäude zusammen mit Lagerhallen für die erforderlichen Arbeitsmaterialien, deren Fläche allmählich auf mehr als 5.000 Quadratmeter erweitert wurde. Ende der 90er-Jahre kamen Heinz Hillers Söhne Frank und Henrik Hiller in die Firma und brachten innovative Ideen mit. Ab 2002 leiteten sie den Betrieb gemeinsam als Geschäftsführer, bis sie mit der Hiller Akustikbau GmbH 2010 eine separate Gesellschaft gründeten, als Niederlassung vornehmlich für das Rhein Main- Gebiet. Zwei Jahre später zog die Neugründung dann nach Düsseldorf um und wird heute von Frank Hiller als Geschäftsführer geleitet. Seit 2017 komplettiert Christian Hülskötter nun die Geschäftsführung am Firmensitz in Schöppingen. „Mit der Aufteilung können wir unsern jeweiligen regionalen Schwerpunkt sehr zielgenau für die verschiedenen Auftraggeber nutzen und uns je nach Aufgabenstellung optimal gegenseitig ergänzen“, erläutert Henrik Hiller.

Innovationen für die Mitarbeitergesundheit

Die „klimaaktivierte Deckenkonstruktion“ gehört zu den besonders innovativen Angeboten der Heinz Hiller GmbH. Durch Wasserleitungen in der Decke fließt automatisiert warmes oder kaltes Wasser und strahlt damit die Temperaturanpassung gleichmäßig in den Raum ab. „Wir bieten den großen Vorteil, dass punktuelle Quellen wie Heizkörper oder Klimaanlagen mit ihrem hohen und oft ineffizienten Energieverbrauch und selbst eine Fußbodenheizung, die zwar gleichmäßig wärmen, nicht aber kühlen würde, entfallen können. Durch die Kombination der ganzflächigen Klimaelemente mit schalldämpfenden Deckenmaterialen ist man auch in der Gestaltung von Fußboden und Wänden komplett frei. Daher eignet sich eine Klimadecke gleichermaßen für den exklusiven Wohnungsbau, wie auch für moderne Büroräume. Angesprochen auf die Kosten, macht Henrik Hiller eine einfache Rechnung auf: „Sicherlich ist diese Deckenkonstruktion teurer als eine Standart- Lochgipsdecke, doch rechnen Sie dagegen, dass Sie keine Heizkörper oder Fußbodenheizung benötigen und sich auch die Klimaanlage sowie schallschluckende Elemente wie Akustiksegel sparen können, dann kommen Sie auf einen Preis, der sich nachhaltig rechnet, und zudem wird die Energiebilanz des Gebäudes sehr positiv beeinflusst. Regenerative Energiequellen welche oft mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten, ergänzen sich mit dem System der Klimadecken wunderbar.“ Außerdem entsteht ein gesundheitlicher Mehrwert für die Mitarbeiter, die das gleichbleibende Raumklima ohne Zugerscheinungen und die ausgewogene Raumakustik als sehr angenehm empfinden. Psychische Belastungen nehmen ab und Gesundheitsprobleme reduzieren sich damit nachhaltig. Zudem entfällt der permanente Geräuschpegel eines Lüftungsgerätes unter der Decke, das ja auch regelmäßig gereinigt und technisch gewartet werden muss, um einen hygienisch einwandfreien Betrieb zu gewährleisten. Henrik Hiller: „Zunehmende Bedeutung und Verwendung finden diese Kühl- und Heiz- Decken auch inKrankenhäusern und Kliniken, wo der Vorteil einer geringen Luftverwirbelung in Bezug auf die Verbreitung von Keimen und Viren geschätzt wird.“

