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Foto: Gerd Lorenzen
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Borowski

Umweltfreundliche Unabhängigkeit

Mit moderner Solartechnik lassen sich Firmen- und Privatimmobilien effizient und umweltfreundlich mit Strom versorgen. Auf lange Sicht ist die Sonne auch ein sehr ertragreicher Energielieferant.



Als die Solarenergie zu Beginn des Jahrhunderts ihren großen Boom erlebte, wollten viele Unternehmer und Privatnutzer mit der Einspeisung selbst erzeugter Energie in die Stromnetze schnell eine hohe Rendite erzielen. „Da haben sich in den letzten Jahren die Vorstellungen aber deutlich verschoben“, erläutert Markus Borowski. Der Essener Solarexperte weiß aus vielen Kundengesprächen und Aufträgen, dass heute die Rendite nicht mehr das wichtigste Argument für den Kauf und Betrieb einer Solaranlage auf dem Dach ist. „Jetzt ist es mehr der Wunsch nach Unabhängigkeit von der Energiepreisentwicklung, der unsere Kunden motiviert, denn mit der Stromproduktion auf dem Dach lässt sich ja nicht nur die eigene Immobilie autark versorgen.“ Wer seinen Betrieb zudem langfristig auf Elektromobilität umstellt, spart weiterhin auch erheblich an Kraftstoffkosten: „Außerdem profitiert von moderner Solartechnik unsere Umwelt unmittelbar.“

Markus Borowski rechnet am Beispiel eines durchschnittlichen Firmenkunden ein einleuchtendes Modell vor: „Um einen jährlichen Strombedarf von 20.000 Kilowattstunden zu decken, installieren wir bei einem Kunden z.B. Solarmodule für rund 30 kW. Bei durchschnittlichen Arbeitszeiten zwischen 8 und 18 Uhr wird der Kunde rund 50 Prozent des produzierten Stroms direkt selbst in den Büros und Produktionsräumen verbrauchen und spart hier sofort die Energiekosten. Mit der anderen Hälfte kann er E-Autos laden, den Strom zwischenspeichern oder ihn aber verkaufen und in das Stromnetz einspeisen.“ Die Anschaffungskosten der Anlage von 40.000 bis 45.000 Euro amortisieren sich nach der Berechnung des Experten in sieben bis zehn Jahren, wobei die Lebensdauer der Solaranlage mit der drei- bis vierfachen Zeit ein Erfolg versprechendes und sehr umweltfreundliches Modell ergibt. Die jährlichen Wartungs- und Instandhaltungskosten sind dabei gering.

Qualität und Serviceorientierung

Dass die Solartechnik auf lange Sicht eine wichtige Größe im Energiemix werden würde, hatte Markus Borowski bereits im Gefühl, als er Ende der 90er-Jahre das Elektrounternehmen des Vaters übernahm. War die Firma zuvor auf die Installation von Kabelfernsehanlagen und Satellitentechnik spezialisiert, kam mit den Solarpanels ein weiteres Standbein hinzu: „Damit sind wir unserem Know-how als Installationsexperten auf dem Dach treu geblieben“, betont Markus Borowski, auch wenn für die moderne Digitaltechnik keine Antennen mehr auf den Hausdächern stehen müssen. Aber die Montage von Satellitenschüsseln und die Verlegung von Glasfaserkabeln, über die heute auch Internet- und Telefonanschlüsse laufen, machen noch immer rund die Hälfte
des Firmenumsatzes aus.

Bei der Solartechnik hat Markus Borowski in den letzten Jahrzehnten schon so manches Auf und Ab erleben müssen. Waren es zunächst die chinesischen Billigimporte, die bei den Solarpanels den europäischen Markt fluteten, griff später die Politik mit Schutzzöllen und gesetzlichen Vorgaben ein. „Wir haben uns aber in allen Solarkrisen mit unserer klaren Maxime behauptet – und zwar mit Qualität und Serviceorientierung.“ Um diese Positionierung auch gegenüber heutigen Billiganbietern deutlich herauszustellen, gründete Markus Borowski die eigene Marke „Der Solarbauer“. „Bei uns geht es nicht um Preiskampf, sondern um Beständigkeit und Zuverlässigkeit.“ Darum arbeitet Der Solarbauer nur mit Herstellern zusammen, die sich als Qualitätshersteller am deutschen Markt etabliert haben und damit auch langfristige Partner für Wartung und Instandhaltung der installierten Systeme sind. Emrich Welsing | redaktion@revier-manager.de

Ausgabe 05/2018