WSG: Ausblick: In Menden tut sich was

Bebauungsplan für Hämmer-Süd in Kraft getreten.
Das vorhandene Gewerbegebiet wird um weitere 29 ha nach Süden erweitert (Fläche links oben im Hintergrund)
Das vorhandene Gewerbegebiet wird um weitere 29 ha nach Süden erweitert (Fläche links oben im Hintergrund)
Nicht nur irgendeine Unterschrift war es für den Mendener Bürgermeister Martin Wächter, als er seinen Namen im Februar unter die Planungsurkunde für das Gewerbegebiet Hämmer-Süd setzen konnte. Mit dem Bebauungsplan 205, der seit der Veröffentlichung im amtlichen Bekanntmachungsblatt des Märkischen Kreises rechtskräftig geworden ist, verbindet die Stadt große Erwartungen. Ein Alleinstellungsmerkmal wird man damit in der Region haben und neben heimischen Firmen auch Unternehmen von außerhalb einen attraktiven Standort anbieten können. Stadtkämmerer Uwe Siemonsmeier: „Menden kann – wie viele andere Städte auch – demografisch nicht mehr von innen heraus wachsen, sondern ist auf den Zuzug qualifizierter Fachkräfte angewiesen. Anhand einer fundierten Standortanalyse ermitteln wir, für welche Branchen wir interessant sind und welche in Menden die passenden Bedingungen vorfinden. Gleichzeitig führen steigende Gewerbesteuereinnahmen und attraktive, bedarfsgerechte Arbeitsplätze zu einer Verbesserung der kommunalen Leistungsfähigkeit und damit der Lebensqualität hier. Insoweit profitieren letztlich alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Wirtschaft direkt von der Belebung unserer Stadt durch die Ansiedlung von Unternehmen und Arbeitsplätzen.“

Gute Anbindung in mehrfacher Hinsicht

2020 soll die Vermarktung des 29 Hektar großen Gewerbe- und Industriegebiets beginnen. Wer sich dort ansiedelt, ist nicht nur schnell auf der Autobahn, sondern auch virtuell mit hohem Tempo unterwegs. „Breitband ist vorhanden und durch die B515 haben wir eine hervorragende Anbindung an die A1“, erläutert Siemonsmeier. Weitere Vorteile: Neben großzügigen baurechtlichen Vorgaben z.B. hinsichtlich der maximalen Gebäudehöhe (mehr als 20 Meter) besticht das Gewerbegebiet durch die planungsrechtliche Ausweisung einer Teilfläche als Industriegebiet (GI 500) für Betriebe, die in anderen Baugebieten aufgrund ihrer betriebsspezifischen Besonderheiten (z.B. Lärm) unzulässig sind, sowie einer vergleichsweisen flachen Topografie, die keine aufwendige Nivellierung des Geländes erforderlich macht. Im März hatte die Stadt bekannt gegeben, nun in Besitz aller erforderlichen Grundstücke zu sein. Damit ist die Voraussetzung erfüllt, das Gebiet nun gezielt erschließen zu können. In Menden setzt man neben der Bedarfsanalyse auch auf den Blick nach innen: „Wir hinterfragen uns selbst hinsichtlich unserer internen Abläufe im Vermarktungsprozess, die wir aus Kundensicht unbürokratisch und barrierefrei gestalten werden“, erklärt der Stadtkämmerer.

Derzeit kaum noch freie Gewerbeflächen in der Region

Bisher sieht es für Unternehmer in Südwestfalen nicht gut aus, wenn es darum geht, freien Raum für Gewerbe zu finden. Durch den Zusammenschluss der Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein, Soest, Hochsauerland und des Märkischen Kreises entstand zweifellos ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Mit einer Fläche beinahe doppelt so groß wie das Saarland ist das 1,4 Millionen Einwohner starke Südwestfalen jetzt schon Heimat von 150 Weltmarktführern. Die Stadt Menden sorgt mit dem neuen Gewerbegebiet dafür, dass die Region noch interessanter wird. Bürgermeister Martin Wächter: „Hämmer II wird definitiv ein Alleinstellungsmerkmal für Menden und eine Chance, um nicht nur Fachkräfte und Know-how nach Menden zu holen und in Menden zu halten, sondern auch, um neue Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen.“

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Ausgabe 03/2019