Wo das Glück zwei Räder hat:

Beim größten Händler in Südwestfalen und Ostwestfalen-Lippe wird schon der Fahrradkauf zum Erlebnis.
(© Roland Artur Berg)
(© Roland Artur Berg)
Für manche Menschen ist es die schönste Nebensache der Welt, für andere genauso normal wie Atmen, Laufen oder Schlafen: Das Radfahren ist beliebter als je zuvor. „ Ich habe viele Mitarbeiter, die jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, ohne Rücksicht auf Wetter oder Jahreszeit“, erklärt Ingo Pahrmann, Geschäftsführer der Löckenhoff & Schulte GmbH. Gemeinsam mit seiner Frau Isabell leitet er das Familienunternehmen und steht damit schon in der fünften Generation. Unter normalen Umständen hätte man kürzlich, am 11. April, den 140. Geburtstag der Firma groß feiern können, doch die Corona-Pandemie ließ dies nicht zu. Bodenständige, typisch westfälische Unternehmerpersönlichkeiten waren Friedrich Löckenhoff und Wilhelm Schulte. Sie übernahmen damals ein Eisenwarengeschäft in Lippstadt und boten überwiegend Werkzeug, Handwerker- und Industriebedarf an. Allerdings hatten sie auch die örtliche SKF-Kugellagervertretung inne und damit schon einen ersten Bezug zum jetzigen Business: Bis heute werden SKF-Lager in hochwertigen Rädern verbaut. Überfliegt man die Firmengeschichte, erkennt man sofort, dass immer wieder erweitert wurde. Über die Jahrzehnte und die Generationen hinweg hat die Unternehmensleitung auf die Nachfrage der Lippstädter und ihres Einzugsgebietes reagiert. Umziehen auf ein größeres Gelände, das Sortiment erweitern und dabei eben genau die Kernkompetenz entwickeln, die den Zweiradhändler heute so erfolgreich macht – die Standorte in Lippstadt und Paderborn sind mittlerweile ein Paradies für Radfahrer. Heute gehört Löckenhoff zu den größten Fahrradfachmärkten in NRW. Der 2016 in Paderborn neu eröffnete Standort ist mit seiner Geschäftsfläche von 5.000 Quadratmetern der größte Fahrradmarkt in Ostwestfalen-Lippe.

Am schönsten ist die Welt aus der Radfahrer-Perspektive

Jeder, der zum ersten Mal mit dem Fahrrad in einer Gegend unterwegs war, die er bis dahin nur vom Durchfahren mit dem Auto kannte, weiß, dass man eine ganz andere Wahrnehmung hat. All die Eindrücke, die eben diese dynamische Fortbewegungsart vermittelt, bekommt man im Ansatz schon beim Betreten der Löckenhoff-Filialen. „Ganz bewusst haben wir uns auf den neuen Flächen gegen die klassische Lenkerparade entschieden“, so Ingo Pahrmann. „Stattdessen gibt es bei uns interessante Designelemente oder beleuchtete Deckenabhängungen mit Waldmotiven und die Fahrräder sind immer passend in Szene gesetzt. In unserer Rennradabteilung gibt es Streckenbeispiele, viele Anregungen für Touren in der Region, genauso bei den Mountainbikes. Auf unserer Teststrecke hatten wir sogar mal einen Nachbau des Eiffelturms, unter dem die Kunden hindurchfahren konnten.“ Gerade die Teststrecken – eine 500 Meter lange Indoor-Route und das 800 Quadratmeter große Außengelände – sind wichtig, wenn man das perfekte Rad für sich finden will. Ingo Pahrmann: „Zwischen unserem Lager und dem Verkaufsraum haben wir das ideale Areal, um das Wunschrad auf die Probe zu stellen. Hier gibt es keine Autos und keinen störenden Parkplatzverkehr. Wir haben verschiedene Bodenbeläge angelegt: von der Buckelpiste über die geteerte Strecke bis zum Waldboden.“ Wer sich drinnen schon in die Optik eines Rades verliebt hat, findet hier den perfekten Ort, um das neue Rad ausgiebig zu testen.

