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Buchvorstellungen (Ausgabe 01/2018)

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Disruptive Thinking

In diesem Buch geht es nicht um Digitalisierung. Jedenfalls nicht nur. Zwar hat die Digitalisierung zahlreiche Geschäftsmodelle hervorgebracht, die als disruptiv bezeichnet werden können, also einen etablierten Markt, ein Produkt oder eine Dienstleistung grundlegend ändern – oder sogar vollständig verdrängen können. Doch es geht von Mutius um weit mehr als nur darum, diese disruptiven Phänomene im Digitalen zu beschreiben. Vielmehr beobachtet er einen generellen Wandel des wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Seine Beobachtungen untermauert er mit einer Fülle an Beispielen und einer beeindruckenden Allgemeinbildung, wobei er sich als ebenso belesener wie eloquenter Autor erweist, weshalb dieses Buch leicht zu lesen, aber schwer zu erfassen ist.

In letzter Konsequenz münden alle seine Ideen in der Handlungsaufforderung, Fragen zu stellen und zu lernen, zu experimentieren und in der technologisierten Welt den Menschen zu stärken.

SALES!

Die meisten Grundlagen erfolgreichen Verkaufens haben sich über die Jahrzehnte nur wenig verändert. Daher liefert dieses Buch – durchaus erwartbar – über weite Strecken denn auch nur alten Wein in neuen Schläuchen. Doch wer durchhält, der wird belohnt. Denn gerade in den letzten Jahren hat sich das Einkaufswesen stark gewandelt und professionalisiert. Zudem hat die fortschreitende Digitalisierung großen Einfluss auf den (aktiven) Vertrieb und seine Strategien und Vorgehensweisen genommen.

Genau hier beweisen Sieck und Goldmann Expertise: Sie fordern den Leser  auf, sich mit der aktuellen Situation zu beschäftigen und sie zu analysieren. Schritt für Schritt erarbeiten sie 11 Erfolgsfaktoren – von der Ist-Analyse bis hin zum After-Sale, um den Vertrieb auf stabile Beine für die Gegenwart zu stellen. Dabei ist das Buch sachlich und übersichtlich aufgebaut und mit zahlreichen erklärenden Grafiken und herausgehobenen Tipps gespickt.

The Four

Für Galloway sind sie die vier einflussreichsten Unternehmen: Amazon, Apple, Facebook und Google. Er nennt sie „die Vier“ und stellt den Leser selbst vor die Entscheidung, ob sie für ihn Gott, Liebe, Sex und Konsum oder die vier apokalyptischen Reiter darstellen. Mit viel Hintergrundwissen stellt Galloway dar, wie diese Unternehmen sich entwickelt haben und welche Stellung sie in der Gegenwart einnehmen, indem sie das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben maßgeblich beeinflussen. Er entlarvt einige ihrer Vorgehensweisen und Methoden und deckt auch manipulative Tricks und Strategien auf. Dabei ist er ein Freund klarer, bisweilen respektloser Worte und erklärt seine Gedanken in deutlicher und leichter Sprache, wobei die Botschaften nicht immer leicht zu verdauen sind. Auf dass jeder selbst entscheide, wie er mit den Vieren umgeht, und was er sich möglicherweise auch von ihnen abschauen und von ihnen übernehmen kann

Andreas Kaldewey | redaktion@regio-manager.de

Ausgabe 01/2018