Image
janßen contect ist auf die Fertigung individueller Etiketten spezialisiert Foto: © Gerd Lorenzen
Anzeige

janßen contect

Hidden Champion für Etiketten

janßen contect in Straelen liefert Klebe-Etiketten aller Art nach Kundenwunsch. Die Auswahl an Größen und Materialien ist riesig.



Zugeben: Der Begriff „Hidden Champion“ wird inzwischen inflationär gebraucht. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er nach wie vor auf manches Unternehmen zutrifft. Ein Hidden Champion in seiner Nische ist janßen contect in Straelen. Das Unternehmen liefert Klebe-Etiketten nach Kundenwunsch. Dabei äußert sich der geschäftsführende Gesellschafter Raimund Janßen – typisch niederrheinischer Unternehmer – trotz Erfolgs bodenständig und bescheiden. „Wir sind eine kleine Etikettendruckerei und spezialisiert auf individuelle Etiketten mit kleinen Auflagen. Die Firma produziert sowohl auf PE/PP als auch auf Thermopapier und bedruckt die Etiketten vollflächig nach Kundenwunsch oder nur einen Teil in Farbe, so dass der Kunde dann zusätzliche Informationen wie Ablaufdatum, Chargen oder Losnummer selber hinzudrucken kann. „Wer selbstklebende Etiketten in kleinen Auflagen benötigt, dem bietet der Digitaldruck von janßen contect neue Freiheiten“, betont der Chef. „Wechselnde Druckbilder und Texte bieten dem Kunden mehr Flexibilität und ermöglichen so gezielte Aktionen für mehr Absatz; auch kurzfristig“ Seine Botschaft an potenzielle Kunden: „Warum sollten Sie auf persönliche Beratung, individuelle Vorabmuster oder eine riesige Auswahl an Etikettengrößen und Etikettenmaterialien verzichten? Wir bieten alles das und noch viel mehr.“

Maschinenpark erweitert

Das Geschäft wächst stetig, was weitere Investitionen nötig machte: Ende des vergangenen Jahres wurde eine zweite Digitaldruckmaschine angeschafft, mit der die Profis nun noch besser individualisierte Zähler- und Chargenetiketten bedrucken können. Im Sommer kam dann auch eine zweite Etikettenstanze hinzu, die sowohl Blanko-Etiketten mit wesentlich höherem Output produziert als auch registergesteuert nach dem Druck stanzen kann. Ein weiterer Längsschneider, angeschafft vor wenigen Tagen, rundet den derzeitigen Maschinenpark ab. Die Geschichte hinter dem Etiketten-Erfolg beginnt mit einem Zufall. Denn ursprünglich befasste sich das Unternehmen ausschließlich mit IT. „Zu unseren Kunden zählten schon immer viele Betriebe aus dem Bereich Gartenbau, die wir u.a. mit Druckern versorgt und bei technischen Problemen betreut haben“, erzählt Janßen. „Als die Topfpflanzenbetriebe vor einigen Jahren damit begannen, ihre Blumentöpfe mit EAN-Codes zu etikettieren, wurden wir gefragt, ob wir Blanko-Etiketten besorgen könnten.“ Kurz entschlossen bot man Hilfe in diesem Bereich an. Zunächst wurden nur blanko Etiketten verkauft, später wurden diese Etiketten selber produziert und letztendlich dann auch für die Kunden fertig bedruckt (sowohl in schwarz als auch in Farbe).

Mittlerweile wurde mit einem Kunden, einen Verpacker, ein Rahmenvertrag vereinbart: Innerhalb von nur vier Stunden werden auf Zuruf bis zu 50.000 Etiketten für Supermärkte und Discounter produziert

Kurzfristig reagieren

„Für einen anderen Kunden mussten wir freitagabends einspringen“, erzählt Raimund Janßen. Es war während der diesjährigen Fußball-WM. Um 16 Uhr kam die Anfrage, Etiketten für Kokosnüsse zu produzieren. „Gegen 18 Uhr kam die Vorlage und es wurden dann kurzfristig 80.000 Etiketten produziert und kommissioniert, so dass der Kunde sie bereits am nächsten Samstagmorgen abholen konnte.“ Ein anderes Mal habe man für eine Messe in Nürnberg innerhalb von einem Tag diverse Muster produziert, in diesem Fall ging es um eine neue Biosalami. Diese Flexibilität sei in der Region „einzigartig“, sagt der Unternehmer dann doch mit einigem Stolz in der Stimme. „Da wir auch für viele Handelsvertretungen und auch andere Druckereien selbstklebende Rollenetiketten produzieren, kann man von uns schon mit Fug und Recht von einem ,Hidden Champion‘ sprechen.“