Verlieben und gleich losfahren: Dank riesiger Lagerkapazität ist immer ein passendes Rad vorhanden

Zweifellos hat die Corona-Krise den Fahrradhändlern einen regelrechten Boom beschert. Da waren die Pendler, die aus Angst vor Ansteckung lieber die öffentlichen Verkehrsmittel meiden wollten, und die Fitnessstudiogänger, die sich plötzlich nach anderen Betätigungsfeldern umsehen mussten. Dazu kommen das stetig wachsende Umweltbewusstsein unserer Gesellschaft und das immer besser ausgebaute Radwegenetz. Der Zweirad-Industrie-Verband meldete für 2020 so viele verkaufte Räder wie schon lange nicht mehr. Statt 4,3 Millionen wie im Vorjahr wechselten nun über fünf Millionen Fahrräder und E-Bikes den Besitzer. Fahrradhändler hatten ein durchschnittliches Umsatzplus von 17 Prozent, aber sie hatten auch vielfach Lieferschwierigkeiten. „Da haben wir Glück, dass wir einfach viel größer aufgestellt sind“, erklärt Ingo Pahrmann. „In beiden Häusern stehen jeweils schon über 1.000 Räder in der Ausstellung; mit denen aus dem Lager zusammen kommen wir auf mehr als 12.000 Fahrzeuge.“ Wenn Begehrlichkeiten, die man weckt, dann auch sofort erfüllt werden können, entsteht ein Glücksgefühl beim Kunden. Wer sich nach intensiver fachkundiger Beratung und einer ausgedehnten Probefahrt für ein neues Fahrrad entschieden hat, der will doch nicht noch wochenlang darauf warten müssen.

Mitarbeitermotivation und No. 1-Tool im BGM – Fahrradleasing über Gehaltsumwandlung

Der Staat möchte das Radfahren fördern und die Arbeitgeber klagen branchenübergreifend über Fachkräftemangel. Das sind zwei Faktoren, die dazu führen, dass Arbeitnehmer sehr günstig an ein neues Fahrrad kommen können. Immer mehr Unternehmen bieten – eben um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben – das Fahrradleasing mit Gehaltsumwandlung an. Der Arbeitnehmer kann ein oder auch zwei Räder für drei Jahre über den Arbeitgeber leasen und es anschließend zu einem festgeschriebenen Restwert in Privatbesitz übernehmen, um es selbst weiterzunutzen, privat weiterzuverkaufen oder es auch ohne weitere Kosten wieder zurückzugeben und gegebenenfalls ein dann aktuelles Modell erneut zu leasen. Den Arbeitgeber kostet das außer einem kleinen Zuschuss nichts. Er investiert aber in die Gesundheit seines Mitarbeiters und bindet ihn ans Unternehmen. „Entstanden ist eine Win-win-Situation, die der Gesetzgeber ganz bewusst unterstützt“, erläutert Ingo Pahrmann. Das Unternehmen spart per anno Lohnnebenkosten in teilweise vierstelliger Höhe und der Arbeitnehmer erhält sein Traumrad mit bis zu 40 Prozent Ersparnis gegenüber dem Kauf. Leasen kann der Arbeitnehmer jedes Fahrrad und natürlich alle Elektroräder oder Pedelecs, wie sie eigentlich heißen. Dieses als ehemals für die ältere Generation gestartete Fahrzeugmodell erlebt einen wahren Boom und ist durch das Leasing auch für jüngere Käuferschichten interessant geworden. Im Leasing spielt es laut Gesetzgeber auch keine Rolle, ob das Rad für den täglichen Weg zur Arbeit oder privat, vom Arbeitnehmer selber oder vom Partner genutzt wird. Auch nach Ablauf der 36 Monate ist es beim Fahrrad ganz anders als beim Dienstwagen. Es spielt keine Rolle, wie viele Kilometer das Fahrzeug gefahren wurde oder ob ein Kratzer im Lack ist. Auch muss der Arbeitnehmer bei der Versteuerung nicht wie beim Dienstwagen 1 Prozent oder wie beim E- bzw. Hybridauto 0,5 Prozent, sondern bei E-Bikes generell nur 0,25 Prozent des UVPs abführen. Zudem darf der Arbeitnehmer zusätzlich zu den Rädern auch Zubehör wie Schlösser, Körbe, Handyhalterungen, Taschen und teilweise sogar Helme mit in das Leasing nehmen. Zu allem Guten kommt auch noch ein vollumfassendes Servicepaket hinzu, was im Leasing in der Regel schon inkludiert ist. Der Arbeitgeber stellt dadurch sicher, dass seine Mitarbeiter immer auf einem verkehrstüchtigen Rad unterwegs sind, und die Arbeitnehmer freuen sich, dass sie selbst für Verschleiß und Eigenverschulden nichts in der Servicewerkstatt zahlen müssen. Selbst die jährliche UVV-Prüfung ist im Servicepaket enthalten, ein sogenanntes Rundum-sorglos-Paket. Apropos Service: Auch hier ist man bei Löckenhoff an der richtigen Adresse: Als eine der wenigen Werkstätten in der Region ist sie vom TüV Nord zertifiziert. "Darauf sind wir ganz besonders stolz", ergänzt Ingo Pahrmann. In mehreren Audits wurden unsere beiden Werkstätten von unabhängiger Seire prozessual komplett durchleuchtet und die Qualität unserer Arbeit auf die Probe gestellt.

