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Harmuth Entsorgung: Burn-out, Mobbing, Bossing

Der Teufelskreis am Arbeitsplatz.
Die Mitarbeiter haben Spaß beim Sport und können den Arbeitsalltag für einen Moment vergessen
Die Mitarbeiter haben Spaß beim Sport und können den Arbeitsalltag für einen Moment vergessen
Wie schlimm und kraftraubend eine psychische Erkrankung ist, hat Britta Harmuth, Geschäftsführerin der Firma Harmuth Entsorgung, am eigenen Leib erfahren müssen. Auch sie erkrankte 2008 an einer Depression. Sie weiß, wie hilflos man sich fühlt, und auch, wie schwer es ist, sich überhaupt erst einmal einzugestehen, dass man krank ist. „Es gehört viel Mut dazu, offen mit seiner Erkrankung umzugehen“, so Britta Harmuth. Heute geht es ihr gut, sie ist gestärkt aus den Krisenzeiten hervorgegangen. „Um gesund zu werden, muss man sich seinen Problemen stellen, gewisse Dinge ändern und vor allem die für einen selbst passende Hilfe suchen und annehmen.“ Es ist nun an der Zeit, anderen Mut zu machen und vor allem zu helfen. „Das Wohl unserer Mitarbeiter liegt mir am Herzen, wir sind ein Familienunternehmen und der Großteil der Mitarbeiter geht bereits seit vielen Jahren mit uns durch dick und dünn, wir sind sozusagen eine große Harmuth Family“, schmunzelt Britta Harmuth. Die Dunkelziffer von psychischen Erkrankungen ist sehr hoch. Kaum jemand traut sich in die Offensive zu gehen, kaum jemand traut sich, darüber zu sprechen. In der Gesellschaft sind psychisch bedingte Krankheiten noch längst nicht anerkannt, zumindest nicht so, wie es sein sollte. Niemand sollte sich dafür schämen, niemand sollte weiter schweigen. Eine Depression ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Die Haltung der Gesellschaft noch lange nicht angemessen. Betroffene werden nicht ernst genommen, ihre Erkrankung wird verharmlost. Harmuth hilft Doch Harmuth setzt auf präventive Maßnahmen. Bereits seit mehreren Jahren finden zweimal wöchentlich Rückenkurse statt. Ab März 2019 wird ein weiterer Kurs in den Räumlichkeiten der Verwaltung folgen, um die seelische Gesundheit der Mitarbeiter zu stärken. Heilpraktikerin Christina Steinbeck übernimmt hier das Regime und bietet einmal wöchentlich Entspannungskurse an. Ebenso unterschätzt wird das Thema Mobbing am Arbeitsplatz. Gezielte Diskriminierung einzelner Personen, Bloßstellung vor Kollegen und Demütigungen stehen an/auf der Tagesordnung. Ein Horrorszenario für jeden Arbeitnehmer. Doch es bleibt nicht nur bei persönlichen Angriffen, die Folgen sind schwerwiegend. Die gemobbte Person ist völlig verunsichert und verängstigt, sie kann sich nicht mehr konzentrieren und macht Fehler. Die Folge: arbeitsrechtliche Konsequenzen, unverschuldet. Mobbing verursacht hohen Leidensdruck und kann zu schwerwiegenden psychischen Krankheiten führen. Nicht selten ist es der Fall, dass die gemobbte Person die Abteilung oder gar das Unternehmen verlässt. Als Geschäftsführerin sieht sich Britta Harmuth in der Fürsorgepflicht, sie möchte so etwas in ihrem Unternehmen nicht dulden. „Als Arbeitgeber hat man eine Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern. Ich möchte nicht, dass in meiner Firma gemobbt wird. Ich finde es unmöglich, dass es dazu keine klare Gesetzeslage gibt und Mobber oft mit ihren Machenschaften ungestraft durchkommen.