Trockenbau in großen Dimensionen

„Neben unseren modernen Konzepten für Raumklima und -akustik liegt unsere besondere Stärke auch im schnellen und zuverlässigen Ausbau von Gewerbebauten“, macht Henrik Hiller deutlich, dass Innovationen zwar interessante Perspektiven bieten, dass die langjährige Erfahrung des Unternehmens im Trockenbau aktuell aber den Großteil des 45-köpfigen Teams beschäftigt. Hier hat sich im Laufe der Jahre die Logistikbranche als eine der maßgeblichen Kernzielgruppen erwiesen. In ganz Deutschland schießen Logistikzentren aus dem Boden, deren wesentliche Raumvolumen von überdimensionalen Lagerhallen geprägt sind. „Auch hier müssen Büro-, Arbeits- und Sozialräume meist in einer Mezzaninenebene eingebaut werden, auf deren effiziente Konstruktion und Umsetzung wir uns spezialisiert haben“. Die frühzeitige Beratung von Bauherren, Planern oder Generalunternehmern ist Henrik Hiller hierbei aus zwei Gründen besonders wichtig: „Rechtzeitige Abstimmung mit der örtlichen Bauleitung und den Folgegewerken, sowie die konsequente Einhaltung der gesetzten Termine und Qualitätsanforderungen in Verbindung mit einem hohen Maß an Flexibilität garantieren einen einen reibungslosen Bauablauf. Neben den Logistikzentren zählen seit Jahren auch die kontinuierlich größer dimensionierten Verbrauchermärkte im Lebensmitteleinzelhandel zur Klientel der Heinz Hiller GmbH. Für die großen Discountermarken Aldi und Lidl sind die Schöppinger ebenso bundesweit im Einsatz wie für Edeka oder Netto und sie sorgen in den Märkten für die schnelle Aufteilung von Großflächen in attraktiven Verkaufsraum, „hier ist unsere Zuverlässigkeit und Erfahrung für unsere Kunden entscheidend für eine Zusammenarbeit“ berichtet Henrik Hiller aus der Praxis.

Qualität und Geschwindigkeit

Neben der Stammbelegschaft, zu der auch zwei Auszubildende gehören, sorgt die Heinz Hiller GmbH auch mit einem zuverlässigen Netzwerk von Kooperationspartnern für zusätzliche Manpower und damit für geringe Bauzeiten, was für jeden Bauherrn oder Investor ein wichtiges Kriterium ist. „Da wir in der Regel zu den ersten Ausbau-Gewerken auf einer Baustelle gehören, ist es für den weiteren Bauablauf wichtig, mit großer Schlagkraft unter Beachtung eines hohen Qualitätsstandarts den Weg für die Folgegewerke zu ebnen“, formuliert Henrik Hiller seinen

Anspruch an Qualität.

Da die Heinz Hiller GmbH für ihre Aufträge einen sehr hohen Bedarf an Baumaterialien von Gipskarton über Ständerwerk bis hin zu Dämmstoffen hat, sind die Lagerkapazitäten in Schöppingen großzügig ausgerichtet. „Lieferengpässe der Industrie können wir somit jederzeit kurzfristig kompensieren!“ Diese Beschaffungskompetenz sowie das langjährig enge Verhältnis zu den führenden Herstellerfirmen der Branchen-Produkte nutzen die Schöppinger aber auch, um kleineren Handwerksbetrieben der Region als gut sortimentierter Großhändler zur Verfügung zu stehen. Rund 15.000 verschiedene Artikel von der kleinsten Schraube bis zur Türzarge stehen am Lager zur Abholung bereit. Bei Innovationen und Produktneuheiten werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kurzfristig geschult und kontinuierlich fortgebildet, um die Beratungskompetenz durchgängig hochzuhalten. Henrik Hiller: „Und schließlich haben wir für Sonderanfertigungen, die auf jeder Baustelle irgendwann nötig werden, nach wie vor eine leistungsfähige Schreinerei zur Bearbeitung der Holz- oder Gipsformteile im Haus.“ Mit welchen Perspektiven blickt die Heinz Hiller GmbH als bundesweit tätiges Unternehmen in die nähere Zukunft? „Wir wollen unsere Umsätze auf dem kontinuierlich hohen Niveau halten und Innovationen in der Branche nach Möglichkeit nicht übersehen“, sagt er und ergänzt: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich Qualität und Zuverlässigkeit auf dauer immer durchsetzen und sich damit laufend neue Geschäftsmöglichkeiten ergeben, Wachstum ergibt sich daraus schon fast zwangsläufig. Das ist aber nur mit einem so engagiertem und tollen Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich wie wir es über die Jahre gewinnen konnten.“

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Ausgabe 03/2020

Kontakt

Heinz Hiller

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