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avency: E-Mobilität ganz „EAAZE“

Vom Kundenprojekt zur eigenen Marke: Die Digitalagentur avency GmbH aus Ostbevern entwickelt Software für smarte Ladeinfrastrukturen.
Geschäftsführer Roland Albers (© Bernd Oberheim)
Geschäftsführer Roland Albers (© Bernd Oberheim)
„Nur vom Webseitenbau kann man nicht leben.“ Diese Erkenntnis hat Roland Albers und die avency GmbH im beschaulichen Örtchen Ostbevern im Münsterland weit gebracht. Mit viel Ideenreichtum, Tatendrang und einem hoch motivierten, kreativen Team hat sich das 2004 gegründete Unternehmen von der klassischen Multimedia-Agentur zum breit aufgestellten Software-Entwickler gemausert – und neuerdings auch zum Experten in Sachen Elektromobilität. „Mit EAAZE haben wir erstmals ein eigenes Produkt entwickelt, das wir unter einem eigenen Geschäftsbereich vermarkten“, berichtet Geschäftsführer Albers. Unter dem neuen Markennamen bietet die avency GmbH Unternehmen, Kommunen und Energieversorgern Beratung und Software zum Thema E-Mobilität und ist damit einer der digitalen Vorreiter in dem Bereich.

„E-Mobilität immer wichtiger“

Ein Thema mit großem Entwicklungspotenzial, wie auch Albers weiß: „Das ist ein sehr spannender Bereich mit vielen Möglichkeiten. E-Mobilität wird in Zukunft immer wichtiger und die Förderung durch den Staat macht sie auch für Privatkunden immer attraktiver.“ Den Anstoß für die Entwicklung der Software gab ein Kundenprojekt des Start-up-Unternehmens Pion, das Ladesäulen für Elektrofahrzeuge entwickelt und anbietet. Pion beauftragte avency nicht nur mit der Erstellung einer Website, sondern suchte auch nach digitalen Lösungen, um die E-Mobilität weiterentwickeln zu können. Das Ergebnis: EAAZE, eine Software für das Management von Ladeinfrastruktur. „Die Software übermittelt und speichert Daten zu der getankten Strommenge, zum Zeitpunkt des Vorgangs und zum Nutzer der Ladesäule. Der Caritasverband Salzgitter e.V. hat beispielsweise eine Elektroflotte und nutzt das System, um den Überblick zu behalten“, erläutert Projektmanagerin Esther Heupel. Darüber hinaus gäbe es auch die Möglichkeit, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Firmenfahrzeuge zu Hause laden. Mit einem Key, der das Auto identifiziert, könnten sie den Privatverbrauch anschließend ganz einfach mit ihrem Arbeitgeber abrechnen. „Umgesetzt ist das für den Caritasverband Salzgitter bisher noch nicht. Möglich ist es aber“, sagt Heupel.

Effektives Energiemanagement

In Parkhäusern oder Tiefgaragen kann EAAZE durch getrennte Abrechnung von Lade- und reiner Parkzeit helfen zu verhindern, dass Parkplätze mit Ladesäulen von einem Fahrzeug auch über die Ladezeit hinaus blockiert werden. Ähnliches gilt, wenn ein Arbeitgeber Ladestationen für seine Mitarbeiter oder auch Kunden bereitstellt. Um das Kontingent maximal auszuschöpfen, gibt es auch die Möglichkeit, Ladevorgänge über die Software zu starten und zu beenden. „Wir stellen uns bei der Weiterentwicklung der Software die Frage, wie wir die Säulen so managen können, dass möglichst viele an einer Säule tanken können. Das wird z.B. dadurch möglich, dass die Software die wartenden Nutzer informiert, sobald ein Ladeplatz frei ist“, sagt Roland Albers. Und auch durch effiziente Stromnutzung kann das Energiemanagement noch weiter verbessert werden, fügt er hinzu: „So könnte Strom aus der eigenen PV-Anlage auf dem Firmendach für das Laden genutzt werden.“

Chance für neue Geschäftsmodelle

Über das Energiemanagement der Ladestationen hinaus biete EAAZE auch Chancen für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, sagt Esther Heupel: „Geschäfte können ihren Kunden während ihres Einkaufs das kostenlose Laden ihres Autos anbieten, und Ladestationen in Parkhäusern und Tiefgaragen könnten nachts den Anwohnern zur Verfügung gestellt werden.“ Da die Software modular aufgebaut ist, kann sie je nach Bedarf auf den jeweiligen Kunden abgestimmt und angepasst werden. Welche Module und zusätzlichen Optionen sinnvoll sind oder ob eine maßgeschneiderte Lösung notwendig ist, entscheidet sich in den ausführlichen Beratungsgesprächen, die jeder Installation vorangehen. Die Anregungen zur Weiterentwicklung der Software entstehen oft aus solchen Gesprächen mit Auftraggebern heraus. „Wir möchten es z.B. möglich machen, dass sich die Ladesäulen bei Notstrom abstellen und wichtige Autos automatisch primär betankt werden. Das ist vor allem dort relevant, wo es wichtig ist, jederzeit einsatzbereit zu sein, wie z.B. bei der Feuerwehr“, erklärt Albers.