“ In Deutschland gibt es kein klares Anti-Mobbing-Gesetz. In Ländern wie Schweden, Finnland oder Frankreich dagegen regeln Gesetze den Umgang mit Mobbing am Arbeitsplatz. In Deutschland hat der Arbeitgeber lediglich eine Fürsorgepflicht, deren Ziel es ist, ein angemessenes Maß an Schutz durchzusetzen. Nicht selten sind es die Vorgesetzten, die mobben. Statistisch gesehen gehen 37 Prozent aller Mobbingfälle von Vorgesetzen aus, in weiteren zwölf Prozent der Fälle mobben Vorgesetzte gemeinsam mit Kollegen. Aber auch hier darf man von einer weitaus höheren Beteiligungsrate ausgehen. Ein weiterer unterschätzter Faktor als Vorläufer einer psychischen Erkrankung ist das Burn-out-Syndrom. Auch hier wird die Dunkelziffer der Betroffenen weitaus höher geschätzt. Man hat das Gefühl, noch mehr leisten zu müssen, ist übellaunig und gleichzeitig schlapp. Man bringt nichts mehr ordentlich auf die Reihe, ist total müde und unendlich traurig, einfach fertig mit der Welt. Dies wird oft totgeschwiegen, leider ist Burn-out auch noch immer ein Tabu in der Gesellschaft. Dabei trifft es immer mehr Menschen. Die Anzahl der betrieblichen Fehltage wächst drastisch. Ein Burn-out darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden, dahinter stecken meist psychische Erkrankungen. Auch Mobbing begünstigt ein Burn-out. Wohin mit dem Stress? In unserem Arbeitsalltag sind Stress und seine Folgen allgegenwärtig. Mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer in der EU berichten über stressbedingte Gesundheitsprobleme. Studien können die Einschätzung der Arbeitnehmer belegen, dass ihnen Stress die Gesundheit raubt. Stehen wir oft oder langfristig unter Stress, kostet uns die Belastung Kraft, Kreativität und Gesundheit. „Man braucht seinen ganz eigenen wirksamen Mechanismus, um seinem persönlichen Stress am Arbeitsplatz entgegenzutreten. Ich kann niemandem den Stress nehmen, aber ich kann den Leuten eine Möglichkeit bieten, ihren Stress während der Arbeit abzubauen“, so Britta Harmuth. Zudem bahnt langfristiger Stress vielen Erkrankungen der Psyche den Weg, wie Burn-out, Depressionen oder Angstzustände. Harmuth sucht ständig nach weiteren Möglichkeiten, das Wohl der Mitarbeiter aufrechtzuerhalten. „Gesundheit am Arbeitsplatz ist ein tief greifendes und sehr vielfältiges Thema, ich möchte noch tiefer in dieses Thema eingehen und alle für uns bestehenden Möglichkeiten in Erwägung ziehen, um Gesundheit am Arbeitsplatz bei uns im Betrieb noch präsenter zu gestalten“, so Elisa Godfrin. Die 22-jährige engagierte Mitarbeiterin ist ursprünglich für das Marketing im Haus zuständig. „Gesundheit am Arbeitsplatz und all die damit verbundenen Möglichkeiten interessieren mich sehr, ich habe mich gut in das Thema eingearbeitet und möchte gewisse Dinge ändern.“ Christina Steinbeck wird ab Frühjahr 2019 zusätzlich zu ihren Entspannungskursen regelmäßig Vorträge zu den Themen Mobbing, Burn-out und Stressbewältigung für alle Mitarbeiter der Firma Harmuth halten. Ein Kommentar von Heilpraktikerin Christina Steinbeck: „Die Einführung und Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsförderung von der Geschäftsführerin Britta Harmuth halte ich für vorbildlich und sinnvoll. Auch vor dem Hintergrund des Gesundheitsreports 2018 der DAK demzufolge Muskel- und Skeletterkrankungen sowie psychische Erkrankungen an 1. und 2. Stelle der Fehltage von Mitarbeitern liegen, ist diese Maßnahme zu begrüßen. Was liegt da näher als betriebsintern durch Rückenschulungen und Entspannungseinheiten präventiv für die Gesundheit der Mitarbeiter zu sorgen und damit einhergehend die Fehlzeiten zu reduzieren. Gerade bei den Tabuthemen wie Depressionen und Mobbing am Arbeitsplatz ist ein aufgeklärter und informierter Mitarbeiter leistungsfähiger, da er sich ernst genommen und vor allem wahrgenommen fühlt.“

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Ausgabe 01/2019

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