Performance Medien: Kein Blabla, sondern: Kontakte. Verkäufe. Online.

Performance Medien im Interview zu digitalem Vertrieb.
Die beiden Geschäftsführer Julian Schmidt und Robin Apel (v.l.) mit ihrer „Geldruckmaschine“ Online-Vertrieb
Die beiden Geschäftsführer Julian Schmidt und Robin Apel (v.l.) mit ihrer „Geldruckmaschine“ Online-Vertrieb
SWM: Was hat es mit der Gelddruckmaschine auf dem Cover auf sich?

  Julian Schmidt: Da wir vorrangig Unternehmer sind und anfangs selbst mit der Online-Welt zu kämpfen hatten, wissen wir ganz genau, was unseren Kunden wichtig ist – nämlich kalkulierbare Investments. Unser Ansatz ist die maximale Umsatz- und Gewinnsteigerung mit anfänglich minimalem Aufwand in den Online-Medien. Eine analytische, messbare und transparente Vorgehensweise ist daher der Grundpfeiler unserer Arbeit. Wir arbeiten analytisch ohne viel „Blabla“. Wir möchten mit nachvollziehbaren Ergebnissen überzeugen. Daher das etwas überspitzte Bild auf dem Cover.

SWM: Wenn ich euch also jetzt mein Produkt oder meine Dienstleistung nenne, könnt ihr mir sagen, was ich mit euch verdiene?

  Robin Apel: Nein, natürlich sind wir keine Hellseher. Deswegen haben wir eine Schritt-für-Schritt-Methode entwickelt, in der wir nach der Klärung von zwei grundlegenden Fragen bereits einen digitalen Vertriebsplan erstellen können, der Investition und Gewinn gegenüberstellt.

SWM: Das ist mal eine Aussage. Um welche Fragen geht es dabei?

  Robin Apel: „Gibt es einen digitalen Markt für das Produkt oder die Dienstleistung?“ und: „Wird das Produkt oder die Dienstleistung in diesem Markt angenommen?“ Können die beiden Fragen nach der Auswertung von Analysen und Kurztests mit Ja beantwortet werden, erstellen wir einen detaillierten digitalen Vertriebsplan. Der nötige Geldeinsatz und der Return on Investment, die Kapitalrendite, können so schon nach einer kurzen Testphase sehr genau aufgezeigt werden.

SWM: Und was, wenn eine der Fragen verneint wird?

  Robin Apel: Wird eine der Fragen verneint, können wir schnell die Notbremse ziehen und den Unternehmer vor bodenlosen Investitionen schützen. Wir wollen 100 Prozent unserer Kunden zum Erfolg führen. Wenn wir also kein Potenzial erkennen, empfehlen wir ganz klar, nicht zu investieren. Diese Transparenz ist für uns unerlässlich.

SWM: So eine Herangehensweise ist doch bestimmt nur im Produktverkauf an den Endkunden möglich, oder?

  Julian Schmidt: Das ist ein häufiges Vorurteil. Aber vor allem im Verkauf an andere Unternehmen (B2B) kann der digitale Vertriebskanal wertvolle Kontakte generieren. Hier wird enorm viel Potenzial verschenkt, wenn man seine digitale Chance nicht nutzt. Der Unterschied zum direkten Verkauf an den Endverbraucher liegt dann vor allem in der Zieldefinition: Kann ein Produkt oder eine Dienstleistung direkt online verkauft werden oder geht es um die Generierung von Kontakten?

SWM: Kann von eurer Leistung jeder profitieren?

  Julian Schmidt: Fast jeder. Der Rückgang der klassischen Vertriebswege betrifft natürlich jeden. Allerdings können wir nur Unternehmer unterstützen, die Innovation zulassen und auch bereit sind, in diese zu investieren. Spezialisiert haben wir uns aber vor allem auf den Mittelstand, also kleine und mittlere Unternehmen in Südwestfalen, die zurzeit Probleme mit ihren Online-Umsätzen haben oder online durchstarten möchten.

  SWM: Neben der Digitalisierung ist auch der Fachkräftemangel ein wachsendes Problemthema in unserer Region. Habt ihr da Lösungsansätze?

