Produktion

Vorwärtsintegration macht stark

„Handel ist Wandel“ – das gilt auch für eher traditionelle Güter. Wer seinen Kunden lästige Aufgaben abnimmt, bringt sein eigenes Unternehmen weiter.

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Jücker 19.01.2024 Anzeige
Fertigungstiefe wird wichtiger

Seit 1947 ist Jücker Stahlhandel in Dülmen ein bewährter Partner von Industrie und Handwerk, insbesondere der Bauindustrie. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 85 Mitarbeiter und erzielte 2022 einen Umsatz von rund 55 Millionen Euro. Die Anfänge der Firma lagen im Recycling von Bewehrungsstahl aus Kriegsschutt und bis heute ist die Fertigung von Betonstahl nach den Plänen der Kunden ein Haupttätigkeitsfeld. Bekannt ist Jücker Stahlhandel darüber hinaus im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen und im Südwesten von Niedersachsen als Stahlhandel. Hinzu kommen der Stahlbau und in den letzten Jahren zunehmend die Anarbeitung nach Kundenwunsch. Grundsätzlich erbringt Jücker keine Planungs- und Konstruktionsleistungen, sondern arbeitet immer nach den Spezifikationen seiner Kunden. „Wir bearbeiten Stahl nach Kundenwunsch weiter“ erklärt Geschäftsführer Markus Jücker. Er steht in dritter Generation einem echten Familienunternehmen mit rund 85 Mitarbeitern vor, von denen viele seit vielen Jahren im Betrieb sind. „Wir sahen, dass der Stahl aus den Stahlwerken für die Weiterverarbeiter nicht ohne Weiteres brauchbar ist“, meint Markus Jücker. „Schlossereibetriebe, die zum Beispiel Geländer bauen, lagerten früher verschiedene Stahlsorten ein. Heute aber haben solche Betriebe vielfach kein eigenes Lager mehr und überlassen diese Aufgabe gern dem Stahlhandel. Dieser kann so etwas effizienter machen.“
Jücker verfügt nicht nur über ein großes Lager mit verschiedensten Stahlsorten und -spezifikationen, sondern fertigt auftragsbezogen und just in time für die Auftraggeber: zum Beispiel Zuschnitte auf Maß, Bohrungen, Fasenschnitte, andere Formen des Schneidens, Entzundern und Grundieren. Darüber hinaus ist Jücker Schweißfachbetrieb. Dieser Prozess der Verbreiterung der Produktpalette ist schon seit vielen Jahren im Gange, hat Jücker aber in der jüngeren Vergangenheit sogar zum Systemlieferanten für die Industrie gemacht, etwa für Anlagenbauer, die Sieb- und Rüttelanlagen herstellen.
„Wir sind recht weit nach vorn integriert“, meint Jücker. „Uns ging es um Produktdiversifizierung und gerade in der jüngsten Vergangenheit, in der die Bauindustrie Probleme hat, macht sich dieser Schritt positiv bemerkbar.“ Zu den Neuinvestitionen gehören etwa Bandsägen und Bohranlagen von Kaltenbach oder eine CNC-gesteuerte Plasma-Brennschneidemaschine von Zinser für Bleche von 3 bis 200 Millimeter Stärke, samt CNC-gesteuertem Bohraggregat. Bei derartigen Anschaffungen setzen sich Markus Jücker und sein Prokurist Alfons Brambrink auch gern direkt mit den Key Accounts zusammen. Auf diese Weise bringt sich Jücker sukzessive auch für neue Auftraggeber ins Spiel. Grundsätzlich sind Markus Jücker schnelle Reaktionszeiten auf Vertriebsseite wichtig. Jückers Kunden sind in einem Radius von 100 bis 120 Kilometern um Dülmen ansässig und werden mit dem eigenen Fuhrpark bedient. Vielfach handelt es sich auch bei ihnen um Familienunternehmen, mit denen schon seit Langem enge Beziehungen gepflegt werden.

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Inhaber Markus Jücker

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