Overseas Logistic Services: Die globalen Frachtexperten

Seit über 20 Jahren verschiffen die Seefrachtspezialisten mit Sitz in Mönchengladbach Industriegüter durch die gesamte Welt. Dank des Standorts im industriellen Herzen Deutschlands liegt der Schwerpunkt in der Überseelogistik, mit großem Know-how in der Stahlindustrie und der Projektlogistik für besonders komplexe Schwertransporte.
Geschäftsführer Navid Thielemann  und Firmengründer Michael Lang (v.l.) (Foto: Siegfried Dammrath)
Geschäftsführer Navid Thielemann und Firmengründer Michael Lang (v.l.) (Foto: Siegfried Dammrath)
Es ist kein Zufall, dass das Interview mit den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern, Michael Lang und Navid Thielemann der Overseas Logistic Services (OLS) in Duisburg stattfand. Befindet sich hier doch der größte Binnenhafen der Welt mit seiner überragenden Bedeutung für den westdeutschen Güterverkehr. Als nach wie vor bedeutender Stahlstandort ist Duisburg zugleich ein wichtiger Kundenstandort für das Mönchengladbacher Logistikunternehmen. „Von Duisburg aus bringen wir auch viele unserer Containertransporte und ebenso Schwertransporte auf den Weg nach Übersee“, weiß OLS-Unternehmensgründer Michael Lang. „So haben wir hier erst vor kurzem 18 große Lokomotiven auf mehreren Binnenschiffen verladen, die die wertvolle Fracht dann weiter nach Antwerpen gebracht haben.“ „Aufgaben wie der komplexe Transport der Lokomotiven, Maschinenanlagen und übergroße Stahlgüter zählen bei uns zum Geschäftsfeld Projektlogistik“, ergänzt Navid Thielemann, der sich mit Michael Lang die Geschäftsführung teilt. „Das ist ein stark zunehmender Bereich, der absolute Spezialisten erfordert. Denn viele Unternehmen haben Güter zu verladen, die für Standard-Seecontainer zu groß oder schwer sind. Es werden von uns nicht nur Lokomotiven, sondern auch Yachten und andere Heavy Lifts verschifft.“

Stahl- und Projektlogistik im Fokus

Ursprung der OLS ist die Verschiffung von Stahl, wo das Unternehmen heute führend im Westen Deutschlands unterwegs ist. „Als ich OLS vor über 20 Jahren gegründet habe, war mir eine Spezialisierung wichtig, was wir bis heute immer weiter ausgebaut haben“, berichtet Michael Lang. „Gerade im Westen Deutschlands, mitten in der Stahlhochburg, ist unser Standort ein großer Vorteil, weil wir als logistischer Berater der Stahlindustrie immer mehr gefragt sind“, ergänzt Lang. „Strafzölle in den USA oder weltpolitische Veränderungen können OLS in diesem Segment nicht stoppen.“ „Wir wachsen auch trotz schlechter Wirtschaftsprognosen erfolgreich weiter und unsere Kunden vertrauen unserer Kompetenz“, ergänzt Navid Thielemann. „Wir wollen nicht den großen Logistikkonzernen nachahmen, jedoch in unserem Geschäftsfeld, der Seefracht, zu den Besten gehören.“ Der Bereich Projektlogistik steht bei OLS stark im Fokus: „Wir haben in den letzten Jahren sehr spannende und komplexe Projekte für unsere Kunden abgewickelt, wie zum Beispiel die Verschiffung von großen Yachten oder übergroße Maschinen“, erklärt Michael Lang und Navid Thielemann ergänzt: „Wir wollen unser Portfolio im Bereich Projektlogistik weiter ausbauen und haben uns personell mit Projektspezialisten verstärkt.“ Dieser Bereich soll OLS als Überseelogistiker noch breiter aufstellen und das Produkt „OLS Projects“ weiter erfolgreich im Markt etablieren.

