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comtrance: Wo Daten sicher lagern

Die Düsseldorfer comtrance GmbH betreibt ein großes Rechenzentrum im Süden der Landeshauptstadt. Hier deckt sie komplexe IT-Dienstleistungen und individuelle Lösungen für KMU ab.
Patrick Kambach, Senior Engineer IT-Infrastructure, mit Geschäftsführer Thomas Czarnetzki (v.l.)
Patrick Kambach, Senior Engineer IT-Infrastructure, mit Geschäftsführer Thomas Czarnetzki (v.l.)
Datensicherheit ist in vielen Branchen schon ein Thema gewesen, als es Computer für den Allgemeingebrauch noch gar nicht gab. Zu der Zeit wurden sie in Akten „gespeichert“ und bestenfalls in abschließbaren Schränken verstaut, mindestens aber in verschlossenen Räumen. Mit zunehmender Digitalisierung aber ist der Anspruch an die sichere Datenhaltung konsequent gestiegen, was vielen Betroffenen aber eigentlich erst durch die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im vergangenen Jahr deutlich geworden ist. Wo es lange Zeit genügte, in seinen eigenen Firmenräumen Daten auf Festplatten (zweifach) zu speichern, führt das heute schon oft zum Problem. Das eigene System vor Cyberangriffen von außen zu schützen ist schon schwer genug. Aber der GAU ist es, wenn bei einem Einbruch – fraglos heutzutage die aufwendigste Form des Datendiebstahls – die Speichermedien abhandenkommen. Ist das Backup dann auf dem gleichen System nur auf einer physikalisch getrennten Festplatte erfolgt, wird die Wiederbeschaffung der Daten zum Husarenritt. „Spätestens dann rufen die Unternehmen bei uns an“, sagt Thomas Czarnetzki, Geschäftsführer der comtrance GmbH in Düsseldorf. Kerndienstleistung des 2001 gegründeten und stetig gewachsenen Unternehmens ist der Betrieb eines eigenen Rechenzentrums mit angeschlossenem Full-Service-IT-Management. Die Räumlichkeiten dafür wurden bis zur Eröffnung 2008 eigenhändig für die Zwecke umgebaut. „Bis dahin hatten wir unsere Server in einem anderen Düsseldorfer Rechenzentrum untergebracht, aber der Bedarf wurde so groß, dass sich der Weg zu eigenen Räumlichkeiten lohnte“, erklärt Thomas Czarnetzki. Auf mehreren Hundert Quadratmetern sind derzeit über 1.500 Serverplätze bereits belegt, die vorhandenen Erweiterungsflächen reichen für insgesamt bis zu 5.000 Plätze. „Die haben wir noch nicht alle ausgebaut, aber wenn heute ein Kunde kommt, der morgen einziehen will, ist das möglich.“
Dienstleister für den Mittelstand
Zu den Kunden von comtrance zählen kleine und mittelständische Unternehmen aller Branchen. „Es geht darum, Daten sicher zu speichern, und das müssen eigentlich alle, die ein Gewerbe betreiben“, sagt Thomas Czarnetzki. Sicherheits- und Backup-Konzepte werden oftmals hausintern und individuell entwickelt, die Standards sind ISO-zertifiziert (ISO9001/ISO27001). „Unsere Kunden sind Wiederverkäufer wie Systemhäuser, Werbeagenturen oder IT-Dienstleister, aber auch Mittelständler, die ihre IT-Infrastruktur ganz oder teilweise hierher auslagern.“ Meist wählen diese ganz gezielt einen Anbieter, dessen Zentrale und Rechenzentrum sich auf deutschem Boden befinden und der auch keinem ausländischen Mutterkonzern angehört. Das alles trifft auf comtrance zu, die noch nicht mal auf ein Callcenter zurückgreifen. „Bei uns trifft man rund um die Uhr am Telefon auf einen Techniker, der in fast allen Fällen bei der Problemlösung sofort weiterhelfen kann“, sagt Patrick Kambach, Senior Engineer IT-Infrastructure. Und die persönliche Dienstleistung geht noch weit über den reinen Telefonservice hinaus; comtrance bietet Full Service und kundenindividuelle Lösungsansätze in der IT-Branche an – vom Hardwareverkauf und Webdesign mal abgesehen. „Unsere Kunden können ihre Hardware selbst installieren, müssen es aber nicht.“ Immer häufiger kommt es vor, dass Firmen ihre Komponenten direkt nach Düsseldorf bestellen und mindestens einer der neun Mitarbeiter sich dann um den Einbau ins Rack sowie um Installation und Konfiguration kümmert. „Schlüsselfertig sozusagen. Unser Kunde bekommt nur noch die Zugangsdaten für seine Server und kann dann loslegen.