RAG Montan Immobilien: Flächen entwickeln – Zukunft gestalten

RAG Montan Immobilien verwandelt ehemalige Bergbaustandorte in attraktive Stadtquartiere und moderne Gewerbeparks.
Michael Kalthoff, Vorsitzender der Geschäftsführung (Mitte) mit Thomas Middelmann und Sandra Nierfeld, Bereichsleiter Flächenentwicklung bei der  RAG Montan Immobilien (© RAG Montan Immobilien / Thomas Stachelhaus)
Michael Kalthoff, Vorsitzender der Geschäftsführung (Mitte) mit Thomas Middelmann und Sandra Nierfeld, Bereichsleiter Flächenentwicklung bei der RAG Montan Immobilien (© RAG Montan Immobilien / Thomas Stachelhaus)
„Unsere Entwicklungsprojekte sind sichtbare Beispiele für das Engagement der RAG auch nach Stilllegung des Steinkohlebergbaus Ende 2018. Was auf unseren ehemaligen Bergbaustandorten entsteht, ist ein Stück Zukunft und Beweis dafür, dass wir den Strukturwandel in der Region unterstützen: Wir schaffen neues Leben auf alten Zechen“, sagt Michael Kalthoff, Finanzvorstand der RAG Aktiengesellschaft und Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, und fasst damit die strategische Aufgabe der RAG-Immobilientochter zusammen. Als Flächenentwickler innerhalb des RAG-Konzerns revitalisiert die RAG Montan Immobilien ehemalige Bergwerksareale im Ruhrgebiet und im Saarland und verwandelt diese in hochwertige Wohn-, Gewerbe- und Logistikstandorte. Die Erfolgsbilanz seit ihrer Gründung im Jahr 1977: Rund 9.300 Hektar an Flächen wurden zu attraktiven Stadtquartieren mit hoher Lebensqualität und modernen Gewerbeparks oder Logistikzentren. Neben der Flächenentwicklung von derzeit 83 Projekten an Ruhr und Saar gehören zu den Aufgaben des Unternehmens auch die Liegenschaftsverwaltung aller RAG-Konzernflächen von derzeit knapp 8.600 Hektar, das Management des Rückbaus und die Sanierung der ehemaligen Bergbaustandorte sowie das Grundwassermanagement mit dem Betrieb von 21 Grundwasserreinigungsanlagen. Aufgrund des umfangreichen Flächeneigentums mit unterschiedlichsten Betätigungsmöglichkeiten zählt das Unternehmen auch das Bodenmanagement mit der Entsorgung oder der Beschaffung von Böden sowie den Betrieb und Bau von Windenergieanlagen zu seinen Geschäftsfeldern. Außerdem bietet das Unternehmen über ihre 100-prozentige Tochter „Landschaftsagentur Plus“ Investoren, Kommunen und anderen Vorhabenträgern das komplette Kompensationsmanagement für deren Bauvorhaben an. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die RAG-Immobilientochter einen Umsatz von knapp über 55 Millionen Euro, für 2020 erwartet das Unternehmen, dass die gesetzten Umsatz- und Ergebnisziele erreicht werden. Nach der vorläufigen Flächenbilanz für 2020 hat RAG Montan Immobilien neben umfangreichen Verkäufen von Forstflächen rund 190.000 Quadratmeter Grundstücksfläche an Gewerbebetriebe, Industrieunternehmen oder Investoren verkauft und rund 50.000 Quadratmeter für den Wohnungsbau an Privatleute oder Bauträger. Zu den besonderen Erfolgsprojekten der RAG Montan Immobilien im vergangenen Jahr zählten das Stadtquartier Gneisenau in Dortmund-Derne und das Kreativ.Quartier Lohberg in Dinslaken.

Erfolgsprojekt Gneisenau

In Dortmunds Nordosten ist im Ortsteil Derne ein neues Stadtquartier entstanden, in dem erstklassige Gewerbe- und Logistikflächen, attraktive Nahversorgungs- und Dienstleistungsangebote sowie familienfreundliche Wohngebiete im Grünen eine gelungene Einheit bilden. Mit einem ambitionierten Revitalisierungskonzept hat die RAG Montan Immobilien gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und der Verwaltung der Stadt Dortmund seit 1996 auf dem Gelände der ehemaligen Zeche und Kokerei Gneisenau ein pulsierendes neues Zentrum für den Ortsteil Derne geschaffen. Das letzte Grundstück im sieben Hektar großen Gewerbegebiet Gneisenau-Süd, ein Teilbereich der insgesamt über 60 Hektar großen Gesamtfläche des Zechen- und Kokereistandortes Gneisenau, vermarktete die RAG Montan Immobilien im Sommer 2020 an einen Dortmunder Elektronikgroßhandel. Der Verkauf des rund 4.450 Quadratmeter großen Grundstücks markiert den Abschluss eines erfolgreichen Kooperationsprojektes: Die 1996 von Stadt und RAG Montan Immobilien (damals: Montan-Grundstücksgesellschaft mbH – MGG) eigens zur Erschließung dieser Teilfläche des ehemaligen Bergwerks Gneisenau gegründete Projektgesellschaft wird nun nach erfolgreichem Projektabschluss abgewickelt. „Das Gewerbegebiet Gneisenau-Süd war dabei nur ein Baustein des umfangreichen Stadtentwicklungskonzeptes in Dortmund-Derne. Wir haben inzwischen ein zukunftsfähiges Stadtquartier geschaffen, das die Bereiche Leben, Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Erholung optimal miteinander verbindet“, betont Thomas Middelmann, Leiter des Bereichs Flächenentwicklung der RAG Montan Immobilien. „Rund 50 gewerbliche Ansiedlungen auf dem gesamten Standort, vom Handwerker über den Logistiker bis zum Einzelhändler, und insgesamt über 1.200 Arbeitsplätze sind der Beleg für unseren nachhaltigen Erfolg auf Gneisenau.“