Persönliche Betreuung in allen Weltregionen

Dabei kümmert sich OLS um die gesamte Transportkette – von der Abholung beim Kunden über den Transport zum Seehafen bis zur Auslieferung an überseeische Empfänger. „Übergroße Güter holen wir beim Kunden per Tieflader ab und bringen sie zu einem unserer festen Partner, die auf das Verpacken in seefähige Kisten spezialisiert sind“, so Navid Thielemann. „Dort werden sie meist auf ein Binnenschiff verladen und nach Antwerpen oder Rotterdam gebracht. Am Bestimmungsort in Übersee wird die Ladung von einem unserer Partner in Empfang genommen und sicher zum Empfänger verladen. Diese persönliche Betreuung vor Ort ist vor allem in Weltregionen mit schlechterer Verkehrsinfrastruktur, wie zum Beispiel in weiten Teilen Afrikas, von besonderer Bedeutung“, betont der OLS-Geschäftsführer. „Hier machen wir vor der Durchführung des Transports detaillierte Pläne, wie eine übergroße Fracht vom Hafen zum Empfänger kommt. Bei sehr großen Projekten, wie zum Beispiel die Verschiffung von Kraftwerksturbinen, ist solch eine Planung allerdings auch in Deutschland erforderlich.“

OLS-Kunden profitieren von einem starken Netzwerk

Gerade bei der Transportabwicklung in Übersee profitieren die Kunden des Mönchengladbacher Seefrachtspezialisten von der engen Kooperation zwischen OLS und dem globalen Speditions- und Logistikunternehmen Fr. Meyer‘s Sohn (FMS), das zu den weltweiten Top Ten der Überseespeditionen zählt. „Zur FMS Group zu gehören, bringt uns viele Vorteile“, äußert sich Michael Lang. „Wir partizipieren am globalen FMS-Netzwerk mit seinen 50 Niederlassungen in über 25 Ländern und nutzen dabei zugleich die Einkaufsmacht der FMS, die pro Jahr über 900.000 TEUs (20-Fuß-Containereinheiten) abfertigt.“ „Dazu können wir unseren Kunden die von FMS entwickelte professionelle Supply-Chain-Steuerung ‚Cruise Control‘ anbieten und nutzen das digitale Transport-Management-System (TMS). Auf diese Weise bieten wir unseren Kunden absolute Transparenz in der Supply Chain, womit wir für die Zukunft sehr gut aufgestellt sind“, erwähnt Navid Thielemann.

Mittelständischer Player mit den Stärken eines Großunternehmens

„Auf der anderen Seite profitiert Fr. Meyer’s Sohn von unserer Stahlkompetenz. Gerade im Westen Deutschlands – unserem Kerngebiet – haben viele Unternehmen der Stahl- und Maschinen-baubranche ihren Sitz. Deshalb arbeiten wir auch mit einem auf das Stauen und Lagern von Stahl spezialisierten Dienstleister im Duisburger Hafen eng zusammen“, erwähnt Michael Lang. Bei aller Zusammenarbeit mit dem großen Partner FMS bleibt Overseas Logistic Services aber immer ein finanziell unabhängiges, selbstständig operierendes Unternehmen. „Wir sind ein mittelständischer Player mit den Stärken eines Großunternehmens. Wir haben uns die Schnelligkeit und Flexibilität eines inhabergeführten Unternehmens bewahrt“, freut sich Navid Thielemann. „Mit FMS haben wir eine klare Absprache. Wir halten uns aus dem jeweiligen Kerngeschäft des anderen heraus und können so absolut erfolgreich agieren. Unser Vertrieb ist sehr gut aufgestellt. Wir sind immer noch ein Schnellboot zwischen den Großtankern der Konzerne“, so Lang lächelnd.

Personalisierung statt Systematisierung

Eine der großen Stärken des Mönchengladbacher Seefrachtlogistikers ist dabei die Personalisierung der Kundenbeziehungen. So wird jeder Kunde von einem OLS-Mitarbeiter persönlich betreut, dessen Aufgabe es ist, für einen reibungslosen Transportverlauf zu sorgen und logistische Probleme schnell und zuverlässig im Sinne des Kunden zu lösen. „Nicht systematisieren, sondern personalisieren ist unsere Erfolgsformel. Wir bieten unseren Kunden keine Standardleistungen, sondern individuelle, auf ihre Anforderungen abgestimmte Lösungen. Dabei lautet unsere Devise seit jeher: ‚One face to the customer‘. Jeder Kunde hat einen fest für ihn zuständigen Kundenbetreuer“, betont Michael Lang. Noch stärkere Bedeutung hat die persönliche Betreuungsstrategie der OLS für ihre Kunden in den letzten Jahren erhalten. „Aktuell geht der Trend bei den Überseereedereien zur Bildung immer größerer Allianzen“, weiß Navid Thielemann. „Durch die Insolvenz der Reederei ‚Hanjin‘ mussten die Reedereien umdenken und schließen sich immer mehr zusammen“.

