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Jochen Brill Hallen- und Industriebau

Schweißtechnische Pionierarbeit

Seit über 40 Jahren baut die Jochen Brill Hallen- und Industriebau GmbH aus Lennestadt individuell konstruierte Industriehallen.



Was 1978 als Schweißbetrieb in einer kleinen Werkstatt in Attendorn begann, hat sich bis heute zu einem bekannten Player im Stahl- und Industriebau entwickelt, der sich deutschlandweit und auch im benachbarten Ausland einen guten Namen gemacht hat.

„Es ist unser eigener Anspruch an die hohe Qualität, die uns immer wieder aufs Neue antreibt“, bringt Rüdiger Otto, bei der Brill GmbH für IT und Organisation zuständig, die Firmenphilosophie auf einen einfachen und kurzen Nenner. Vor allem im Bereich der Schweißtechnik ist das Unternehmen ein absoluter Vorreiter. Seit mehr als fünf Jahren kooperiert man hier erfolgreich mit der Handwerkskammer Südwestfalen. „Brill ist ein absoluter Pionier, was die Umsetzung der neuen Normen für tragende Stahlbauobjekte angeht“, lobt auch Michael Allebrodt, stellvertretender Leiter der Schweißtechnischen Lehranstalt der Handwerkskammer Südwestfalen, den Ausbildungsstand des Unternehmens.

Seit 2014 zertifiziert Schweißfachingenieur Allebrodt im Auftrag der Zertifizierungsstelle ZDH-Zert GmbH aus Bonn die Brill GmbH, die mittlerweile im Lennestädter Ortsteil Grevenbrück ansässig ist, und kann bis dato ausnahmslos Positives berichten. „Die fürs Schweißen wichtigen Normen DIN EN 1090 und DIN EN ISO 3834 werden mustergültig umgesetzt“, ist Allebrodt voll des Lobes. „Auch die Qualifizierung der Mitarbeiter wird ständig weiter vorangetrieben.“

Qualifizierung in Theorie und Praxis

Zum Start der Kooperation hat Brill im Jahr 2014 damit begonnen, die eigenen Mitarbeiter in diversen schweißtechnischen Lehrgängen im Berufsbildungszentrum Arnsberg der Handwerkskammer Südwestfalen weiterzubilden. So können die Projektleiter Baustellen-Schweißnähte beispielsweise vor Ort mittels Sicht- oder Farbeindringprüfungen checken, da sie über entsprechende Qualifizierungen verfügen.

„Hier hat sich über die Jahre eine Partnerschaft auf Augenhöhe entwickelt“, verdeutlicht Schweißfachingenieur Thomas Rüenaufer, der bei Brill die gesamte Produktionstechnik verantwortet. „Die Fachleute aus Arnsberg helfen uns unkompliziert und schnell bei all unseren Fragen und Problemen.“ Aber auch umgekehrt fließt betriebliches Wissen zurück ins Berufsbildungszentrum Arnsberg, bbz. „Wir fertigen Unikate. Jede Halle ist anders. Da kommt es immer wieder zu neuen Situationen und Erfahrungen, die wir natürlich ebenfalls gerne weitergeben“, so Rüenaufer. „Außerdem verändern sich auch die Ansprüche am Markt ständig. Wir tauschen uns mittlerweile auch darüber aus, welche Lehrgangsangebote in der Zukunft für uns und die Branche wichtig sein könnten.“

Von all diesen Faktoren profitiert nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch die mehr als 100 Angestellten. „Unsere Mitarbeiter genießen große Wertschätzung. Weiterbildung wird hier ganz großgeschrieben“, macht Peter Heuel, Leiter der werkseigenen Produktionskontrolle, klar. Die Folge davon ist, dass es so gut wie keine Mitarbeiter-Fluktuation gibt. Zudem bildet der Betrieb permanent Lehrlinge aus, und auch Studenten haben immer wieder die Möglichkeit, ihre Bachelor- und Masterarbeiten im Unternehmen zu schreiben.

Startklar für die Zukunft

Neben der Mitarbeiterqualifizierung hat auf dem über 10.000 Quadratmeter großen Werksgelände mittlerweile auch die Digitalisierung Einzug gehalten. Bei den Mitarbeitern wird sie bereits seit Jahren gelebt und ständig weiter verbessert. „Seit 2011 widmen wir uns intensiv diesem Thema“, erklärt Organisationsleiter Otto. „Wir haben ein Dokumentmanagement-System eingeführt und sind auf allen Betriebsebenen digital unterwegs.“ Dabei wird vom Wareneingang über den Produktionsablauf bis hin zur Arbeitszeiterfassung für das Personal alles digital erfasst. Überall stehen Terminals, alles wird per Scanner erfasst. „Das ist für uns in mehrerlei Hinsicht eminent wichtig. Wir müssen im Schadensfall unsere Produktionskette lückenlos dokumentieren“, stellt Produktionsleiter Rüenaufer den praktischen Bezug her. „Durch die digitale Erfassung wissen wir immer ganz genau, wer wann was gefertigt hat, welcher Schweißer welches Stück verarbeitet hat und welche Materialien dabei wie und in welcher Menge verwendet wurden.“ Alles läuft in einem ERP-System zusammen und kann einfach über den PC abgerufen werden. „Wenn dann in ein paar Jahren ein Hallenanbau ansteht, habe ich alles binnen Sekunden dank unserer IT-Systemlandschaft wieder auf dem Schirm“, so Rüenaufer.

Damit ist die Jochen Brill GmbH schon jetzt auf einem Weg in eine erfolgreiche Firmenzukunft. Den nächsten 40 Jahren blicken die Verantwortlichen auf dem Werksgelände in der Grevenbrücker Industriestraße dementsprechend optimistisch entgegen.

Ausgabe 04/2018