Kemper – Steiner & Partner: Kreativität auf solidem Fundament

Von der Geburtshilfestation im Hospital über Wohn-, Bildungs- und Verwaltungsgebäuden bis hin zur Robbenanlage im Dortmunder Zoo prägen die Architekten und Stadtplaner von Kemper – Steiner & Partner seit 40 Jahren das Gesicht unserer Region mit: „Am liebsten übernehmen wir als Generalplaner die komplette Verantwortung für ein Bauvorhaben und entlasten damit unsere Auftraggeber.“
Gebäude-Ensemble auf dem Bochumer Stahlwerk-Plateau
Gebäude-Ensemble auf dem Bochumer Stahlwerk-Plateau
Wenn in einem Architekturbüro die langjährige Erfahrung im Umgang mit traditionellen Bauverfahren auf den unbedingten Innovationsgeist in Bezug auf moderne Planungs-, Präsentations- und Kooperationsstrukturen trifft, dann kann ein Bauherr sein Projekt hier in guten Händen wissen. Das Bochumer Architekturbüro Kemper, Steiner & Partner verfügt über alle Kompetenzen, die im Verlauf eines Bauvorhabens vom ersten Entwurf bis zur finalen Schlüsselübergabe notwendig sind. Im Architekturstudium lernten sich Rainer Kemper und Volker Steiner kennen, sammelten aber zunächst in unterschiedlichen Ausbildungsbüros ihre Basiserfahrungen. Die Gründung des eigenen Büros glich dann 1980 dem sprichwörtlichen Sprung ins kalte Wasser: „In einem 30 Quadratmeter kleinen Raum haben wir zunächst alles selbst gemacht“, erinnert sich Volker Steiner an die Startjahre. Nach dem Gewinn der ersten Wettbewerbe und erfolgreichen Wohnbauprojekten füllte sich die Referenzliste, und damit kamen neue Aufträge. „Herausforderungen haben wir schon damals nicht gescheut“, strahlt Rainer Kemper beim Rückblick in die Firmengeschichte: „Unsere ersten Gewerbe-Großprojekte waren der Bau einer Fleischwarenfabrik in Recklinghausen und der Umbau einer Krankenstation in einer Bochumer Klinik.“

Architektur und Stadtplanung

Die große Leidenschaft für außergewöhnliche Bauaufgaben war dem Büro von Beginn an in die DNA gelegt. Ausgiebig sammelten die Gründer Erfahrungen in der Sanierung und Restaurierung denkmalgeschützter Gehöfte, wo oft genug historischer Ziegel- oder Lehmbau in Kombination mit Fachwerkstrukturen vor dem Verfall geschützt werden musste. Die Erfahrungen bei der Altbausanierung bildeten dann ein gutes Rüstzeug, als mit der IBA (Internationale Bauausstellung) Emscher Park ab 1989 der Strukturwandel im Ruhrgebiet unübersehbar Fahrt aufnahm. Die Sanierung und Umnutzung ehemaliger Industriestandorte wirkte für kreative Architekten in der Zeit wie ein Konjunktur-Turbo. „Unser erstes Leuchtturmprojekt waren die Umbauten auf der ehemaligen Zeche Holland in Bochum-Wattenscheid, die wir in Zusammenarbeit mit dem früheren Textilfabrikanten Klaus Steilmann umsetzen konnten“, erläutert Rainer Kemper, der sich in der Folge mit einer Zusatzausbildung zum Stadtplaner das Know-how erwarb, mit dem das Büro immer wieder auch städtebauliche Großprojekte akquirieren konnte. Noch heute prägt die große Vielfalt der Bauaufgaben das Portfolio des Architekturbüros, das über die Jahre auf rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen ist. „Dabei gibt es keinen Bereich, in den wir mehr oder weniger Herzblut stecken würden“, ergänzt Johannes Klein, der seit 2016 nach Norbert Panczyk und Heinz Voss als fünfter Partner die Geschäftsleitung komplettiert. Jeder Auftrag hat seine Besonderheiten, ob es nun ein Einfamilienhaus ist oder ein Großprojekt. „Aber ein Projekt wie der Neubau einer Robbenanlage im Zoo Dortmund ist dann doch noch etwas ganz Besonderes für uns“, korrigiert sich Johannes Klein mit einem breiten Lächeln. „Wichtig ist bei unserer Team-Struktur, dass wir neben unseren Projektplanern auch zu rund einem Drittel Bauleiter im eigenen Büro haben, sodass wir für unsere Kunden einen architektonischen Full Service anbieten – in der Planungsphase werden die möglichen Probleme bei der Realisierung der Entwürfe gleich mitgedacht und im Expertenteam gelöst. Rainer Kemper: „Und wir gehen noch einen Schritt weiter, indem wir unseren Auftraggebern auch das ganze Rundum-sorglos-Paket als Generalplaner anbieten, wobei wir uns auch um die Beauftragung sowie Koordination der Fachingenieure kümmern, vom Statiker über Experten für Wärmeschutz, Schallschutz und so weiter.“ Volker Steiner: „Als Bauherr haben Sie bei uns den großen Vorteil, nur einen Ansprechpartner zu haben, der für den kompletten Projektablauf verantwortlich zeichnet, und zwar unabhängig von Art und Größe des jeweiligen Bauvorhabens.“