“ Ein eigener Zugang zum Rechenzentrum ist stark kontrolliert: von der Videoüberwachung über einzeln verschließbare Serverschränke und die Akkreditierung über Chip und Handlesegerät. Für die Ausfallsicherheit sorgen neben den Sicherheitsaspekten z.B. ein monatlich getestetes eigenes Notstromaggregat mit angeschlossenen USV-Anlagen (unterbrechungsfreie Stromversorgung), zahlreiche Klimaanlagen, redundante Internetleitungen mit nahezu unbegrenzter Übertragungskapazität und selbst entwickelte Frühwarnsysteme. So fällt eine Gefährdung der Systeme auf, bevor ein Schaden entstanden ist. Alle Systeme sind schon jetzt auf die (physikalische) Erweiterung des Rechenzentrums ausgelegt. Auch über das Rechenzentrum hinaus bietet die comtrance GmbH leistungsstarke Lösungen für den Mittelstand. Beispielsweise sorgt die Bündelung von Leitungen auch an den Standorten für schnelle und hochverfügbare Internetanbindungen, die noch nicht an Breitbandnetze angeschlossen sind. Darüber hinaus können über eine sichere VPN-Technik (Virtuelles privates Netzwerk) mehrere Firmenstandorte miteinander vernetzt werden. Hierbei wird das öffentliche Internet zwar als Kommunikationsweg genutzt, die Inhalte bleiben dank verschlüsselter Verbindungen für Außenstehende dennoch völlig unzugänglich. Das Unternehmen bestimmt, wer wann Zugriff auf welche Daten erhält.
Cyberkriminalität
Die Ausfallsicherheit für IT-Systeme, in diesem Fall für ein komplettes Rechenzentrum mit zahlreichen Kunden, die auf die Betriebssicherheit ihrer Hard- und Software angewiesen sind, ist nicht nur physikalisch zu betrachten. Störungen von Servern werden heutzutage immer öfter durch Hackerattacken von außen hervorgerufen. Und so muss ein Rechenzentrum wie das von comtrance gerade dagegen gewappnet sein. Wie bekommt man heraus, ob das eigene Rechenzentrum gegen Angriffe von außen, sogenannte Cyberattacken, geschützt ist? Richtig: durch Ausprobieren. Aber wie? Diese Frage stellte sich vor einigen Jahren auch Thomas Czarnetzki. „Ich habe damals ein Projekt daraus gemacht, auch um herauszubekommen, wie schwer oder leicht es ist, z.B. DDoS-Angriffe zu initiieren.“ Dabei stellte er fest, dass es sehr einfach ist, man noch nicht mal über eigene Programmier- und Hackerkenntnisse verfügen muss. „Jedenfalls war es recht simpel und auch günstig, diese Attacken zu starten und unsere eigenen Abwehrsysteme zu überprüfen.“ Die Sicherheitslösungen bei comtrance sind vielfältig und werden permanent angepasst. Auch für die Kunden werden – wie in allen anderen Servicebereichen auch – maßgeschneiderte Lösungen individuell angeboten. So kann vom Webserver bis zur kompletten IT-Landschaft die heute notwendige Sicherheit und Verfügbarkeit gewährleistet werden.
Das Unternehmen
Die inhabergeführte comtrance GmbH ist das klassische Beispiel für ein organisch gewachsenes mittelständisches Unternehmen. Gründer, Geschäftsführer und Inhaber Thomas Czarnetzki baute die Firma schon während der eigenen Ausbildung langsam auf. „Ich habe damals schon parallel programmiert“, erinnert sich der 36-Jährige. „Ich brauchte dann schon ein paar Besonderheiten auf den Servern, die über den Standard hinausgingen, die normale Webserver boten. Also habe ich in einem Rechenzentrum meinen eigenen Server betrieben.“ Der musste refinanziert werden und so verdiente Thomas Czarnetzki sich über Webhosting für Freunde und Bekannte etwas dazu. Das ist jetzt schon fast 20 Jahre her; wenige Jahre nach der Gründung entstand der Bedarf, ein eigenes Rechenzentrum zu betreiben. Es erfolgte der Umzug an den heutigen Standort, wo die Räumlichkeiten in Eigenregie geplant, strukturiert und größtenteils auch selbst umgebaut wurden. „Bei einigen Komponenten wie den Klimaanlagen haben wir uns natürlich auf Dienstleister verlassen, aber wir wissen, wo jedes Kabel liegt, und kennen hier jede Schraube.“

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Ausgabe 02/2019

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Comtrance

Adresse:
In der Steele 35 ,
40599 Düsseldorf
Telefon:0211 2715920

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