Auto Senger: Ganzheitliche Mobilität in den Genen

Drei Generationen individuelle Mobilität und jede Zeit hatte für die Unternehmensgruppe Senger ihre ganz besonderen Herausforderungen. Stefanie und Jörg Senger erfahren nun auch mit dem Zweirad die innovativen Dimensionen des Mobilitätswandels.
Für viele mittelständische Kunden von Auto Senger sind Zwei- und Lastenfahrräder eine optimale Ergänzung im Firmenfuhrpark (© Frank Wiedemeier)
Für viele mittelständische Kunden von Auto Senger sind Zwei- und Lastenfahrräder eine optimale Ergänzung im Firmenfuhrpark (© Frank Wiedemeier)
„Wir bei Senger haben uns schon immer an den Bedürfnissen der Kunden orientiert und unser Angebot sowie die damit verbundenen Service-Dienstleistungen daran ausgerichtet“, sagt Jörg Senger (35), der den Familienbetrieb seit April 2020 zusammen mit seiner Schwester Stefanie Senger (33) leitet. Der Begriff „Betrieb“ erscheint jedoch etwas tiefgestapelt, bei 50 Autohäusern an 39 Standorten in fünf Bundesländern. Die Keimzelle legten die Großeltern der jetzigen Inhaber mit einer Tankstelle samt angeschlossener Daimler-Benz-Vertragswerkstatt im Jahr 1953 in Rheine. Es herrschte Aufbruchstimmung in einer Zeit, die wir im Rückspiegel heute als „Wirtschaftswunder“ betrachten. Das Automobil bekam einen festen Platz im Familienleben und begleitete als flexibles Transportmittel die Gründung zahlreicher Unternehmen auch im Münsterland. Firmengründer Egon Senger hatte schon früh ein Gespür für die verschiedenen Kundenzielgruppen in seiner Region und entwickelte die noch heute so erfolgreich praktizierte Mehr-Marken-Strategie. Neben einer Vertretung für die exklusiven Fahrzeuge mit dem Stern bot er schon bald die preisgünstigeren Alternativen von Auto Union an – heute Audi. Zunächst noch als Schwestermarke von Mercedes bei Daimler-Benz, später als Teil des Volkswagen-Konzerns. Das Senger-Portfolio war schon immer eine interessante Kombination, die im deutschen Markt selten in einer Hand zu finden ist. Stefanie Senger: „Schon damals wurde die Basis für die heutige Breite des Unternehmens angelegt, mit den Sparten Pkw und Lkw in den verschiedenen Markenwelten, die sich über die Jahrzehnte noch mit Seat, Skoda, Porsche, smart oder DAF-Trucks vervielfacht hat.“ Automobilität wurde zur gesellschaftlichen Selbstverständlichkeit. In den 80er Jahren begann mit der zweiten Unternehmensgeneration auch die regionale Expansion. Nach dem Mauerfall öffneten sich für die Brüder Andreas und Ulrich Senger neue Märkte. Zahlreiche Standortgründungen prägten ebenso die Jahrzehnte wie Zukäufe und Übernahmen von Handels-Wettbewerbern. Stefanie Senger: „Unser Wachstum war aber auch immer begleitet von neuen Dienstleistungen wie der Professionalisierung des Flottenmanagements oder der Etablierung neuer Marktsegmente, wie zum Beispiel der Spezialisierung auf Kühltransporter.“ In einer Zeit, in der das Unternehmen von 160 auf rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wuchs, ging es folglich auch um notwendige Effizienzsteigerungen, und damit standen zahlreiche administrative Herausforderungen im Fokus, bis hin zur Digitalisierung und Vernetzung der Geschäftsprozesse. „Nach der Gründungs- und der Etablierungsphase des Unternehmens sind wir nun in einer Zeit, wo das weitere Wachstum an die Transformation mit innovativen Mobilitätskonzepten gebunden ist. Unser Geschäft wird zunehmend mehrdimensional und dieser Herausforderung stellen wir uns mit großer Begeisterung“, bewertet Jörg Senger die aktuelle Situation des Mobilitätswandels, die vom Wechsel zu Elektroantrieben bei Pkw und Transportern geprägt ist und im Lkw-Bereich in einigen Jahren die Umstellung auf Wasserstoff-Antriebe zu erwarten hat. Aber auch jetzt stehen weiterhin die Kundenbedürfnisse im Mittelpunkt der Überlegungen, wenn es bei den Sengers neuerdings auch Fahrräder zu kaufen gibt: „Wir betrachten den Mobilitätsbedarf unserer Kundinnen und Kunden ganzheitlich und bieten uns als Mobilitätspartner für alle Zukunftsfragen an“, erläutert Jörg Senger: „Neben dem Auto wird das Fahrrad künftig stärker an Bedeutung gewinnen, und beide Fahrzeugarten werden in zunehmendem Maß elektrisch angetrieben sein.“ Hybride und Elektrofahrzeuge sind nicht zuletzt durch die staatliche Förderung immer mehr nachgefragt. Den innovativen Anforderungen der Elektromobilität stellen sich die Sengers nachhaltig, denn der Wandel bei der Antriebstechnologie macht auch ganz neue Routinen bei den Wartungs- und Werkstattintervallen notwendig. Senger will Vorreiter in dem boomenden Markt sein und die hochwertige Präsentations-, Beratungs- und Servicequalität des Automobilhandels nun auch beim Fahrradkauf etablieren. Hierbei wird ein umfangreiches Zusatzangebot an Dienstleistungen besonders für Gewerbekunden immer wichtiger. „Das Job-Bike ist auch in unserer eigenen Firma schon ein großes Thema“, ergänzt Stefanie Senger: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in Beratungsgesprächen immer häufiger auch nach Zweirad-Leasingangeboten gefragt.“ Jörg Senger: „Für viele unserer Kunden bieten Zweiräder und Lastenfahrräder eine ebenso preisgünstige wie umweltfreundliche Ergänzung zur automobilen Mobilität.“ In einer Zeit, in der das Flottenmanagement durch neue gesetzliche Vorschriften, Kontrollauflagen, Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben immer komplexer wird, ist die Unternehmensgruppe Senger als kompetenter Dienstleister gefragt. Die Anforderungen sind heute so umfangreich, dass sie ab einer gewissen Fahrzeuganzahl nicht mehr von einem Mitarbeiter nebenher erledigt werden können. Um Rechtssicherheit zu gewährleisten und den Fuhrpark möglichst effizient zu betreiben, nehmen immer mehr Kunden das Flottenmanagement der Senger Fleet GmbH in Anspruch. Vor anderthalb Jahren haben Stefanie und Jörg Senger die Verantwortung für das Familienunternehmen übernommen. Als Diplomingenieur im Maschinenbau hatte Jörg Senger bereits seit 2012 verschiedene Vertriebs- und Leitungserfahrungen in der Gruppe sammeln können. Stefanie Senger studierte Wirtschaftsingenieurwesen und lernte mit einem Master in MA & Finance bei einer Unternehmensberatung die modernen Anforderungen an die Digitalisierung und das Technologie-Management kennen, bevor sie ab 2016 verschiedene Projekte im Business-Development der Senger Gruppe leitete. „Für die Vielfalt künftiger Innovationen sind wir gerüstet und offen, und wir werden uns als ebenso flexibler wie ganzheitlicher Mobilitätspartner auch weiterhin eng an den Bedürfnissen unserer Kunden orientieren“, blicken Stefanie und Jörg Senger engagiert auf die kommenden Herausforderungen.

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Ausgabe 03/2021

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