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Neubau der Produktionsstätte in Eppingen im Kraichgau
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AST Kunststoffverarbeitung

Auf Wachstumskurs

AST Kunststoffverarbeitung investiert 30 Millionen Euro.



Von Behältern für Lebensmittel bis zu Gefahrgut reicht die Palette der Verpackungen, die die Firma AST, ein mittelständischer Betrieb der Kunststoff verarbeitenden Industrie aus Erndtebrück, produziert. Dazu gehören Fässer, Kanister, Zubehör und seit Neuestem auch kompakte Flaschen, in denen z.B. Motoröl abgefüllt wird.

Seit mehr als 40 Jahren, genauer gesagt: seit 1977, besteht der inhabergeführte Familienbetrieb, der einen Jahresumsatz von 140 Millionen Euro macht und nun kräftig investieren will: Für 15 Millionen Euro werden die beiden Geschäftsführer Dirk und Jörg Strohmann eine neue Produktionsstätte in Eppingen im Kraichgau (Baden-Württemberg) bauen. Auch Teile der Produktion sollen dorthin ausgelagert werden. „Das bedeutet aber nicht, dass wir hier Arbeitsplätze abbauen“, betont Verkaufsleiter Henrik Zepp. „Erndtebrück bleibt unser zentraler Standort.“ Hier sind 185 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2018 sollen insgesamt 30 Millionen Euro in verschiedene Projekte investiert werden. Der Standort im belgischen Hoogstraten bekam eine neue Halle und „auch die stetige Modernisierung des Maschinenparks kostet“, erklärt Dirk Strohmann.

Die Kundschaft von AST sitzt in ganz Europa – aber auch in der unmittelbaren Region, wie in Siegen, Freudenberg oder Feudingen. Der gute Kontakt zu der Kundschaft ist es, der einen großen Teil des Unternehmenserfolgs ausmache: „Wir sind ein familiengeführtes Unternehmen mit kurzen Entscheidungswegen“, erklärt Dirk Strohmann. Das komme gut bei den Kunden an, die sich bei AST gut betreut und aufgehoben fühlen.

Aber auch die beste Firma kann nur erfolgreich sein, wenn entsprechende Fachkräfte mitarbeiten. Das Unternehmen sucht ständig Elektroniker, Programmierer und Konstrukteure, die Spaß an der Entwicklung haben und sich engagieren wollen. Passende Fachkräfte, auch für den Bereich der Produktion, zu finden sei derzeit gar nicht so einfach in Deutschland.

Dabei kümmert sich das Unternehmen auch selbst um seinen Nachwuchs: Seit zwei Jahren kooperiert AST mit der Erndtebrücker Realschule. Mit Werksführungen, aber auch Schulpraktika will der Betrieb junge Menschen für sich gewinnen und von einer Ausbildung bei AST überzeugen. Dabei werde auch im kaufmännischen Bereich ausgebildet.

Rund 340 Mitarbeiter sind insgesamt im Einsatz für das Unternehmen, das europaweit Kunststoff-Kanister und -Fässer mit Gefahrgut-Zulassung produziert und sich stolz Marktführer nennen darf. Beliefert werden sowohl Kunden der chemischen Industrie als auch von Nahrungsmittel- und Getränkeherstellern im In- und Ausland. Die Größe der Behälter reicht dabei von 250 Millilitern bis zu 220 Litern. Neben der Firmenzentrale in Erndtebrück verfügt das Unternehmen über Fertigungsstätten in Eppingen, Hoogstraten (Belgien), Nijverdal (Niederlande) und in Wrexham (Großbritannien). In Sulecin in Polen hat AST seit 2008 eine Niederlassung, um den osteuropäischen Markt zu betreuen. Manuela Lieflaender | redaktion@suedwestfalen-manager.de

Ausgabe 05/2018