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Die KAMAT-Spezialpumpen werden ausschließlich in Witten gefertigt Foto: Hermann Willers
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KAMAT

Wittener Hochdrucktechnik weltweit im Einsatz

Wie aus einem mittelständischen Unternehmen ein „Hidden Champion“ wurde.



Mit seinen 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an zwei Standorten im Industriegebiet „Salinger Feld“ im Wittener Stadtteil Annen beschäftigt sind, hat sich das 1974 von Karl Sprakel gegründete Unternehmen zum Weltmarktführer im Bereich der Hochdrucktechnik für Flüssigkeiten entwickelt. Mit ihren Spezialpumpen ist die KAMAT GmbH & Co. KG auf allen Erdteilen vertreten. Sie sorgen in riesigen Schachtanlagen in den USA, in China oder Russland für den nötigen Druck in den Hydraulikanlagen. „Doch das ist nur ein Teil unseres Portfolios“, sagt Jan Sprakel, geschäftsführender Gesellschafter des Familienbetriebs. Seit 2001 ist der 52-Jährige hier als Geschäftsführer tätig. Seit 2012 hat er auch die Anteile des Unternehmens von seinem Vater übernommen. „Ein weiteres wichtiges Standbein ist die Hochdruckreinigung, die zum Beispiel zur Reinigung von Start- und Landebahnen auf weltweiten Flugplätzen, zur Sanierung von Betonbauten oder auf Schiffswerften eingesetzt wird. Und das mit bis zu 3.500 Bar Druck. Aber auch in der Prozesstechnik ist KAMAT weltweit vertreten.“ Besonders stolz ist man bei KAMAT auf die Tatsache, dass alle Komponenten „Made in Germany“ sind und mitten im Ruhrgebiet produziert werden.

Von Witten aus in die Welt

Als führender Systemlieferant von Hochdrucktechnik für Flüssigkeiten ist die KAMAT GmbH & Co. KG auf hochqualifiziertes Personal angewiesen. „Aus diesem Grund bilden wir unseren beruflichen Nachwuchs gerne selbst aus“, erklärt der Geschäftsführer und setzt dabei nicht nur auf die gesellschaftspolitische Verantwortung des Familienunternehmens. „Bereits in ihrer Lehre werden die vier jungen Leute, die derzeit im gewerblichen Bereich ausgebildet werden, zu Experten qualifiziert. Unsere Bearbeitungstechnik der Spezialstähle ist sehr kompliziert. Da ist es wichtig, dass sie von der Pike auf erlernt wird. Nach der erfolgreichen Gesellenprüfung streben wir immer eine Übernahme an. Auch das gehört zu unserer Firmenphilosophie.“

Um den ständig wachsenden Ansprüchen des Weltmarktes gerecht werden zu können, setzt das Unternehmen auf die Fort- und Weiterbildung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Da wir international aufgestellt sind, müssen unsere Leute natürlich Englisch sprechen können“, sagt Jan Sprakel. „Aus diesem Grund bieten wir Englischunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene an.“ Des Weiteren haben Fachkräfte die Möglichkeit, sich zum Meister oder Techniker zu qualifizieren. „Wir übernehmen die Hälfte der Kosten.“

Als Familienunternehmen legt die KAMAT GmbH & Co. KG größten Wert auf die Themen Respekt, Verantwortung und Gleichberechtigung. „Als Geschäftsführer bin ich nur einer unter vielen“, bringt es der Maschinenbauingenieur in Sachen sozialer Kompetenz auf den Punkt. „Jeder einzelne unserer Beschäftigten trägt zum internationalen Erfolg unseres Unternehmens bei. Das geht aber nur, wenn man sich gegenseitig respektiert. Obwohl bei uns über zehn Nationalitäten arbeiten, sprechen wir doch eine gemeinsame Sprache. Und die bringt unseren nachhaltigen Erfolg.“ Hinzu kommen die vielen unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten für qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Arbeiten bei KAMAT so attraktiv machen. Holger Bernert | redaktion@revier-manager.de

Ausgabe 06/2018