Alles aus einer Hand

Das Mendener Bauunternehmen Künzel hat sich auf die Kanalsanierung spezialisiert.
Geschäftsführer Holger Hartmann
Geschäftsführer Holger Hartmann
Marktentwicklungen zu erkennen und diese für das Unternehmen umzusetzen – das ist eine Strategie, die Christoph Künzel und Bruno Köck verfolgen. „Die technische Weiterentwicklung bei Robotersystemen und die Entwicklung von Sanierungssystemen zur Instandhaltung unterirdischer Rohrleitungen beobachten wir mit großem Interesse“, berichten die beiden Geschäftsführer der Künzel Bauunternehmen GmbH. Diplom-Ingenieur Hans-Joachim Künzel hat 1964 die Firma gegründet. Damals hieß sie noch „Oeltjen & Künzel Bauunternehmen“. 1978 stieß Diplom-Ingenieur Bruno Köck hinzu, wurde zunächst Prokurist und 2006 Geschäftsführer. Die in den Ende der 80er-Jahren gegründete Unternehmenssparte Kanalsanierung wurde im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut. Nach dem Rücktritt von Hans-Joachim Künzel als Geschäftsführer sind nun Diplom-Ingenieur Christoph Künzel und Bruno Köck beide alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer. Christoph Künzel ist seit 1998 im Unternehmen aktiv tätig und hat die Spezialisierung auf die Kanalsanierung mitgestaltet. „Seit 1988 sind wir mit unserem ersten Roboter tätig, mit dem unterirdische Arbeiten durch wasserdichte TV-Kameras überwacht und mittels Joysticks bequem vom Bildschirm aus zu steuern sind. Bundesweit gab es damals zehn solcher Anlagen. 2006 haben wir in eine weitere Roboteranlage investiert. 2007 haben wir das sogenannte KS-ASS-System zur Schachtreinigung und automatischen Mörtelbeschichtung der Firma Hermes gekauft, um den Bereich der Sanierung von Entwässerungssystemen in unserem Portfolio vollständig abzudecken“, berichtet Köck. „Wir halten unsere Sanierungsflotten kontinuierlich durch weitere Investitionen in neue Maschinen, Aggregate, Lkw und Anhänger auf dem neuesten Stand der Technik“,  sagen die beiden Geschäftsführer. Auch bei der technischen beziehungsweise chemischen Weiterentwicklung von Mörteln und Kunstharzen bleiben die Mendener immer auf dem Laufenden, vor allem, wenn es um den Umgang mit drückendem Grundwasser und um die unterirdische, grabenlose Auskleidung, Renovierung, Reparatur und Erneuerung von Rohrleitungen geht. „Unsere Kernkompetenz liegt bei der Instandhaltung unterirdischer Infrastrukturen“, sagt Künzel. „Wir sind Spezialisten für Kanalsanierung mit über 50 Jahren Erfahrung im herkömmlichen Tief- und Kanalbau und sind in diesem Bereich Anbieter für Komplettlösungen rund um die Sanierung von Entwässerungssystemen.“ Weitere Schwerpunkte liegen im Straßen- und Tiefbau, in der Schachtsanierung, dem Schachtneubau, dem Wasser- und Landschaftsbau. Zu 85 Prozent sind die Kunden öffentliche Auftraggeber wie Kommunen oder Landschaftsverbände. Gewerbe und Industrie machen rund zehn Prozent des Umsatzes aus, Privatkunden lediglich fünf Prozent. Künzel Bauunternehmen beschäftigt knapp 20 eigene Mitarbeiter. Bei der Realisierung der komplexen Baumaßnahmen ist der Anteil an Subunternehmerleistungen hoch, wobei diese Leistungen federführend von der Firma Künzel betreut und koordiniert werden. Qualifikation und Weiterbildung haben einen hohen Stellenwert – besonders im Hinblick auf Qualitätssicherung, Koordinierung und Umsetzung komplizierter, unterschiedlicher Bauverfahrenen zur erfolgreichen Umsetzung und der Erstellung eines Gesamtbauwerks zur vollständigen Zufriedenheit der Auftraggeber. Das vorrangige Unternehmensziel muss die Weiterbildung und Sicherung von Nachwuchs und Qualität bei der Umsetzung zukünftiger Baumaßnahmen durch das Unternehmen sein. Dies muss zukünftig ebenso zu gewährleisten sein wie in der 50-jährigen Unternehmenshistorie. Seit 1980 sitzt das Bauunternehmen mittlerweile in Menden am Standort „Gewerbegebiet Sudetenstraße“ im Ortsteil Platte Heide. Doch auch hier werden neue Wege eingeschlagen und Investitionen getätigt. Eine Erweiterung und ein Neubau für den Firmensitz liegen dem Bauamt zur Genehmigung vor. „Wir wollen in Menden bleiben. Allerdings ist die geplante Betriebsstätte verkehrstechnisch günstiger gelegen“, sagt Künzel.
Ausgabe 04/2016