Beton muss nicht immer grau sein

Trend: farbige Immobilien. J. Lehde GmbH liefert vorgefärbte Stahlbeton-Fertigbauteile.
Die Klinik für Manuelle Therapie grenzt direkt an das Alte Fährhaus im Hammer Kurpark; das Klinik-Gebäude wurde durch die J. Lehde GmbH aus Soest errichtet – der Clou: 
Die Stahlbetonfertigteile wurden zuvor schon weiß eingefärbt, ein Anstrich erübrigt sich
Die Klinik für Manuelle Therapie grenzt direkt an das Alte Fährhaus im Hammer Kurpark; das Klinik-Gebäude wurde durch die J. Lehde GmbH aus Soest errichtet – der Clou: Die Stahlbetonfertigteile wurden zuvor schon weiß eingefärbt, ein Anstrich erübrigt sich
Der Generalunternehmer und  Stahlbetonfertigteilspezialist J. Lehde GmbH widmet sich auf seinen Baustellen zunehmend einem neuen Trend: - dem Einfärben von Stahlbetonfertigteilen. Statt wie üblich die Betonwände nach dem Rohbau anzustreichen, wird der Baustoff bereits während der Herstellung mit farblich passenden Zuschlagsstoffen vermischt. Das macht die Bauwerke später nicht nur optisch attraktiver, sondern die Fassade auch deutlich witterungsbeständiger und unempfindlicher gegenüber Beschädigungen. „Grobe Kratzer oder Abschürfungen sind auf den ersten Blick fast nicht sichtbar, weil ja das Stück in sich durchgefärbt ist, nicht nur die Oberfläche. Und der Graffiti-Schutz bei diesen Bauteilen ist bei uns sowieso serienmäßig“, sagt Lehde-Geschäftsführer Martin Butz. Erst kürzlich hat das Traditionsunternehmen aus Soest den neuen Gebäudekomplex der Klinik für Manuelle Therapie in Hamm mit weiß eingefärbten Betonstützen optisch aufgewertet. „Es sollte ein einzigartiger Kontrast zum klassischen Altbau der Klinik entstehen, das ist mit den weißen Säulen vor der Fassade sicherlich gelungen“, meint Butz. Auch der Soester Nahrungsmittelhersteller Kuchenmeister hat beim Bau seines Logistikcenters auf den weißen Beton aus dem Hause Lehde gesetzt. Der Unternehmenskomplex sollte eine witterungsbeständige Fassade erhalten. Denn die weiß gefärbte Fassade aus dem Hause Lehde benötigt keinen weiteren Anstrich mehr. Bei der herkömmlichen Fassadengestaltung hingegen ist alle paar Jahre mit einem Anstrich zu rechnen. Hinzu kommen dann regelmäßig die Arbeiten für den Gerüstaufsteller. Deutlich anspruchsvoller ist die Produktion in Fällen wie der Erweiterung des historischen Feldhauses am Kurpark Hamm. Die Architekten wollten die Immobilie mit einer roten Fassade zu einem Blickfang machen und setzten auf die Erfahrung von Lehde. Die besondere Herausforderung für Lehde war bereits die Suche nach dem optimalen Farbton. Noch bevor der Bauherr die ersten Test-Exemplare zu sehen bekam, waren im Werk bereits bis zu 30 Proben produziert worden. „Grade bei farbigem Beton ist es immer schwierig, die richtige Mischung der verschiedenen Farbtöne zu treffen“, erklärt Butz. Auch wenn der passende Ton gefunden ist, ist weiterhin äußerste Präzision beim Mischen der Rezeptur gefragt, damit bei der Produktion der einzelnen Teile stets der gewünschte Farbton getroffen wird. Der Aufwand mit gut 800 Kilogramm Farbpulver im Falle des Hammer Feldhauses hat sich gelohnt. Auch gut fünf Jahre nach Fertigstellung der Immobilie strahlt das Gebäude am Kurpark fast wie am ersten Tag. Es zeigt, wie wiederstandsfähig die rote Farbe gegen Witterung und Beschädigungen ist. Weitere Informationen zum Bauen mit farbigem Beton gibt es unter www.lehde.de.
Ausgabe 04/2016