Südwestfalen Agentur: Rund 890.000 Euro für Regionalmarketing

Land bewilligt Projekt „PERSPEKTIVE 2.0“ für Südwestfalen.
Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident der Bezirksregierung  Arnsberg (links), überreichte Marie Ting und Hubertus Winterberg  von der Südwestfalen Agentur GmbH den Förderbescheid
Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg (links), überreichte Marie Ting und Hubertus Winterberg von der Südwestfalen Agentur GmbH den Förderbescheid
Das Regionalmarketing-Projekt „PERSPEKTIVE 2.0“ darf offiziell an den Start gehen! Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg, überreichte der Südwestfalen Agentur GmbH den Förderbescheid über rund 890.000 Euro zur Umsetzung der Projektidee. Das Vorhaben zielt darauf ab, das Markenimage der Region Südwestfalen nachhaltig zu verbessern und heimischen Unternehmen bei der Fachkräftesicherung unter die Arme zu greifen. Neben Schülern, Studierenden und Neubürgern sollen im neuen Projekt gezielt medizinisches Fachpersonal sowie Touristen angesprochen und auf die beruflichen und privaten Perspektiven in der Region aufmerksam gemacht werden. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee überzeugt hat! Für die Region Südwestfalen ist das eine große Chance. Nun haben wir die Möglichkeit, mit einem echten Qualitätssprung im Regionalmarketing innovative Projektansätze umzusetzen und gemeinsam mit vielen Partnern Neues auszuprobieren“, freut sich Marie Ting, Prokuristin und Leiterin des Regionalmarketings der Südwestfalen Agentur GmbH. „PERSPEKTIVE 2.0“ ist wie ein Dachprojekt zu verstehen, zu dem zwei Handlungsfelder gehören. Zum einen geht es darum, Schüler und Studierende in der Region auf ihre Ausbildungs-, Studien- und Berufsperspektiven vor Ort aufmerksam zu machen. Denn auch wenn das Bewusstsein der Wirtschaftskraft der Region Südwestfalen stetig steigt: Gerade Schüler und Studierenden der Region fehlt oftmals das Gefühl für die Stärken ihrer Heimat bzw. ihres Studienortes, auf die man durchaus stolz sein kann. So wird beispielweise gemeinsam mit der Universität Siegen südwestfälisches Lehrmaterial für Schulen in der Region erstellt. Auch ganztägige und unterhaltsame „Studi-Tours“ in Unternehmen oder das Schnupperprogramm „Gap Year Südwestfalen“, in dem junge Menschen ein Praxisjahr in verschiedenen Unternehmen absolvieren können, sind entsprechende Projektbausteine von „PERSPEKTIVE 2.0“, die dazu beitragen sollen, den heimischen Nachwuchs in der Region zu halten.

Zentrale Zielgruppen: medizinisches Fachpersonal und Touristen

Im zweiten Handlungsfeld des Projekts sollen Neubürger in Südwestfalen willkommen geheißen und potenzielle Fachkräfte an die Region gebunden werden. Dabei entwickelt das Projekt die bereits entstandene Qualitätsoffensive „Willkommen in Südwestfalen“ in Zusammenarbeit mit inzwischen über 40 teilnehmenden Kommunen systematisch weiter. „Wir planen z.B. gemeinsam mit der Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft sowie dem Zweckverband der Krankenhäuser Südwestfalen einen Ansatz, um medizinisches und pflegerisches Fachpersonal für die Region zu begeistern“, erklärt Saskia Haardt-Cerff, die gemeinsam mit Niklas Jung in der Südwestfalen Agentur das Projekt „PERSPEKTIVE 2.0“ betreut. „Denn das Thema Gesundheitsversorgung ist für Südwestfalen als ländlicher Raum zukunftsweisend: Die medizinische Versorgung zahlt unmittelbar auf die Attraktivität der Region ein.“ Dabei sollen alle südwestfälischen Akteure, die sich bereits mit dem Thema beschäftigen, mitarbeiten und bestehende Erfahrungen und Projektansätze einbringen können. Ein weiteres neues Thema bildet die gezielte Ansprache von Touristen als mögliche Neubürger. Damit wird eine besondere Stärke der Region genutzt, denn Sauerland und Siegen-Wittgenstein gehören zu den beliebtesten Tourismusregionen Nordrhein-Westfalens. Unterstützt wird „PERSPEKTIVE 2.0“ mit rund 890.000 Euro bis 2022 aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Ausgabe 07/2019

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