Flexibles Gesamtpaket

Bei der Entwicklung von Lösungen arbeitet avency im Hardwarebereich mit Pion zusammen. Mit seiner Kompetenz in Sachen Ladesäulen und Wallboxen, Bauberatung sowie Aufstellung und Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur ergänzt das Unternehmen die Expertise von avency in den Bereichen Software und IT-Security. „Wir können die Kunden von der Technologieberatung über die Infrastrukturplanung bis hin zur Umsetzung und Inbetriebnahme begleiten“, sagt Roland Albers. Das gilt sowohl für die komplette Neuplanung einer Ladeinfrastruktur als auch dann, wenn bereits eine Ladeinfrastruktur vorhanden ist, die erweitert und weiterentwickelt werden soll. Denn die Software kann an alle Systeme angebunden werden, betont Esther Heupel: „Wir sind herstellerunabhängig.“

Der Kunde im Fokus

Diese Flexibilität, gepaart mit einer gehörigen Portion Ideenreichtum und Nähe zum Kunden und seinen Anforderungen und Bedürfnissen, hat die avency GmbH auch in ihren Kernbereichen „Digital & Design“ und „Systems & Security“ zum Erfolg geführt. „Der Fokus auf den Kunden und der persönliche Kontakt sind uns sehr wichtig“, sagt Albers. Für ihn kommt es bei der Beratung auf eine offene und ehrliche Kommunikation an. Es sei nicht Sinn der Sache, dem Kunden einfach alle verfügbaren Systeme und Programme zu installieren, sondern genau die Lösung zu finden, die ihn und sein Unternehmen weiterbringt: „Wir filtern für die Kunden und setzen dann in Absprache mit ihnen das um, was für sie wichtig und sinnvoll ist.“ Dabei bietet das Unternehmen aus dem Münsterland im Bereich Digitales allumfassende Lösungen an: Angefangen bei der Erstellung, beim Hosting und der Betreuung von Homepages über E-Shops, Digital Marketing, Strategieberatung und Softwareentwicklung bis hin zu IT-Security. In allen Bereichen werde ein hoher Sicherheitsstandard großgeschrieben, betont Albers.

Systeme für alle Anforderungen

So vielfältig wie das Angebot ist, so vielfältig sind auch die Kunden, sagt er: „Wir betreuen große Unternehmen und kommunale Einrichtungen genauso wie kleine Start-ups.“ Um allen Anforderungen und Budgets gerecht zu werden, reichen die angewandten Technologien von Wordpress, was die Kunden anschließend leicht selbst bedienen können, bis hin zu komplexen, individuell entwickelten Systemen. Dass sie dabei auch um die Ecke denken und Systeme nicht nur anpassen, sondern auch ganz neue Lösungen entwickeln können, zeigt ein Blick auf die bisherigen Projekte. So galt es beim Auftrag des Straßenlaternenherstellers „Owlet“, eine smarte, digitale Lösung zur Steuerung und Verwaltung von Straßenlaternen zu konzeptionieren und zu realisieren. „Oben in den Laternen ist eine SIM-Karte verbaut. Wir sollen die Daten auswertbar machen. Die Laterne soll sozusagen ,schlauer‘ werden“, erläutert Roland Albers. Über SIM-Karten, die in den Laternen verbaut sind, werden mittlerweile mehr als 100.000 Lichtpunkte verwaltet. Das Ganze funktioniert über eine webbasierte Plattform, die avency entwickelt hat. Die Aufgaben reichen dabei von einer sicheren Kommunikation bis hin zu einem benutzerfreundlichen User-Interface. „Ein sehr spannendes und komplexes Projekt, an dem wir schon mehrere Jahre mit drei bis vier Entwicklern arbeiten“, sagt Albers.

„Breit aufgestelltes Team“

Um solche Projekte zu verwirklichen, braucht es ein starkes, kreatives Team. „Wir sind breit aufgestellt mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen und mit unterschiedlichen Abschlüssen. Bei uns sind auch Quereinsteiger herzlich willkommen. Das macht uns aus“, sagt Roland Albers. Denn wo viele Erfahrungen und Persönlichkeiten zusammenkommen, da entstehen auch ungewöhnliche Ideen. Und auch die Motivation und die Eigeninitiative der Mitarbeiter sind wichtige Faktoren, wie Albers weiß: „Weiterbildung ist ein großes Thema, auch außer Haus. Unsere Mitarbeiter haben den Willen, sich stetig weiterzuentwickeln. So bekommen sie neue Impulse und sind immer am Puls der Zeit.“ Mit dieser Mentalität konnte sich die avency GmbH von einer kleinen Multimedia-Agentur zu einem Anbieter für komplexe digitale Lösungen entwickeln. „Wir gehören nicht zu den Digitalunternehmen, die nur auf die ganz großen Firmen und Projekte setzen, die Millionen Umsatz bringen“, sagt Albers. „Wir sind da eher hands-on und umsetzungsorientiert. Natürlich mit dem Ziel, ein gutes Produkt zu entwickeln, das den Kunden zufrieden macht und auch mal etwas Umsatz bringt“, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu. Eine Einstellung, mit der er und sein Team es bis zum Entwickler einer eigenen Software in einem zukunftsträchtigen Themenfeld gebracht haben – ganz „EAAZE“.
Jeannine Gehle | redaktion@regiomanager.de

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Ausgabe 01/2021

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