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Shootingstar LED-Leuchten

Moderne Beleuchtungstechnik sorgt für Licht für den Menschen – effizient, bedarfsgerecht und komfortabel. Doch der Markt für Lampen und Leuchten ist in Bewegung.



Dafür verantwortlich, dass sich die Branche bewegt, sind europäische Richtlinien und Energieeffizienzvorschriften. Sie haben dafür gesorgt, dass seit September 2012 die klassischen Glühlampen nahezu gänzlich vom Markt verschwunden sind. Waren es zunächst die 100-Watt- und 75-Watt-Versionen, so nähert sich seit Anfang 2014 unaufhaltsam auch das Ende der 60-Watt-Glühlampen. An ihre Stelle treten alternative Leuchtmittel. Shootingstar unter diesen Neuheiten ist LED-Licht. Noch vor wenigen Jahren dienten LEDs allenfalls als kleine Lichtquellen in Signalanzeigen oder Displays. Aber dank der deutlichen Verbesserung von Kriterien wie Lichtausbeute, Helligkeit, Effizienz und Langlebigkeit empfehlen sich LEDs heute als nachhaltige Lösung in allen Bereichen. LED-Beleuchtung trägt nicht nur dazu bei, die auch in Unternehmen immer wichtiger werdenden Umweltvorschriften und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, sondern sie bringen auch erhebliche Einsparpotenziale mit sich.

Mehr Anbieter


Hand in Hand mit dem Wandel der Beleuchtungstechnik vollzieht sich eine dynamische Änderung auf Anbieterseite. Ist der Markt für traditionelle Lampen und Steuergeräte mit den drei führenden Unternehmen Osram, Philips und General Electric, die zusammen einen weltweiten Marktanteil von über 50 Prozent haben, noch relativ überschaubar, so tummeln sich im Markt für Leuchten in der Allgemeinbeleuchtung bereits deutlich mehr Anbieter, z.B. die europäischen Hersteller Zumtobel, Philips, Fagerhult, Trilux oder Eglo Leuchten, ebenso wie renommierte asiatische Unternehmen wie Panasonic oder Toshiba – um nur einen kleinen Auszug aus der Liste aller Anbieter und Hersteller zu nennen. Noch differenzierter sieht es im LED-Bereich aus. Hier ist durch den Wechsel von herkömmlicher Beleuchtungstechnik in Richtung Halbleitertechnik für die etablierten Leuchtenhersteller eine neue, sehr kapitalkräftige Konkurrenz aus Fernost entstanden. Marken wie Samsung Electronics, Panasonic, LG Electronics oder Seoul Semiconductor zeigen, in welche Richtung die Entwicklung geht und in welchem Dilemma der Mittelstand steckt: Die Produktion von LEDs und den inzwischen ebenfalls an Bedeutung gewinnenden OLEDs ist mit enormen Kosten verbunden, die für viele traditionelle Hersteller nicht mehr zu stemmen sein werden. Gleichzeitig wächst die Zahl der Unternehmen, die die Komponenten der Hersteller in neuen Produkten verbauen und auf den Markt bringen. Dabei ist ein Trend dahin gehend zu beobachten, dass neben den einzelnen Wechsellampen, die wie gewohnt in Leuchten geschraubt oder gesteckt werden, Komplettprodukte wie Schreibtischlampen oder Bewegungsmelder auf den Markt kommen. Deren LEDs können nicht gewechselt werden und sie müssen daher nach dem Ausschöpfen der maximalen Lebensdauer komplett entsorgt werden.

Fünf Milliarden Euro Umsatz


Der Markt für Lampen und Leuchten ist seit Jahren ein Wachstumsmarkt, der nach Angaben des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) erstmals einen Umsatz von fünf Milliarden Euro überschritten hat. Einen wesentlichen Anteil daran hat der Handel, in dem anspruchsvolle Beleuchtungssysteme aus dem Bereich Technische Leuchten entweder klassisch zweistufig über den Großhandel, das Handwerk oder Lichtplanungsbüros an die (vor allem) gewerblichen und kommunalen Kunden vertrieben werden. Im Gegensatz dazu werden im Marktsegment Wohnleuchten die Produkte in überwiegender Zahl direkt vertrieben. Wichtigste Distributionskanäle sind hier Baumärkte und der Möbelhandel.

Branche im Wandel


Der Anstieg der Marktteilnehmer auf Anbieterseite und die damit verbundene Vergrößerung des gesamten Produktportfolios eröffnet der Leuchtenbranche neue Möglichkeiten. Nicht mehr die Produkte selbst werden zukünftig im Fokus stehen, sondern die Problemlösung sowie die Entwicklung optimaler Lichtkonzepte werden in der Branche als Abgrenzungsmerkmal und Wettbewerbsargument dienen. Möglichkeiten der Lichtgestaltung sind heute vielfältiger als jemals zuvor. Dynamisches Lichtmanagement wird dafür sorgen, dass die Beleuchtung auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten wird und gleichzeitig maximal energieeffizient arbeitet. Modernste Lampen, ansprechende, in der Lichtlenkung optimierte Leuchten und elektronische Betriebsgeräte sorgen dabei für hohe Beleuchtungsqualität. Im Mittelpunkt der Lichtkonzepte werden auf absehbare Zeit LEDs stehen. Da es sich dabei um elektronische Bauelemente handelt, die sich sehr präzise ansteuern, stufenlos schalten und dimmen lassen, können sie hervorragend in Lichtmanagementsysteme integriert werden. Das bringt mehr Komfort, etwa wenn Leuchten oder Leuchtengruppen automatisch per Bewegungsmelder aktiviert und gedimmt werden. Noch mehr Beleuchtungsqualität bietet eine dynamische Steuerung, die nach dem Vorbild des Tageslichts Lichtfarbe und -intensität ändert. So kann Licht den Biorhythmus des Menschen unterstützen und eine anregende Atmosphäre schaffen.

Trends im LED-Markt


LED-Licht eröffnet den Lichtexperten eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, an die man noch vor wenigen Jahren nicht einmal zu denken wagte. Doch auch traditionelle Aspekte werden nicht vernachlässigt. So gehören eine ausreichende Beleuchtungsstärke, der Schutz vor Blendung und eine gute Farbwiedergabe nach wie vor zu den wichtigsten Kriterien bei der Entwicklung neuer Lichtkonzepte. Derzeit lassen sich neben dem wachsenden Einsatz dieser Technologie in der Allgemeinbeleuchtung eine Reihe von Trends im LED-Markt feststellen:
 

  • Der Einsatz von LEDs im intelligenten Lichtmanagement. So lässt sich das künstliche Licht auf das Tageslicht und die Anwesenheit abstimmen, farbliche Inszenierungen werden möglich.

 

  • Die dynamische Steuerung der Beleuchtung und die Anpassung des Lichts auf den Biorhythmus des Menschen.

   

  • Durch technologische Weiterentwicklung nehmen Lichtströme, also die Helligkeit, ebenso weiter zu wie die Lichtausbeute. In Laborversuchen erreicht man schon Werte von über 200 Lumen pro Watt.

 

  • Zusätzliche Optiken sorgen dafür, dass das Licht exakt dorthin gelenkt wird, wo man es braucht.

Jessica Hellmann | redaktion@revier-manager.de

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Ausgabe 09/2015