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Foto: ©christoph meinschäfer FOTOGRAFIE
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BHTC

Wohlfühlen im Auto

BHTC setzt auf kreative Ingenieurskunst.



„Unser großes Thema ist das Wohlfühlen im Auto“, erklärt Bernd Kuhlhoff, Prokurist und Vertriebsleiter bei BHTC. „Die Menschen verbringen zukünftig immer weniger Zeit mit dem Fahren des Autos, dies wird weitestgehend autonom geschehen. Sie haben also Zeit für andere Dinge und sollten sich in ihrem Fahrzeug so wohlfühlen wie in ihrem Wohnzimmer.“

Um den Innenraum des Autos, des Deutschen liebstes Kind, kümmert sich das Unternehmen BHTC. Der Spezialist für Fahrzeugelektronik aus Lippstadt konzeptioniert, entwickelt und produziert die ganze Palette der Auto-Innenausstattung: Das beginnt bei der Klimasteuerung, geht über hochwertige Bedienelemente und -systeme, Displays als zentrales Kommunikationselement, Oberflächen und Touch-Technologie bis hin zu Hightech-Elektronik. „Wir schaffen Komfort für Menschen in Bewegung. Unser Motto „In Touch with the Future“ steht für zukunftsweisende Technologien in den Bereichen Klimatisierung und Bedienung.“

Und auch wenn die Autoindustrie aktuell zunehmend unter Druck gerät und eine allgemeine Umbruchstimmung in Zeiten von Carsharing und neuen Automobil-Wettbewerbern wie Google oder Apple herrscht: „Das Wohlfühlen im Auto und damit die Gestaltung des Innenraums wird immer ein Thema sein“, ist sich das Unternehmen sicher und prognostiziert gleichzeitig: „Der Innenraum des Autos wird sich verändern. Derzeit gibt es unterschiedliche Ansätze bei den einzelnen Automobilherstellern. Während Tasten und Drehsteller immer mehr verschwinden, geht der Trend zu Touch-Funktionen, wie man sie aus dem Handy und dem Consumer-Bereich kennt.“

Diese neue Entwicklung kann der Branche sogar im Gegenteil einen neuen Schub verschaffen. Fahren Autos in Zukunft autonom, kann ein Auto als mobiles Büro fungieren. „Die Anzahl der Displays wird weiter zunehmen. Aktuell stellt die Ablenkung eine große Gefahr dar: Menschen tippen WhatsApp-Nachrichten während des Fahrens. Das ist gefährlich. Solche Ablenkungsfaktoren müssen beseitigt werden – Gestensteuerung, Zeigefunktion, haptisches Feedback über Ultraschall, veränderte Sitzpositionen. Das alles sind neue Themen, um solchen Ablenkungen etwas entgegenzusetzen und das Fahren sicherer zu machen“, weiß Prokurist Bernd Kuhlhoff.

Um jedoch weiterhin wettbewerbsfähig zu sein, ist auch BHTC, eine Tochter von Hella und Mahle, auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Gut ausgebildeten, kreativen und engagierten Ingenieuren hat das Unternehmen glänzende Zukunftsperspektiven, ein angenehmes Arbeitsklima, die Möglichkeit zur individuellen persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung und vieles mehr zu bieten: „Die Ingenieure können sich bei uns austoben. Es gibt kein Limit für neue Ideen. Wir betreiben Hightech“, sagt Christian Goebel, Personalleiter bei BHTC.

Innovativ und kreativ sollen die Ingenieure sein, um so außerordentliche Produkte, wie das Bedienteil des Porsche Panamera, zu entwickeln. „Es ist eines der komplexesten Bedienteile“, sagt Alexander Waldeyer, Leiter des technischen Marketings und des Patentwesens, „es verfügt über eine durchgängige Fläche ohne Tasten, aber mit haptischer Rückmeldung.“

Das Unternehmen will seinen Mitarbeitern den Arbeitsalltag jedenfalls so angenehm wie möglich machen. Eine Kantine kocht täglich frisch gesunde und leckere Mahlzeiten. Die sogenannten „Benchmark-Days“ ermöglichen es den Ingenieuren, eigene, aber auch fremde Produkte im echten Leben zu testen. Dafür werden Fahrzeuge und Wettbewerbsgeräte den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt, um in Vergleichsfahrten und technischen Analysen die Wettbewerbsfähigkeit der BHTC-Produkte zu gewährleisten.

Weltweit sucht die Firma nach den besten Köpfen, um ihre Standards zuverlässig halten zu können. So hat BHTC in Finnland ein neues Entwicklungszentrum gegründet und dort Ingenieure eingestellt, die vorher für den Weltkonzern Nokia gearbeitet und geballte Kompetenz ins Unternehmen gebracht haben. Auch im kalifornischen Silicon Valley ist das Unternehmen vertreten. Dort betreibt es Start-up-Scouting, um auf dem Laufenden zu bleiben, was zukünftige Entwicklungen im Bereich Technologie betrifft. Die visionäre Innovationskraft bei der Cockpitgestaltung der Zukunft wurde zuletzt vom Volkswagen-Konzern bestätigt: BHTC erhielt für die Funktionsentwicklung des haptischen Feedbacks im Central Information Display des neuen Audi A6 den Supplier Award im Bereich „Innovation & Technology“.

Die Nähe zu den beiden Mutterkonzernen Hella und Mahle trägt ebenfalls zum Unternehmenserfolg bei. „Das Marken-Image von Hella und Mahle ist exzellent“, so Christian Goebel. „Dennoch ist BHTC eine eigene Marke. Wir nutzen einige Synergien. Durch die unternehmerische Eigenständigkeit ist BHTC aber auch in der Lage, schnell und flexibel auf neue Trends zu reagieren.“ Diese schnellen Reaktionszeiten seien besonders wichtig, da alle paar Monate neue Entwicklungen auf den Markt geworfen werden. „Wir sind extrem entwicklungsgetrieben und leben von unseren Ingenieuren“, betont der Personalleiter.

Für neue Technologien hat BHTC massiv in den Hochtechnologie-Standort Lippstadt investiert. Insbesondere das Produktionsverfahren des Optical Bondings, zum Fügen des Deckglases auf ein Display, ist in Deutschland einmalig und hier hervorzuheben.

Die vollautomatische Klimabedienung war und ist hingegen ein Erfolgsfaktor für BHTC zur Technologieführerschaft. Hier liegen auch die Anfänge des Unternehmens. Durch die zunehmende Ausstattung von Fahrzeugen mit zwei- bis vierzonigen Klimatisierungen wurde ein kontinuierliches Wachstum erzielt. Die derzeit wohl beste Klimaregelung ist in der Mercedes-Benz S-Klasse zu finden. Dafür haben die BHTC-Ingenieure gemeinsam mit ihren Partnern von Daimler wochenlange Testfahrten durch alle Klimazonen weltweit durchgeführt.

Ausgabe 05/2018