  Robin Apel:: In der digitalen Welt kann ein Jobangebot ähnlich wie ein Produkt oder eine Dienstleistung gesehen werden. Der Wert eines neuen Mitarbeiters kann ebenso wie der Wert eines Produktverkaufs berechnet und in einer Übersicht transparent mit den Investitionen gegenübergestellt werden. Da es schon jetzt schwer ist, die guten Mitarbeiter zu bekommen und zu binden, wird vor allem der digitale Kanal in Zukunft immer wichtiger. Fachkräfte suchen mittlerweile mehrheitlich online nach Jobangeboten.

SWM: Viele Unternehmen in der Region haben bisher trotz Investitionen online wenige Erfolge erzielt. Woran liegt das eurer Meinung nach?

  Julian Schmidt: Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen analysieren viele Unternehmen ihren Online-Markt nicht, sondern machen einfach etwas aus dem Bauch heraus. Es werden z.B. Social-Media-Kanäle ohne Planung und Kosten-Nutzen-Kontrolle angelegt oder teure Webseiten erstellt, die keinen einzigen Verkauf erzielen. Ein weiteres häufiges Problem ist die Kundenkommunikation. Man verliert sich in Fachjargon und betriebsinternen Produktabläufen, statt die Sprache des Kunden zu sprechen. Hinzu kommt das fehlende Know-how, das zu intransparenten Lockangeboten von dubiosen Agenturen oder der internen Umsetzung im Marketing mit gefährlichem Halbwissen verleitet.

  SWM: Was macht euch denn anders als diese dubiosen Agenturen?

  Julian Schmidt: Zum einen verzichten wir weitestgehend auf die Nutzung unverständlichen Fachvokabulars. Auch auf unserer Webseite ist als Erstes der Slogan „Kein Blabla“ zu sehen. Wir möchten, dass unsere Kunden unser Angebot, unsere Vorgehensweise und unsere Ergebnisse genaustens verstehen. Zum anderen arbeiten wir zu 100 Prozent transparent. Jeder Schritt und jedes Ergebnis werden genau protokolliert und abgestimmt. Investments, Risiko und Gewinne können jederzeit ehrlich abgeschätzt werden. Uns geht es dabei nicht darum, eine spezifische Dienstleistung wie Webentwicklung, Suchmaschinenoptimierung oder Anzeigenschaltung zu verkaufen, sondern einen individuellen Vertriebsplan zu erstellen und in Zusammenarbeit mit Fachpartnern umzusetzen. Wir verfolgen hier einen ganzheitlichen Ansatz.

SWM: Bei der großen Vielfalt von Agenturen sind viele Mittelständler überfordert. Wie trifft man da die richtige Auswahl?

  Robin Apel: Wir verstehen, dass es bei der stetig wachsenden Zahl von Agenturmodellen häufig zu Verwirrungen kommt. Bei unseren Kunden existiert idealerweise schon vorher eine Zusammenarbeit mit einer Marken- bzw. Kommunikationsagentur, die sich um das Markenbild und die Kommunikationsstrategie der Marke kümmert. Entweder integriert oder eigenständig gibt es dann die Werbeagentur, die sich um Webentwicklung, Druckartikel und Mediengestaltung kümmert. Zusätzlich gibt es viele Fachagenturen, die sich dann nur um einzelne Nischen wie Suchmaschinen-Optimierung oder Facebook-Werbung kümmern. Und es gibt uns als digitale Vertriebsagentur. Wir kommen dann ins Spiel, wenn bisher wenig oder noch keine Verkäufe bzw. Kontaktaufnahmen über die digitalen Kanäle stattfinden. Wir bauen dann auf die Arbeit der Hausagentur auf und optimieren produktspezifische Vertriebskanäle aus Kundensicht.

SWM: Viele kennen pf medien noch als Foto- und Filmproduktion. Was ist daraus geworden?

  Robin Apel: Das visuelle Marketing spielt nach wie vor eine große Rolle bei uns. Allerdings haben wir in der Vergangenheit festgestellt, dass es bei den meisten Kunden noch nicht der richtige Zeitpunkt für hoch qualitative Medien war. Es gab sowohl in der Kommunikation als auch im digitalen Vertrieb noch erhebliche Defizite. Das jetzige Geschäftsmodell ist die logische Konsequenz daraus.

Aus einer Foto- und Film-produktion wird eine Online-Marketing-Agentur.