Die Qual der Wahl – so viele Marken wie sonst kaum irgendwo

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Löckenhoff + Schulte ist die enorm große Auswahl an Marken. „Darum ist ja die Beratung vor Ort so wichtig“, erklärt Ingo Pahrmann. „Wir haben geschultes – teilweise schon in unserem Unternehmen ausgebildetes – Personal, unsere Verkaufsberater kennen die Besonderheiten der einzelnen Hersteller und können zusammen mit dem Kunden das optimal passende Rad für ihn finden.“ Rund um das Radfahren gibt es auch immer mehr technische Gadgets. Diese manchmal ganz kleinen Nützlichkeiten können das Radfahr-Erlebnis noch weiter verbessern. „Mittlerweile gibt es Fahrräder, die ein richtiges Bediendisplay mit Touch-Funktion im Rahmen haben, wie wir es z.B. von Smartphones kennen“, so Ingo Pahrmann. „Und die teilweise eingebauten GPS-Tracker sind nützliche Helfer im Falle eines Diebstahls. Wenn das Fahrrad gestohlen wird, kann der Besitzer auf seiner App genau anzeigen lassen, wo es sich befindet, und braucht nur noch die Polizei hinzuschicken.“

Aktuelle Trends der Branche - Gravel Bike versus Lastenfahrrad

Neu und sehr beliebt sind zur Zeit die sogenannten Gravel Bikes. Sie sind im Grunde das gute alte Querfeldeinrad. Die angesagte Sportart dahinter ist Cyclocross. Dabei werden – und das auch in der kälteren und niederschlagsreicheren Jahreszeit – Rennen über etwa vier Kilometer gefahren, durch Sand, Schnee oder anderes unwegsames Gelände. Die sehr robusten Gravel Bikes orientieren sich stark am Rennrad, haben aber einen anderen Lenkwinkel und ein höheres Tretlager, weswegen man besser über Hindernisse kommt und in Kurven gut pedalieren kann. Mit einem Gravel Bike kann man also sowohl entspannt zur Arbeit pendeln als auch Rennradtouren fahren oder sich im Gelände austoben. Immer häufiger sieht man – gerade in Großstädten – auch Lastenfahrräder. „Da gibt es einen regelrechten Boom“, berichtet Ingo Pahrmann. „Zum einen sind sie interessant für Familien mit Kindern oder umweltbewusste Menschen, die das Auto abschaffen und dann damit den wöchentlichen Großeinkauf nach Hause bringen können, zum anderen haben Firmen hier großen Bedarf. In NRW gibt es dazu wie in vielen anderen Bundesländern passende Förderprogramme für die Wirtschaft und auch für die private Nutzung. Erst kürzlich haben wir mehrere Lastenfahrräder an ein Unternehmen in Hannover verkauft. Dort werden sie jetzt u.a. von den Gärtnern genutzt, die die Blumenkübel in der Fußgängerzone bepflanzen und pflegen. Vorne an der Lastenbox kann man die Seitenwand abklappen und dann die Schubkarre herausschieben. Auch Lieferdienste, Kindergärten oder junge Familien bestellen solche Fahrräder gerne.“ Alle Dienstleistungen rund ums Rad, vom Verkauf über den Service bis hin zum Leasing, werden vom kompetenten Löckenhoff-Team angeboten. „Radfahren ist unsere Leidenschaft. Es gibt nichts Schöneres, als eine Region per Rad zu entdecken. Mal entschleunigen, den Alltag hinter sich lassen und einfach nur genießen. Das wünschen wir all unseren Kunden“, schließt Isabell Pahrmann. Daniela Prüter | redaktion@regiomanager.de

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Ausgabe 02/2021

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