Umzug auf das Stahlwerk-Plateau

Mit dem Strukturwandel ist Kemper – Steiner & Partner zu einem der größten Architekturbüros im Revier geworden. Da ist es nur eine logische Folge, dass die Architekten zur Feier ihres vierten runden Geburtstags nun mit ihrem Büro auf das Gelände eines der ehemals größten Stahlstandorte im Revier ziehen. Auf dem Hochplateau neben der Bochumer Jahrhunderthalle sind nun die „Modern Work-Spaces“ auch für das eigene KS&P-Team zur Realität geworden. Hier sind nicht nur die Gebäudehülle und die Raumstrukturen modern, sondern auch die technische Büroausstattung entspricht den heutigen Anforderungen zukunftsweisender Arbeitsmethodik. Die neueste Projektsoftware für die vernetzte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden – Fachleuten bekannt unter dem Kürzel BIM (Building Information Modeling) – kommt hier zum Einsatz. Johannes Klein: „Hierbei sind wir einer der Vorreiter in der Branche und nutzen die Möglichkeiten zum Vorteil unserer Kunden. Bauherren können im 3D-Modell ihrer Immobilie bereits in der Entwurfsphase spazieren gehen und Varianten der Wandstrukturen oder Oberflächen ausprobieren“, beschreibt der Architekt einen Teil der vielfältigen Möglichkeiten, die die innovative Software bietet. Generationenwechsel light „Wir legen in unserem Arbeitsleben zudem sehr großen Wert auf den Wortteil LEBEN“, hebt Johannes Klein die künftigen Möglichkeiten für ein vielfältiges Sozialleben im Mitarbeiterteam hervor. In einem multifunktionalen Kommunikationsraum mit Terrasse und einer Teamküche kann zusammen gekocht und gefeiert werden. Aber auch ein kurzer Info-Austausch mit Partnern oder Lieferanten ist hier in lockerer Atmosphäre möglich. Flexible Arbeitszeit- und Elternzeit-Regelungen sind bei einem sich weiter verjüngenden Team ebenfalls wichtige Faktoren der Mitarbeiter-Zufriedenheit wie auch die Möglichkeit, sich bei gemeinsamen Ausflügen im Beruf an interessanten Orten weiterzubilden. Zeitgleich mit dem räumlichen Umzug läutet das Architekturbüro Kemper – Steiner & Partner aber auch schon mal den „Generationenwechsel light“ ein. Die Gründer treten langsam in den Hintergrund und überlassen der nächsten Generation allmählich das Feld. „Die Verantwortung haben wir uns schon immer geteilt und alle Entscheidungen einstimmig getroffen“, freuen sich Volker Steiner und Rainer Kemper darüber, dass sie sich als Gründer keine Sorgen über die Zukunft ihrer Firma machen müssen. Bei der guten Stimmung und der geringen Fluktuation im Team zeichnen sich klare Zukunftsperspektiven für das Bochumer Traditionsbüro ab, mit Kreativität und Innovation an der baulichen Entwicklung des Ruhrgebiets auch künftig weiter mitzuwirken.

Fotostrecke

Ausgabe 04/2020