Begonnen hat alles vor 35 Jahren, erst als Adabo GmbH und später dann als Pro Video und Fototeam GmbH. Der Schwerpunkt lag damals vor allem bei der Werbefotografie und Filmproduktion für den südwestfälischen Mittelstand. Performance Medien ist stolz darauf, sagen zu können, dass auch heute noch mit Kunden aus der Gründerzeit zusammengearbeitet wird. 2016 kam der Generationenwechsel im Unternehmen und damit auch der Wechsel ins digitale Zeitalter. Robin Apel hat die Agentur seines Vaters abgelöst und mit der Neugründung von pf medien neue Maßstäbe gesetzt. Der Fokus lag von nun an auf dem visuellen Marketing. Daraufhin begannen zusammen mit Julian Schmidt die ersten Versuche, die eigenen Leistungen online zu verkaufen, und die Seite vidodo.de wurde entwickelt. Das Konzept war, mit einem niedrigen Geld- und Zeitaufwand für den Kunden Erklärvideos zu produzieren, die per Online-Fragebogen in Auftrag gegeben werden konnten. Zu dem Zeitpunkt gab es eine große Nachfrage auf dem Markt.

Ergebnis dieser Idee waren hochwertige Videos, die im regionalen Vertrieb gut ankamen, aber online keinen Erfolg einbrachten. Die beiden Visionäre machten hier selbst die Erfahrung, dass ein großartiges Produkt und eine Webseite nicht ausreichen, um online erfolgreich zu sein. Im Anschluss an diese Erkenntnis wurde das Portfolio ausgeweitet, um den Kunden weitere Pakete anbieten zu können. Kunden sollten in Zukunft mehr Auswahl haben. So entstand die Webseite dein-verkaufsvideo.de. Auch dieses Mal erhielt das Team das gleiche Ergebnis wie zuvor: hohe Kundenzufriedenheit, aber keinen Online-Erfolg. Der Zeitpunkt war gekommen, hier etwas zu ändern. Weiterbildung stand von nun an auf dem täglichen Programm. Von Messebesuchen, Hörbüchern und Fachliteratur bis hin zu Workshops und Seminaren. Bis heute bleiben die Geschäftsführer und Mitarbeiter bei Performance Medien immer am Ball und sind der Meinung, dass man nie ausgelernt hat. Das Aha-Erlebnis aus dieser Zeit war, dass nicht unbedingt die Qualität des Produkts und der Medien zählen, sondern die zielkundenorientierten Inhalte und Abläufe. Diese zusammen mit hoher Erreichbarkeit sind die Grundlage für jeden Online-Erfolg.
Nach ersten Erfolgen, die für eigene Produkte erzielt wurden, wurde das Angebot der Agentur auch für Kunden ausgeweitet. Der Fokus liegt nun auf dem digitalen Vertrieb, ohne „Blabla“ mit 100 Prozent Transparenz und Leidenschaft. Performance Medien konnte in der Vergangenheit, aus unternehmerischer Sicht, genug Erfahrung mit eigenen Online-Projekten sammeln und hat so ein Gespür für die Probleme der Kunden entwickelt. Kontakte. Verkäufe. Online. Das ist das klare Angebot für die Kunden. Transparent, in verständlicher Sprache, mit berechenbarem Erfolg und Nutzen.

Performance Medien im Überblick:

- 10 Mitarbeiter - 15 inklusive der freien Mitarbeiter - Standort in Menden auf circa 800 qm Fläche - Neben vertrieblichen, redaktionellen und Online-Marketing-Fachkräften sind auch Fotografenmeister und Kameraleute an Bord - Web- und Grafikentwicklung über freie Mitarbeiter und Partnerunternehmen - 3 Foto- und Filmstudios

Geschäftsführer:

- Robin Apel (Eier legende Wollmilchsau, Fitnessfanatiker und bekennender Workaholic) - Julian Schmidt (Medizinmann des Unternehmens, Musikfanatiker, spricht fließend Excel)

So wird bei Performance Medien im „Sauerland Valley“ gearbeitet:

- mit voller Leidenschaft und mit Besessenheit zum Projekterfolg, am Puls der Zeit - mit flexiblen Arbeitszeiten - mit einem eigenen Kino inklusive Popcornmaschine und originalen Kinosesseln - mit 2 Bürohunden - mit heiß gelaufenem Kicker und Wii-Turnieren – nur wer einen freien Kopf hat, hat Platz für gute Ideen

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Ausgabe 10/2018

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