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Guido Müller, Stefan Löcker, Jan Osterrath, die Referentin Professorin Gertrud Höhler, Rüdiger Stein, Landrätin Jutta Capito, Bürgermeister Steffen Mues und Simone Mateddi (v.l.)

„Die Politik gibt nur den Rahmen“

Familienunternehmen diskutieren über die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland



Starker Zuspruch beim Jahresempfang der Familienunternehmer und der jungen Unternehmer: Der große Saal im Haus der Siegerländer Wirtschaft war gut gefüllt, viele Unternehmer und geladene Gäste waren der Einladung des Verbandes gefolgt, darunter auch die stellvertretende Landrätin Jutta Capito, Siegens Bürgermeister Steffen Mues und IHK-Präsident Felix G. Hensel.
Verbandsvorsitzender Rüdiger Stein ging in seiner Begrüßung auf die Aufgaben für den Wirtschaftsstandort Deutschland ein. Er bezweifelt, dass die geplante Große Koalition dafür die richtigen Lösungen bereithält. Sowohl er als auch die Gastreferentin des Abends, Professorin Gertrud Höhler, vermissen bei den derzeitigen Akteuren eine „Dynamik, die man in anderen Ländern spüre“. Zum Abschluss seiner Rede konnte Rüdiger Stahl mit Christine Hain-Stühn, Achim Winkel und Guido Müller drei neue Vorstandskollegen für den Verband vorstellen und begrüßen. Bürgermeister Steffen Mues erklärte sich in seinem Grußwort solidarisch mit den anwesenden Unternehmern. Mit dem neuen Bauabschnitt im Industriegebiet Martinshardt im Leimbachtal konnte er auch konkret über positive Ergebnisse berichten. Besonderes Interesse fand der pointierte Vortrag von Professorin Gertrud Höhler. Sie ermahnte die anwesenden Unternehmer, sich stärker in die wirtschaftspolitische Arbeit für Deutschland einzubringen. „Die Politik gibt nur den Rahmen, ausgestalten müssen wir diesen selbst.“ Während die Nachbarn Frankreich und Österreich mit Emmanuel Macron und Sebastian Kurz auf politische Newcomer mit Ausstrahlungskraft setzen, spüre man in Deutschland die politische Dämmerung. Die wirtschaftliche Stärke in Deutschland sieht sie in Gefahr, wenn eine planwirtschaftliche Politik von Sozialpolitikerinnen, wie Andrea Nahles oder zukünftig auch Annegret Kramp-Karrenbauer,
forciert würde.

Ausgabe 02/2018