Klassische Distribution vom Seehafen bis in den Handel

Ein weiteres OLS-Geschäftsfeld ist die nachgelagerte Kontraktlogistik für Importgüter im deutschen Markt. Hier arbeitet das Mönchengladbacher Unternehmen mit großen asiatischen Herstellern zusammen und unterstützt sie dabei, ihre Produkte in Deutschland zu verteilen. „Wir nehmen die Waren in den Seehäfen an und bringen sie in unsere drei nordrhein-westfälischen Großlager. Dort packen wir die Güter um und bringen sie bis in den Handel. So ein Projekt betreiben wir gerade für ein namhaftes japanisches Industrieunternehmen, für das wir den deutschen Einzelhandel beliefern.“ „Der große Vorteil bei diesem Konzept ist, dass unsere Kunden die komplette Transportkette in einer Hand haben“, erklärt Navid Thielemann. „Die Nachfrage für dieses Angebot wächst stetig weiter, daher haben wir für 2020 bereits die Eröffnung der Lager vier und fünf geplant“, erklären beide Geschäftsführer übereinstimmend.

Die Zukunft ist gesichert

Betrachtet man diese erfolgreich betriebenen Geschäftsfelder, dann wundert es nicht, dass OLS sich seit der Gründung durch ein überdurchschnittliches Wachstum auszeichnet, das auch durch die weltweite Finanzkrise vor zehn Jahren nicht gestoppt werden konnte. Inzwischen bewegt der „Global Player aus Mönchengladbach“ 75.000 TEUs (Standardcontainer) pro Jahr und erzielt mit 36 Mitarbeitern einen Umsatz von über 70 Millionen Euro. So sehen Michael Lang und Navid Thielemann der Zukunft mit großer Zuversicht entgegen. Dabei plant Lang, das Unternehmen in naher Zukunft an seinen Geschäftspartner Thielemann zu übergeben. „Vor ein paar Jahren wurde mir klar, dass ich rechtzeitig einen geeigneten Nachfolger aufbauen möchte. Zum Glück habe ich dann Navid Thielemann gefunden“, erklärt der Unternehmensgründer. Thielemann ist heute bereits am Unternehmen beteiligt und stellt alle Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. „Wir haben eine erfolgreiche Zukunft vor uns und werden unser Wachstum stetig fortsetzen“, betont Thielemann. „Ebenso wird Michael Lang die nächsten Jahre mir als Berater zur Seite stehen“, ergänzt Navid Thielemann. „Seitdem Navid Thielemann Ende 2014 eingestiegen ist, haben wir uns sehr erfolgreich, nachhaltig und in neuen Geschäftsfeldern weiterentwickelt“, berichtet er. Dass Lang und Thielemann ein erfolgreiches Duo sind, zeigt die sehr gute Entwicklung der OLS in den letzten Jahren. Im Zuge der Expansion wird OLS Mitte 2020 ein modernes Bürogebäude im Nordpark beziehen. „Wir wollen unseren Mitarbeitern einen modernen Arbeitsplatz bieten und weiterhin wachsen“, ergänzt Thielemann.

Gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen

Einig sind sich Lang und Thielemann auch in ihrem Wunsch, sich sozial zu engagieren. „Wer wirtschaftlich erfolgreich ist, sollte gesellschaftliche Verantwortung übernehmen“, lautet der Leitspruch der beiden Unternehmer. „Wir führen ein erfolgreiches Unternehmen mit guten wirtschaftlichen Aussichten. Dadurch sind wir zeitlich stark eingebunden und können uns leider kaum ehrenamtlich engagieren“, betont Navid Thielemann. „Umso selbstverständlicher ist es für uns, durch gezielte Spenden soziale Projekte zu unterstützen.“ In diesem Sinne engagiert sich die OLS regelmäßig für Kinderhospize und Behindertenwerkstätten. Genauso freuen sich Lang und Thielemann, Kunst und Kultur zu fördern. So wurden zum Beispiel die „Trash People“ des in der Welt bekannten Künstlers H. A. Schult durch die OLS zu ihrem Bestimmungsort, der Weltkulturhauptstadt Matera in Süditalien, gebracht, wo zeitgleich der letzte James-Bond-Film mit Daniel Craig gedreht wurde.

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Ausgabe 04/2019

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