Duisport

Containerumschlag bleibt stabil
Duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake
Duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake
Der Containerumschlag der Duisburger Hafen AG (Duisport) ist nach vorläufigen Zahlen 2019 mit rund 4,0 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) auf dem Niveau von 2018 (4,1 Millionen TEU) geblieben. Mit einem Anteil von rund 60 Prozent ist der Containerumschlag das wichtigste Duisport-Geschäftsfeld. Für den Gesamtgüterumschlag wird ein Rückgang von 65,3 Millionen Tonnen auf ca. 61,1 Millionen Tonnen (-4,2 Millionen Tonnen) erwartet. Der Gesamtgüterumschlag leidet unter der schwächelnden Industrienachfrage und dem Ausstieg aus der Kohleverstromung, durch den weniger Kohle importiert wird. Insgesamt lag der Kohle- und Stahlbereich mit 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bemerkbar machten sich auch die Sperrung der Öresundbrücke, die den Handel mit Skandinavien deutlich beeinträchtigt, und die schwächere Nachfrage nach chemischen Vorprodukten. Die Stabilisierung im Containerumschlag auf 4,0 Millionen TEU (-2,5 Prozent) nach den Rekordjahren 2017 und 2018 bestätigt die Zukunftsfähigkeit des Duisport-Konzepts. Die schwierigen Gesamtbedingungen – Kohleabschied, Energiewende, Stahlkrise, Digitalisierung und Konjunkturabschwächung – wirken wie ein zweiter Strukturwandel für Nordrhein-Westfalen, findet der Duisport-Vorstandsvorsitzende Erich Staake. Das diversifizierte Geschäftsmodell der Duisburger Hafen AG sei diesen Herausforderungen gewachsen. „Aber auch ein so gut aufgestelltes Unternehmen wie unseres kann sich auf Dauer den zunehmend schlechteren Rahmenbedingungen nicht entziehen“, so Staake.
Ausgabe 01/2020