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Teilnehmer der Erstveranstaltung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Siegen

„Digitalisierung“ in Südwestfalen angekommen

Über 200 Interessierte nehmen an der Eröffnungsveranstaltung des Mittelstand 4.0- Kompetenzzentrums in Siegen teil



Das Thema „Digitalisierung“ ist in Südwestfalen angekommen. Das zeigte die Eröffnungsveranstaltung zum neuen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum der Uni Siegen in den Räumen der IHK. Über 200 Interessierte hatten sich angemeldet, darunter zahlreiche Vertreter mittelständischer Unternehmen. „Wie kann Wissen im Betrieb weitergegeben werden? Das ist eine der Fragen, die viele Mittelständler beschäftigen und bei denen digitale Technologien helfen können“, sagte Dr. Thomas Ludwig, Geschäftsführer des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Siegen, im Rahmen der Eröffnung. Ihm und seinen Kollegen ist es besonders wichtig, die Mitarbeiter/-innen in den Unternehmen bei anstehenden Digitalisierungsprozessen mitzunehmen.
Ein Ansatz, den auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausdrücklich unterstützt. „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft, deshalb muss die Digitalisierung bei jedem Mittelständler ankommen“, erklärte Staatssekretär Dirk Wiese in seinem Eröffnungsvortrag. Die Digitalisierung sieht er als wichtigsten Innovationstreiber unserer Zeit. Auf die Ängste, die mit dem Thema Digitalisierung verbunden sind, ging der Präsident der NRW-Metallarbeitgeber, Arndt Kirchhoff, ein: „In der digitalisierten Produktion werden vielleicht nicht mehr so viele Mitarbeiter an den Maschinen gebraucht – dafür aber umso mehr Menschen, die die Prozesse steuern.“ Die Digitalisierung koste insofern keine Arbeitsplätze, sondern verändere sie, erklärte Kirchhoff und appellierte, eben keine Angst zu haben. „Es geht nicht darum, alles Alte zu ersetzen. In den kommenden Jahren werden Unternehmer das Beste aus zwei Welten verbinden – der physikalischen und der virtuellen. Dabei müssen die Menschen im Mittelpunkt stehen, denn sie bringen die Leistung.“

Ausgabe 02/2018