Autark: Wirtschaftskrimi in Duisburg

Erneut Insolvenzen und Betrugsvorwürfe
Stefan Kühn
Stefan Kühn
Das Musical Wallace, das Theater am Marientor und die Betreibergesellschaft Autark sind pleite. Der bereits 2010 wegen Untreue verurteilte Stefan Kühn schickt weitere Unternehmen in die Insolvenz und muss sich erneut mit Betrugsvorwürfen auseinandersetzen.
Nach der Insolvenz des Theaters am Marientor Ende Oktober und der Absage der für den 14. November geplanten Weltpremiere des Musicals „Wallace“ hat wohl auch die Betreibergesellschaft, die Autark Entertainment Beteiligung Holding AG, am vergangenen Montag Insolvenz angemeldet. Dies wurde der Redaktion des REGIO MANAGER bereits am letzten Freitag in einer einzeiligen E-Mail-Nachricht mitgeteilt: „…leider müssen wir Ihnen mitteilen das die Firma Autark Entertainment Beteiligung Holding am Montag einen Insolvenzantrag stellen muss.“ Vom zuständigen Insolvenzgericht konnte dies heute weder bestätigt noch dementiert werden.
Stefan Kühn, bzw. Dr. Stefan Kühn, geb. Koschate bzw. Stefan Koschate ist bei diversen Staatsanwaltschaften und Gerichten in Deutschland und der Schweiz kein Unbekannter. Im Jahr 2010 wurde er bereits wegen Untreue in 68 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 2 Monaten verurteilt. Damals hatte er zusammen mit seinem Kompagnon Torsten Schardt, der wie Kühn im Siegerland geboren wurde, Kapitalanleger mit einem undurchsichtigen Firmengeflecht um mehrere Millionen Euro erleichtert. Die zweifelhaften Aktivitäten der beiden Vorbestraften begannen aber bereits im alten Jahrtausend, daher sind sicherlich noch viel mehr Anleger betroffen.
Gute Absichten verfolgte Kühn mit dem Theater und dem Musical vermutlich schon lange nicht mehr. So warnte die Stiftung Warentest (Finanztest) schon 2017 vor weiteren Einzahlungen und berichtete, dass mehrere Tausend Anleger vermutlich ihre Einzahlungen in Höhe von rund 50 Millionen Euro abschreiben könnten.
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Ausgabe 07/2019