Auch die Zahlen sprechen für sich: Generell verarbeiten die Niederrheiner pro Jahr circa 250.000 Quadratmeter selbstklebendes Material, „wobei wir durchgehend circa 30.000 Quadratmeter lagernd haben, um kurzfristig auf Wünsche zu reagieren“, so Raimund Janßen. Ob Rollen- oder Papieretiketten, ob Folienaufkleber, Thermoetiketten und Thermotransferetiketten, Schlaufenetiketten, Stecketiketten oder Klebeetiketten als Adressaufkleber benötigt werden – das Unternehmen liefert zuverlässig Qualität, und das schnell und preiswert. Ein Schwerpunkt liegt nach wie vor auf dem Druck von EAN-Etiketten für den Gartenbau. „Angefangen von 1.000 Stück bis zu einigen Millionen – auf Kundenwunsch fertigen wir jede Auftragsmenge.“ Und egal, wie viele Mengen geordert werden, der Anspruch, Wirtschaftlichkeit und professionelle Druckqualität zu vereinen, gilt laut Unternehmensphilosophie für jeden Auftrag.

Keine Klischeekosten

Die früheren Probleme des individuellen Etikettendrucks sind bei janßen contect „Schnee von gestern“. Kunden aller Branchen bekommen fertig gedruckte, sehr ansprechende Etiketten der neuesten Generation. Sie erhalten qualitativ hochwertige Etiketten nach ihren Vorlagen, digital, ohne Klischeekosten, auch in Kleinstmengen. Der Chef schwärmt von den Digitaldrucketiketten, von der selbstklebenden Offsetqualität der Etiketten auf Rolle. Dabei kann der Kunde aus einer Vielzahl an Materialien wählen: matte oder glänzende Papiere. Oder er entscheidet sich für eine Folie aus PP oder PET. „Unsere Digitaldruckmaschine bedruckt das gewählte Material in unübertroffener Qualität mehrfarbig nach CMYK – detailgetreu mit einer hohen Auflösung.

Nicht zuletzt bleibt zu erwähnen, dass es der Digitaldruck ermöglicht, kleine Auflagen hochwertiger Drucksachen schnell, kostengünstig und individuell herzustellen. Zum Einsatz kommen leistungsstarke Digitaldruckstraßen aus dem Hause Markem Imaje. Die Druckqualität ist dabei bestechend gut: hochauflösende Bildelemente und ein randscharfer, registergenauer Ausdruck.“ Nicht zu vergessen sind die Barcode-Etiketten für Unternehmen. „Wir drucken diese seit mehr als 15 Jahren für Industrie, Handel und Institutionen nach individueller Vorgabe.“ Auch mechanische sowie elektrische Hand- und auch Tischspender gehören zum Portfolio. Raimund Janßen fasst die Vorteile des Digitaldrucks noch einmal zusammen: bis zu 600 x 600 dpi optischer Auflösung, hochresistente UV-Farben; von Agfa zertifiziert, wisch- und kratzfest sowie wasserfest, keine Klischeekosten, kleine Auflagen, personalisierter Druck sowie Eindruck variabler Daten, kurzfristige Änderung der Daten möglich, kurzfristige Produktion.

Als IT-Firma gegründet

Sein Unternehmen, die Straelener Computer Systeme GmbH, feierte 2016 das 25-jährige Bestehen am neuen Standort an der Hubertusstraße in Straelen mit der Namensergänzung „janßen contect“, entsprechend der Spezialisierung in den Bereichen Telekommunikation, Etiketten und Computer. Wenn Raimund Janßen von den Anfängen spricht, fällt auch der Begriff „Garagenfirma“. Sein Vater hat die Firma Anfang der 90er-Jahre als Nebengewerbe gestartet. Es ging vor allem um den Verkauf von Software und Computern. „An Etiketten hat damals noch niemand gedacht.“ Auch den Sohn faszinierte das Thema. Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker stieg er voll ins Geschäft ein und wurde zu einem gefragten Ansprechpartner in Sachen Informations- und Kommunikationstechnologie. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Kundenspanne reicht von Kleinbetrieben bis zu Mittelständlern mit 100 Arbeitsplätzen. Neben den Infrastrukturen für IT und Telefonie werden u.a. aktuelle Cloud-Lösungen und umfangreiche Backup-Lösungen angeboten. „Wir setzen auf eine Rundumbetreuung“, betont Raimund Janßen. Diese reiche von der Inbetriebnahme der Geräte über deren Wartung bis hin zur raschen Behebung von Störungen, die Betriebe von einem Moment auf den anderen lahmlegen können. Grundsätzlich gilt: „Für jeden Bedarf schnüren wir das passende Paket.“ Für den Auftraggeber ist der Service aus Straelen sehr komfortabel. „Er erhält alles aus einer Hand und braucht sich um nichts zu kümmern.“
Daniel Boss | redaktion@revier-manager.de

Ausgabe 06/2018