Harmuth Entsorgung: Spannende Berufe und krisensichere Jobs

Dienstleistung und Service stehen an erster Stelle bei Harmuth Entsorgung. Superheld/in ist kein Ausbildungsberuf.
(© Eva Czaya)
(© Eva Czaya)
„Man wächst mit seinen Aufgaben. Ich hätte niemals gedacht, dass ein Job im Kaufmännischen so vielseitig ist. Meine Ausbildung gefällt mir richtig gut und die Zeit ist vergangen wie im Fluge.“ Emre Kilav wird dieses Jahr seine Ausbildung bei der Harmuth Entsorgung GmbH abschließen und macht einen selbstbewussten Eindruck. Dazu hat der junge Mann auch gute Gründe, denn er darf damit rechnen, dass er übernommen wird. Am liebsten in der Disposition. Wenn es ums Organisieren der Fahrzeuge und die Planung der Einsätze und Aufträge geht, ist der 23-Jährige so richtig in seinem Element. Zukunftsängste wegen der Pandemie? Nein, die hat der Essener nicht.

Hoher ökologischer Standard

Einen krisensicheren Job in einer schwierigen Zeit finden – ist so etwas überhaupt möglich oder völlig utopisch? Ja, das ist es, wenn man genau hinschaut und auch einmal über den Tellerrand hinausschaut. Gerade, wenn es um die berufliche Zukunft und die Wahl des passenden Ausbildungsberufs geht. Die Redaktion hat nachgefragt, wie es um die Entsorgungsbranche steht. „Unser Geschäft ist der Abfall. Diese Branche wird immer wieder zu Unrecht in eine Schmuddelecke gestellt, dabei hat sie einen festen Platz in der Gesellschaft. Wir halten die Umwelt sauber und geben vielen Menschen Arbeit“, sagt Britta Harmuth. Die Geschäftsführerin der Firma am Essener Stadthafen hat mittlerweile rund 160 engagierte Mitarbeiter unter sich. Als zertifiziertes, inhabergeführtes Traditionsunternehmen mit einem hohen ökologischen Standard ist das gesamte Team dem Wohl von Mensch und Umwelt verpflichtet. Abfall, so Harmuth, habe viele verschiedene Gesichter: Papierberge, Bauschutthalden, Metalllager, Grünabfälle, Holz oder Folien. Das zum Beispiel wird auf dem 132.000 Quadratmeter großen Gelände sortiert und wieder in wertvolle Rohstoffe recycelt.

Fachliche Weiterentwicklung

„In aufwendigen Sortierverfahren trennen wir hier Verwertbares von nicht Verwertbarem und bereiten verschiedene Stoffe zu neuen, marktfähigen Produkten auf, zum Beispiel sortenreine Metalle, Kunststoff- und Mineralgranulate, Papiere, Brennstoffe und vieles mehr“, erklärt Elisa Sophie Godfrin, die mittlerweile im Marketing und Vertrieb tätig ist. Auch sie hat bei Harmuth ihre Ausbildung gemacht, ebenso wie ihre Kollegin Sina Ellebracht, die nun im Rechnungswesen ihren Platz gefunden hat. Warum beide dem Unternehmen die Treue gehalten haben? „Es ist eine sichere Branche und das Thema Müll ist sehr facettenreich“, sagt Ellebracht. „Es macht Spaß, in einem Familienunternehmen zu arbeiten. Hier herrscht eine freundliche und offene Arbeitsatmosphäre. Die fachliche Weiterentwicklung wird großgeschrieben“, erläutert Godfrin. Die beiden haben eine klassische Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolviert. Ebenso wie Stefan Tanneberger, der noch in der alten Firmenzentrale am Mülheimer Standort an der Geitlingstraße gelernt hat, als dieser Beruf noch Bürokaufmann hieß. „Der Name Harmuth ist ein Begriff für die Mülheimer. Alles war sehr familiär dort und viel kleiner als hier in Essen. Es ist sehr spannend, die Entwicklung und das Wachstum mitzuerleben. Man ist hier sehr flexibel, das wissen die Kollegen auch alle zu schätzen. Die Arbeit soll ja schließlich Spaß machen.“ Der 35-Jährige erkannte schnell, was ihm besonders gut lag: der Umgang mit Zahlen zum Beispiel. Telefonieren hingegen zählte nicht zu seiner Lieblingsbeschäftigung. So ist er nun in der Lohnbuchhaltung tätig und glücklich mit „seinen“ Themen.

Hands-on-Mentalität

Die Personalentwicklung und Ausbildung wird bei Harmuth großgeschrieben. Seit letztem Jahr kümmert sich Amarildo Gjillani um die beiden Azubis für den kaufmännischen Bereich. Auch die Berufsschule hat er dabei stets im Blick und lässt seine Schützlinge nicht im Regen stehen, sondern vermittelt Nachhilfe bei Defiziten oder Prüfungsvorbereitungskurse, wenn es mal nicht so rund läuft mit der Theorie. „Schulnoten haben bei uns nicht die erste Priorität, sondern das Interesse am Unternehmen und Hands-on-Mentalität und Zuverlässigkeit.“ Sein Tipp: ein Schnupper- oder Schülerpraktikum absolvieren. Da sich viele junge Menschen gerade mit Umweltthemen beschäftigen und sich sehr engagieren, sei Harmuth genau der richtige Ausbildungsbetrieb. „Recycling ist heute für die Umwelt so unverzichtbar und das kann man mit einer Ausbildung bei Harmuth ganz hautnah erleben.“

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Egal ob Azubi oder ausgelernte Fachkraft, für sie alle steht der Service-Gedanke im Vordergrund. Darum kümmern sich die Außendienstler ebenso wie die Fachleute am Telefon. Das reicht von der Größenberatung für den Container über die benötigte Aufstellgenehmigung bei der Stadt, wenn öffentliche Flächen gebraucht werden, bis hin zum Beratungstermin vor Ort, welcher Container der richtige ist. Dies berichten Saskia Howahl und Celina Landsberg im Gespräch mit der Redaktion. Die jungen Mütter sind nach der Schwangerschaft ins Unternehmen zurückgekehrt und arbeiten nun in Teilzeit in der Auftragsannahme und in der Faktura beziehungsweise im Vertrieb. Beide sind 27 Jahre alt und freuen sich, dass sie diese Möglichkeit haben: „Familie und Beruf lassen sich hier sehr gut vereinbaren.“ An die Ausbildung denken sie gerne zurück und würden es jedem empfehlen, der sich für Service- und Umweltthemen interessiert. Ihr Tipp: „Wer gerne im Büro arbeitet, sollte gut mit Kunden umgehen können, über diplomatisches Geschick verfügen und auch auf Unwägbarkeiten reagieren können.“ Das mittelständische Recycling- und Entsorgungsfachunternehmen wird seit 1966 von Familienhand geführt und beschäftigt derzeit rund 160 Mitarbeiter. Zum 1. August 2021 werden drei neue Azubis eingestellt: Kauffrau/-mann für Büromanagement, Industriekaufmann/-frau und Kfz-Mechatroniker/in. Wer über Fachabitur oder Realschulabschluss verfügt, kann die dreijährige Ausbildung entsprechend verkürzen
Fragen dazu beantwortet Amarildo Gjillani unter gjillani@harmuth-entsorgung.de. Schüler- und Schnupperpraktikanten sind ebenfalls willkommen.

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Ausgabe 01/2021

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Harmuth Entsorgung

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45356 Essen
Telefon:0201 43793-0
Fax:0201 4379-106

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