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Campus Iserlohn der University of Applied Sciences Europe (Foto: 2009 Heinz Puzicha; LSG Menden)
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University of Applied Sciences Europe, Campus Iserlohn

Neuer Studiengang BWL dual

Dem Fachkräftemangel in der Region entgegenwirken.



Mehr als 150 Weltmarktführer mit hochspeziellem Know-how prägen unsere Region. Und in kaum einer anderen deutschen Region besteht ein so großer Bedarf an Fachkräften wie in Südwestfalen. Das Problem ist aber nicht der Bedarf, sondern der Mangel: Zum einen gibt es nicht genügend Bewerber und zum anderen sind manche dieser Interessenten nicht ausreichend qualifiziert. In ganz NRW werden in diesem Jahr circa 49.000 akademische Fachkräfte in allen Branchen gesucht. Davon alleine 26.000 im Bereich Unternehmensführung und Wirtschaftswissenschaften. Demgegenüber stehen zwar gut 100.000 Absolventen aller Fachrichtungen, die pro Jahr in NRW das Studium abschließen, allerdings kann der Bedarf kurzfristig nur teilweise durch diese Bewerber gedeckt werden. Gerade für Führungspositionen müssen Berufsanfänger erst weiterqualifiziert werden. Zudem ist es eine besondere Herausforderung, Absolventen an die Region zu binden, denn viele zieht es in Metropolen oder andere Bundesländer. An politisch motivierten Initiativen mangelt es hier nicht. Es zeigt sich aber, dass es sinnvoller ist, den akademischen Nachwuchs schon während des Studiums für einen Verbleib in der Region zu begeistern, als Absolventen aus anderen Bundesländern abzuwerben oder zurückzuholen. Wer seine Studienregion nicht nur im Hörsaal, im Labor, in der Mensa oder abends in der Kneipe kennengelernt hat, sondern ein Netzwerk in die Wirtschaft knüpfen und bereits konkrete Arbeitserfahrungen sammeln konnte, spielt eher nicht mit dem Gedanken, nach dem Studium weiterzuziehen, sondern bleibt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit in der Gegend. In der Praxis bestätigt sich das: In der Region verbleibende Studierende oder Rückkehrer sind die, die hier bereits Wirtschaftskontakte haben. Besonders auf die nachwachsende Generation der Familienunternehmer trifft dies zu. Hier kommen gute und hilfreiche Wirtschaftskontakte und familiäre Bande zusammen. Die Sogwirkung zurück in die alte Heimat ist umso stärker. Nicht familiär geführte Unternehmen hingegen, die Nachfolger oder Führungspersonal suchen, haben es in Südwestfalen umso schwerer. Ein duales BWL-Studium an der hier im Herzen der Region ansässigen Hochschule University of Applied Sciences Europe adressiert das Problem nun auf effiziente Art und Weise: In Rekordzeit von dreieinhalb Jahren erhalten die Studierenden neben neuesten betriebs- und volkswirtschaftlichen Kenntnissen tief gehendes Wissen über die Abläufe eines Industriebetriebes. Mit den zwei Abschlüssen Bachelor of Science und dem IHK-Abschluss Industriekauffrau/-kaufmann sind sie gerüstet für die Anforderungen der Industrie und die spätere Führungsrolle. Für die Unternehmen rund um Iserlohn und in Südwestfalen bietet sich damit eine Chance, durch die Präsenzzeiten im Betrieb schon während des Studiums starke Bande zu den Absolventen zu knüpfen und firmenspezifisches Know-how zu Produkten bereits in die Ausbildung einfließen zu lassen. Es entstehen verbindliche Kontakte. Jetzt, ein Jahr vor dem Start des neuen Studiengangs BWL dual, können sich interessierte Unternehmen als Kooperationspartner auch bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Studienganges einbringen und doppelten Nutzen aus der Kooperation ziehen: Absolventen mit passenden Studieninhalten oder sogar Schwerpunkten, die gleichzeitig geneigt sind, im Unternehmen zu verbleiben. Und mit etwas Glück kann damit nicht nur der Fachkräftemangel, sondern auch das Nachfolgeproblem vieler Unternehmer hier am Standort adressiert werden.

Ausgabe 08/2018