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Jo Gemke Fotografie + Werbung

Maschinenfotografie – besser als die Realität

Mit dem besonderen Auge für Genauigkeit und Details ist Fotografenmeister Jo Gemke als Visualisierungspartner bei Industrieunternehmen in ganz Europa gefragt. Maschinen setzt er in der Produktionshalle mit Studioanmutung in Szene.



Ja, die Digitalisierung! Beinahe täglich beherrscht uns das magische Zauberwort in der aktuellen Diskussion. „In der Fotografie haben wir das mit allen positiven wie negativen Entwicklungen schon vor zwei Jahrzehnten hinter uns gebracht“, berichtet Jo Gemke. Der Fotografenmeister der alten Schule lernte in den 80er-Jahren seinen Beruf noch, wie man sagt, von der Pike auf – mit Filmentwicklung, Dunkelkammer und Fotovergrößerungen im Chemiebad. Als Filialleiter von Fotogeschäften bildete er sich im kaufmännischen Bereich aus. Später wirkte er an der Entwicklung von Großkameras für Reproduktionstechniken mit: „Da habe ich das Verständnis für den Maschinenbau kennengelernt.“ Mit dem professionellen Background von mehr als 30 Jahren Berufserfahrung und mehr als 20 Jahren Selbstständigkeit bietet Jo Gemke seit 2013 von seinem Standort Dorsten aus bundesweit natürlich das komplette Standard-Portfolio von der Porträt- bis zur Architekturfotografie an, aber er ist schlau genug, sich mit Vorliebe auf seine besonderen Fähigkeiten zu fokussieren, und das sind die Sonderlösungen für kniffelige Anforderungen: „Mein Spezialgebiet ist der Maschinenbau geworden, wobei ich ein besonderes Verfahren entwickelt habe, mit dem tonnenschwere Industriemaschinen in ihrer Konstruktionshalle so optimal fotografiert werden können, als würden sie in einem gigantischen Fotostudio stehen.“ Denn ein Transport in ein Studio ist hier aus Logistik-, Zeit- und natürlich Budgetgründen überhaupt nicht möglich. Ein gutes Auge und pingelige Detailarbeit Kurz nach der technischen Fertigstellung einer Industriemaschine und kurz vor ihrer Auslieferung an den Kunden hat der Maschinenbauer meist nur ein kleines Zeitfenster, in dem sie für die eigene Firmendokumentation und für das Marketing fotografiert werden kann. „Kein Grund, hier weniger Sorgfalt walten zu lassen“, hat Jo Gemke vor Jahren entschieden und sich zur Lösung des Problems ein ganz besonderes Aufnahmeverfahren einfallen lassen. Dabei ist es völlig egal, wie geschäftig es im Hintergrund zugeht: „Oft wird auch an dem einen Teil der Maschine noch montiert, während wir einen anderen bereits im wohldosierten Blitzlicht erstrahlen lassen.“ Stück für Stück werden die beeindruckenden Metall-Konstruktionen von Jo Gemke und seinem Team optimal ausgeleuchtet und auf zahlreichen Einzelbildern in ihren Bestandteilen hochaufgelöst festgehalten. „Da können schon bis zu 40 Einzelschüsse der zahlreichen Maschinen-Details zusammenkommen.“ Die eigentliche Fleißarbeit ist dann später die pingelige Nachbearbeitung per Bildretusche sowie das anschließende, aufwendige Composing, bei dem alle Details wieder so zu einem ganzen Bild zusammengefügt werden müssen, als wären sie in nur einer einzigen Aufnahme entstanden. Dabei können die Bilddateien die Größe von mehreren Gigabit erreichen und sind nur mit entsprechend großer Rechnerleistung zu bearbeiten. Und seit einiger Zeit erstellt Jo Gemke mit seinem Team auch gleich die dazu passenden Videoaufnahmen, um die explizite Funktionsweise der Maschine mit ihren Arbeitsprozessen im Detail dokumentieren zu können.

Ausgabe 08/2018