Erfolgsprojekt Lohberg

In Dinslaken konnte die RAG Montan Immobilien mit der Entwicklung des 40 Hektar großen Areals des ehemaligen Bergwerks Lohberg zu einem neuen Stadtquartier wichtige Impulse in der Region setzen. Das Areal ist heute als Kreativ.Quartier Lohberg Symbol für den positiven Umwandlungsprozess eines ganzen montanindustriell geprägten Stadtteils. Über 100 Wohnbaugrundstücke sind an dem Standort realisiert worden; mit Stand Herbst 2020 sind alle Grundstücke vermarktet. Ein Dienstleistungsbereich sowie ein Gewerbegebiet mit über 20 Unternehmen mit rund 250 Mitarbeitern ergänzen das neue Stadtquartier. 15 Jahre nach der Stilllegung des Bergwerkes hat die RAG Montan Immobilien gemeinsam mit der Stadt Dinslaken ein lebendiges neues Stadtquartier geschaffen, mit attraktiven Wohn- und Gewerbeansiedlungen und einem als Park gestalteten Freizeit- und Erholungsraum am Fuß der begrünten Bergehalde.

Zukünftige Projekte in der Region

Die nachhaltige Flächenentwicklung ist im Rahmen der Verantwortung des RAG-Konzerns für den Strukturwandel in der Region auch zukünftig das Standbein der RAG Immobilientochter. Denn aufgrund des großen Portfolios von eigenen Entwicklungsflächen sowie vorgenutzten Flächen aus dem Bestand der RAG ist das Unternehmen gefragter Partner zur Bewältigung des Flächenengpasses bei gewerblich, industriell und logistisch nutzbaren Arealen in der Metropole Ruhr. Auch wenn die RAG Aktiengesellschaft im Herbst 2020 angekündigt hat, ihre immobilienwirtschaftlichen Aufgaben umzustrukturieren und wirtschaftlicher zu gestalten, „die für neue Ansiedlungen dringend benötigte Flächenentwicklung in den ehemaligen Bergbauregionen an der Ruhr, in Ibbenbüren und im Saarland bleibt Kerngeschäft der RAG Montan Immobilien“, betont Michael Kalthoff. „Die RAG Montan Immobilien wird weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Strukturwandel leisten und weiterhin Grundstücke für die Neuansiedlung von Gewerbe, Industrie sowie Dienstleistungs- oder Wohnprojekten anbieten.“ So gilt das interkommunale Projekt Freiheit Emscher der Städte Essen und Bottrop sowie der RAG Montan Immobilien als die größte Flächenreserve des Ruhrgebiets in zentraler Lage und bietet damit immense Chancen für die Zukunft der Region. Das Ziel: ein neues urbanes Zentrum für die Metropole Ruhr und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Das Projekt umfasst insgesamt die Fläche von 1.700 Hektar im nördlichen Stadtraum von Essen und im südlichen Stadtgebiet von Bottrop. Integriert sind darin allein rund 150 Hektar ehemalige Bergbauflächen. Ebenso ambitioniert ist das Entwicklungsprojekt gate.ruhr im Kreis Recklinghausen. Auf dem rund 90 Hektar großen Areal des ehemaligen Bergwerkes Auguste Victoria 3/7 in Marl realisiert die gate.ruhr GmbH, eine Projektgesellschaft der Stadt Marl und der RAG Montan Immobilien, einen Zukunftsstandort mit internationalem Anspruch und trimodaler Anbindung über Straße, Schiene und Kanal. Erklärtes Entwicklungsziel: gate.ruhr soll international tätigen Unternehmen das Tor zum Ruhrgebiet und zu den europäischen Wirtschaftszentren öffnen. An diesem Standort sollen 1.000 neue Arbeitsplätze für Marl und die Region entstehen. Weitere bedeutende Entwicklungsstandorte in der Region mit weit über 100 Hektar Gesamtfläche sind die Neue Zeche Westerholt auf der Stadtgrenze von Gelsenkirchen und Herten, der Industriepark Große Heide in Dorsten auf der Fläche der ehemaligen Schächte Wulfen 1/2 sowie die Wasserstadt Aden in Bergkamen auf dem Areal des ehemaligen Bergwerkes Haus Aden direkt am Datteln-Hamm-Kanal, eines der anspruchsvollsten städtebaulichen Projekte in der Region. Zu zentralen Entwicklungsstandorten in der Metropole Ruhr zählen auch die früheren Verbundbergwerke „Bergwerk Ost“ in Hamm mit rund 55 Hektar und „Bergwerk West“ in Kamp-Lintfort mit circa 35 Hektar Fläche. In Hamm wird in den kommenden Jahren unter dem Titel „CreativRevier Heinrich Robert“ ein Mix von Wohnen, Gewerbe und Kultur entstehen. In Kamp-Lintfort wird der Zechenstandort als neues Stadtquartier Friedrich Heinrich mit Wohn-, Arbeits- und Freizeitangeboten realisiert. Nach Abschluss der Landesgartenschau im Oktober 2020 soll die zentrale Bergwerksfläche als Zechenpark fester Bestandteil des zentralen Stadtgefüges von Kamp-Lintfort bleiben und als innenstadtnaher „Central-Park“ Nukleus für die weitere Stadtentwicklung sein. Und all diese Projekte orientieren sich am langjährigen Slogan der RAG Montan Immobilien: „Flächen entwickeln – Zukunft gestalten“.

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Ausgabe 01/2021

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