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Foto: © Norbert Ittermann
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Menschen müssen sich in die Augen schauen

Wie die Eventagentur On the Rock international Vertrauen aufbaut.



Von der „mobilen Diskothek“, die ein gerade einmal 20-jähriger Student im beschaulichen Waltrop gründete, bis zur „größten Eventagentur im Ruhrgebiet“ – das beschreibt den Weg von Winni Petersmann, Gründer und CEO der On the Rock Veranstaltungskonzepte GmbH. Der Standort Waltrop und die Leidenschaft für gute Partys sind geblieben. Petersmann, der in seinen Anfängen als DJ „alle Waltroper Partys, inklusive des Parkfestes, bespielt“ hat, plant heute Events für Topfirmen rund um den Globus, bringt Starathleten und Professoren der Harvard-Universität mit einflussreichen Führungskräften zusammen und vernetzt die komplette internationale Start-up-Szene mit alteingesessenen Unternehmern, damit diese von den Jungspunden die Digitalisierung lernen. 30 Prozent seines Umsatzes macht Winni Petersmann im Ausland.

Vertrauen schaffen

Sein Ziel damals wie heute: „Vertrauen schaffen, Menschen sich spüren lassen, emotional berühren. Ein Umfeld schaffen, in dem sich Menschen austauschen und interagieren können. Menschen öffnen und inspirieren. Das ist heute im Zeitalter des digitalen Arbeitens wichtiger denn je“, ist sich Petersmann sicher. „Menschen müssen sich in die Augen gucken können.“ 40 feste Mitarbeiter wirken bei On the Rock mit. Ein Zuhause hat die Agentur in der alten Zeche Waltrop gefunden. Industriekultur pur! Die Crew fühlt sich wohl im offenen, loftartigen Büro. Arbeiten wird zwar großgeschrieben bei On the Rock, aber die Arbeit verteilt sich bei jedem Projekt auf das ganze Team. So wird sichergestellt, dass in jeden Auftrag die besten Ideen und Kompetenzen, völlig unabhängig von Hierarchien, einfließen. „Alle denken mit, jeder gibt seinen Input.“ Und so ist die Wertschätzung für jeden einzelnen Mitarbeiter hoch.

Breit aufgestellt

Gleichzeitig ist On the Rock viel breiter aufgestellt als die meisten anderen Event-Agenturen. Neben Strategie, Konzeption und Projektmanagement setzt die Agentur Veranstaltungen komplett um, inklusive einer eigenen Technikabteilung. Dazu werden sogar spezielle Produkte hergestellt und professionelle Bühnenbauer verwirklichen die Ideen der Planer sowie die Wünsche der Kunden. Ist das Budget groß genug, werden ganze Möbelstücke für ein bestimmtes Event designt und produziert. Alles aus einer Hand, alles perfekt aufeinander abstimmt. Und um den Kunden immer wieder zu überraschen, ist der Chef persönlich ständig auf der Suche nach neuen, digitalen Spielereien und Gadgets, um diese in Events einzubauen. So vieles sich in den Jahren seit der „mobilen Diskothek“ geändert hat, seinen heimatlichen Standort will der Unternehmer, der u.a. für Covestro, Deutsche Sporthilfe, Gardena, Ergo Versicherungen, McKinsey und viele Abteilungen des Telekom-Konzerns Veranstaltungen konzipiert, nicht aufgeben. „Wir genießen das kreative Arbeitsumfeld der alten Zeche, wir haben einen zweiten Standort in Berlin, der sich vor allem um die dortige Start-up-Szene kümmert. Und außerdem kann ich mit dem Skateboard zur Arbeit fahren“, schmunzelt der Geschäftsmann. Sun-Mi Jung | redaktion@revier-manager.de

Ausgabe 03/2018