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Betriebsleiter Michael Förster-Vogel, Sabine Schmitt (Frau des Inhabers), Inhaber Achim Schmitt und Prokurist Markus Lennhoff (v.l.)
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Poly-Pack

Gefragt sind Systemlösungen

Achim Schmitt ist Inhaber und Geschäftsführer der Poly-Pack Verpackungs-GmbH & Co. KG in Iserlohn. Mit uns sprach er u.a. über die Vielfalt von Verpackungen und gelebte Nachhaltigkeit.



Bei Poly-Pack vergleicht man das Geschäftssystem mit einem „Systemlieferanten im Automotive-Bereich“. Der Geschäftsführer erklärt, was damit genau gemeint ist.

SWM: Herr Schmitt, Sie haben Ihre Produktpalette stark ausgebaut – was umfasst sie inzwischen?

Achim Schmitt: Poly-Pack hat sich in den letzten Jahren zu einem Systemlieferanten für Verpackungen entwickelt. Wir fertigen für Kunden aus vielen Branchen Kunststoff-Verpackungen wie Beutel und Säcke, Schrumpf- und Abdeckhauben, Abschnitte und Zuschnitte und bieten Schlauch- und Flachfolien sowie Produkte aus Spezialfolien. Dazu zählen neben Stretch-, Schaum- und Luftpolsterfolien auch technisch anspruchsvolle Mehrschichtfolien mit speziellen Zusätzen, wie etwa VCI zum Korrosionsschutz oder ESD gegen elektrostatische Entladung. Darüber hinaus umfasst unsere Produktpalette auch Kartonagen, Klebe- und Umreifungsbänder, Betriebshygiene-Produkte sowie Handschrumpf-, Schweiß- und Drillgeräte und einiges mehr.

SWM: Was bedeutet die Bezeichnung Systemlieferant in Ihrem Fall konkret?

Achim Schmitt: Als Reaktion auf den in den letzten Jahren immer stärker gewordenen Wunsch der Kunden nach Verpackungslösungen aus einer verlässlichen Hand haben wir die strategische Entscheidung getroffen, eine breite Palette von Verpackungen zu liefern. Unser Geschäftssystem ist vergleichbar mit einem Systemlieferanten im Automotive-Bereich, der nicht nur einzelne Teile, sondern Komponenten liefert, besonders eng mit dem Kunden zusammenarbeitet und für ihn bevorratet, um schnell liefern zu können. So bieten wir unseren Kunden das umfangreichste Polyethylen- oder kurz PE-Programm in Nordrhein-Westfalen. Am neuen Standort haben wir dafür optimale Bedingungen geschaffen. Mit unserem großen Lager sind wir oft viel schneller lieferfähig als andere und können mit unserem flexiblen Maschinenpark maßgeschneiderte Verpackungslösungen fertigen.

 

SWM: Sie sind seit zwei Jahren an einem neuen Standort. Was hat sich geändert?

Achim Schmitt: Ganz viel! Was viele Unternehmen vor uns erlebt haben, nämlich, dass Produktion, Lager und Verwaltung im Laufe der Zeit viel zu klein wurden und nicht weiter ausgebaut werden konnten, ist nun Vergangenheit. Wir konnten den neuen Standort optimal für unsere Anforderungen konzipieren. Die Produktion am neuen Standort ist geräumig und hell. Eine neue, überbreite Maschine zur Konfektionierung großer Hauben bis vier Meter Gesamtbreite ist dazugekommen, die bisher nur wenige Anbieter in Deutschland im Einsatz haben. Eine Seitennahtmaschine zur Fertigung schmaler Beutel wird folgen. Das schon zuvor große Lager wurde nochmals um mehr als 50 Prozent aufgestockt. Die großzügig angelegten Räume wirken freundlich und tragen dazu bei, dass die Mitarbeiter sehr gerne hier arbeiten. Es ist erstaunlich, wie sehr eine gute Arbeitsatmosphäre Menschen beflügelt.

 

SWM: Bei Plastik denken viele sofort an die Umwelt – wie gehen Sie mit diesem Thema um?

Achim Schmitt: Wir können es leider nicht verhindern, dass in anderen Ländern viel Plastikmüll ins Meer gelangt. Um das zu ändern, müssen europäische und weltweite Lösungen gefunden werden. Interessanterweise ist Polyethylen nämlich sehr umweltfreundlich. Rohstoffeinsatz, Schadstoffausstoß und Energieaufwand bei der Herstellung, Wasserverbrauch, Gewicht und Raumbedarf auf Deponien sind bei PE-Folien viel geringer als bei vergleichbaren Materialien. Wir setzen als Unternehmen schon seit Langem ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 um. Weil uns die Nachhaltigkeit sehr wichtig ist, haben wir den neuen Standort nach modernster Umwelttechnik ausgerichtet, u.a. mit einer Photovoltaik-Anlage der neuesten Generation. Auch in puncto Heizung, Belüftung, Beleuchtung, Naturstrom-Verbrauch und Recompound-Einsatz leisten wir einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

SWM: Wie lautet Ihre Unternehmensphilosophie?

Achim Schmitt: Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Das ist unser Kernsatz, dieser gilt sowohl nach innen wie nach außen. Das meinen wir wirklich so, und daran wollen wir uns messen lassen. Kundenorientierung, Qualitätsorientierung, Umweltorientierung und Werteorientierung sind die vier Säulen unserer Unternehmensidentität. Zur Werteorientierung gehören soziales Engagement und u.a. eine Kooperation mit einer Einrichtung, die Menschen mit Handicaps eine berufliche Perspektive bietet.

SWM: Herzlichen Dank für das Gespräch.

Daniel Boss | redaktion@suedwestfalen-manager.de

Ausgabe 05/2018