Waldstadt- brauerei Iserlohn

Gleicher Name, leicht erhöhte Preise
Nathaniel Stott, Biersommelier und Mitbesitzer der Waldstadtbrauerei
Nathaniel Stott, Biersommelier und Mitbesitzer der Waldstadtbrauerei
Seit Februar 2020 läuft die Waldstadtbrauerei in Iserlohn unter neuer Führung. Zwölf Freunde haben in die insolvente Brauerei im Sauerland investiert. Vier davon arbeiten neben ihren Hauptberufen aktiv unterstützend daran, die Brauerei zum Erfolg zu führen. Das bedingte auch eine moderate Preiserhöhung des hauseigenen Pils und des Lager Biers. „Neben unserer Leidenschaft für besondere Biere bringt unser Team die nötige unternehmerische Erfahrung mit. Unser Finanzexperte hat die Gründe der vergangenen Insolvenz intensiv durchleuchtet. Ein Grund war, dass die Brauerei vorher einfach zu knapp kalkuliert hat. Das müssen wir zukunftssicherer machen“, beschreibt Thomas Kritzler aus dem Besitzerteam den Grund für die Preiserhöhung. Für das Waldstadt-Pils hat sich der Preis pro Kasten um zwei Euro gesteigert, die Waldstadt-Lager Biere kosten pro Kasten nun rund vier Euro mehr. Die neuen Biersorten werden sich in der gleichen Preiskategorie bewegen. „Wir denken, diese Erhöhung ist vertretbar. Vor allem, weil wir unsere neuen Bierkreationen wie Lager, Pale Ale, IPA (India Pale Ale) und Porter mit ganz besonderen, hochwertigen Zutaten brauen werden. Die großen Brauereien mit industrieller Herstellung sind diesen Schritt in den letzten Wochen bereits wegen erhöhter Rohstoff- und Energiekosten gegangen. Wir kalkulieren mit unseren in der Tradition des Brauhandwerks hergestellten Bieren jetzt ebenfalls neu“, sagt Mitbesitzer Nathaniel Stott. Aktuell arbeiten zwei Vollzeit-Mitarbeiter und zwei Aushilfen in der Brauerei. Oliver von Wrede ist seit über 20 Jahren Brauer. Er hat in Iserlohn mittlerweile zwei Insolvenzen mitgemacht: „Ich bin sehr froh, dass wir mit diesem neuen, engagierten Team durchstarten. Wir werden die bisherigen Biere weiter pflegen, mit zum Teil neuen, höherwertigeren Zutaten. Wir haben so viele tolle Ideen für neue Biersorten und können es kaum erwarten, diese bald vorzustellen.“
Ausgabe 04/2020