Tiemeyer Gruppe: Gewohnte Schale, leiser Kern

Audi wagt sich mit dem e-tron quattro erstmals in die Elektromobilität.
Foto: AUDI AG
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Ungewohnt neu, aber nicht so fremd, wie man denkt … Der Audi e-tron quattro sieht auf den ersten Blick aus wie einer aus der Q-Reihe: bullig, großer Kühlergrill, 4,90 Meter Länge – also SUV-Merkmale durch und durch. Dennoch hebt er sich komplett von den anderen ab. Das Auto wird von einem Elektromotor angetrieben und verfügt über stolze 265 kW, also 360 PS, was sich beim Beschleunigen auf der Autobahn deutlich bemerkbar macht – in 6,6 Sekunden kommt er von 0 auf 100 km/h. Im Unterschied zu den Tesla-Modellen hat der e-tron einen starken Akku, der beim Gasgeben nicht sofort einen großen Teil seiner Energie verliert.

Eier legende Elektro-Wollmilchsau?

Ist er nun also schon die Eier legende Elektro-Wollmilchsau? Sagen wir mal so: In Südwestfalen fährt der durchschnittliche Bürger ungefähr 60 Kilometer pro Tag. Der e-tron soll 300 bis 400 Kilometer schaffen. Eine alltagstaugliche Reichweite also, die durch Energierückgewinnung möglich ist. Bei Verzögerungen wie beispielsweise bei einer Bremsung aus 100 km/h nutzt der e-tron die Elektromotoren als Generator und kann bis zu 220 kW Energie zurückgewinnen. Wer hingegen gerne sportlich fährt, wird mit enormem Reichweitenverlust bestraft. Der Blick aufs Navi verrät, wo sich die nächsten Auflademöglichkeiten befinden.

100.000 Ladepunkte

Aktuell sind bereits mehr als 100.000 Ladepunkte in 16 europäischen Ländern vorhanden. Bei den aktuellen Stationen mit 150 kW dauert ein Ladevorgang ungefähr 30 Minuten, dann hat der e-tron 80 Prozent seiner gesamten Ladeleistung erreicht. In weiteren 20 Minuten schafft er die restlichen 20 Prozent. Der Transittarif für längere Strecken kostet 17,95 Euro. Zusätzlich liegt pro Ladung ein Festpreis von 7,95 Euro fest. Hierbei ist es derzeit noch egal, wie lange aufgeladen wird. e-tron Kunden zahlen in den ersten 12 Monaten keinen Transittarif. Demnächst soll die tatsächlich verbrauchte Kilowattstunde abgerechnet werden. Strom „tanken“ ist also deutlich günstiger als Benzin. Doch wie steht‘s mit dem Anschaffungspreis für das Fahrzeug?

Kamera statt Außenspiegel?

Der Elektro-SUV ist ab 80.900 Euro verfügbar. Schon in der Basisversion bietet er ein umfassendes Assistenzpaket mit automatischem Notbremsassistenten, aktivem Spurhaltesystem, Luftfederung, Navi und vielem mehr. Interessant: Gegen Aufpreis bieten die Ingolstädter statt Außenspiegel Kameras in der Türverkleidung. Auf diese Weise gibt es keinen toten Winkel mehr, denn die Kameras stellen die Fahrsituation genauer dar.

Das Fazit

Schon jetzt zeigt sich, dass der e-tron in Südwestfalen vor allem von Unternehmern nachgefragt wird, die auf ein umweltfreundliches Image setzen möchten. Gleichzeitig verändern Elektroautos unseren Fahrstil nachhaltig, denn solange die Akkus nicht darauf ausgerichtet sind, längere Zeit schnell zu fahren, steht die Energierückgewinnung während der Fahrt im Vordergrund. Dabei wird nicht nur das Auto entschleunigt, sondern auch der Fahrer. Zeit verliert er dabei trotzdem nicht: Während des Ladevorgangs kann beispielsweise bequem am Laptop gearbeitet werden. Und vom Nutzwert her, also von Kofferraumvolumen (660 Liter beim e-tron), Beinfreiheit und Sitzkomfort, ist der e-tron ein ganz normaler SUV. Die Autofahrt ist sogar noch etwas komfortabler, denn bei dem E-Auto sind kaum Fahrgeräusche auszumachen.

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Ausgabe 04/2019

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