Georg Barnert Bedachungen: Qualität vom Dach bis in den Keller

Dachdeckerbetriebe wie Georg Barnert und Ernst Bedachungen aus Haan leisten weit mehr als das, was ihr Name aussagt: Neben der Dacheindeckung und der Fassadenbekleidung gehören jegliche Abdichtungsarbeiten im gesamten Haus zu ihrem täglichen Arbeitsspektrum.
Das alte Bauerngehöft im Osten Mettmanns liegt idyllisch zwischen den Feldern. Hier fügen sich altes Fachwerk und moderne Dachgestaltung in mehreren Gebäuden zu funktionalen Einheiten zusammen. Die Firma Georg Barnert GmbH aus Haan arbeitet schon seit mehr als zehn Jahren für den Eigentümer des großen Gehöfts. „Wir haben hier sowohl für das Wohnhaus als auch für einen neuen Anbau, mehrere Scheunen und die Stallungen die Dächer gefertigt“, sagt Georg Barnert, der Gründer und Geschäftsführer des Familienunternehmens. Abgesehen von den Dächern habe man im Laufe der Jahre auch die Wärmedämmung sowie manuelle und elektrisch betriebene Dachfenster in die verschiedenen Gebäude eingebaut. Demnächst folgt noch das Dach für die derzeit in Bau befindliche Reithalle.

Vielfältige Aufgaben

Der Mettmanner Bauernhof stellt ein gutes Beispiel für die Vielfalt des Dachdeckerhandwerks dar. Verstärkt wird dieses mit der noch recht jungen Berufsbezeichnung der Dach-, Wand- und Abdeckungstechnik, die ein Dachdecker trägt. „Unser Beruf ist heutzutage sehr anspruchsvoll und vielfältig“, erklärt Georg Barnert, der sein Handwerk nach wie vor leidenschaftlich ausübt. Gemeinsam mit seiner Frau Karin gründete er 1993 den Betrieb und blickt auch auf die damals nicht immer einfachen Jahre zurück. Zwar konnte er mit einem Freund kooperieren, indem sich die beiden Maschinen, Inventar und somit auch Investitionskosten teilten sowie Aufträge gemeinsam bearbeiteten, aber eng wurde es zwischendurch trotzdem. „Ich habe anfangs auch für Generalbauunternehmer gearbeitet, bin in Vorleistung gegangen und habe auch mal länger auf mein Geld warten müssen. Davon bin ich aufgrund dieser Erfahrungen ganz weggegangen.“ Stattdessen konzentrierte er sich auf Auftragsbearbeitung für Privatkunden, Industrie, Gewerbe und Kommunen. So wuchs sein kleiner Betrieb kontinuierlich, vor allem aufgrund des guten Services. „Uns konnte man zu jeder Tages- und Nachtzeit, an Wochenenden und Feiertagen erreichen. Das hat uns schon vor Jahren von anderen, meist größeren Unternehmen, abgehoben. Unsere Auftraggeber erinnerten sich an uns und kamen gerne wieder auf uns zurück.“ Nach etwa zehn Jahren hatte die Firma Barnert bereits zehn Mitarbeiter, was weiteres Wachstum ermöglichte. Im Jahr 2009 war mit 26 Mitarbeitern allerdings eine Grenze erreicht, die das Machbare überschritt. Die Idee war eigentlich gewesen, mit angestellten Meistern die Führung der Großbaustellen zu managen, doch dieses Ziel konnte nicht umgesetzt werden. Die ausgewählten Personen zeigten sich mit der Aufgabe überfordert. Die Barnerts standen mit der Leitung wieder allein da und mussten ihre Mitarbeiterzahl letzten Endes reduzieren.

Nachwuchs in den Startlöchern

Zu damaligen Zeiten war noch nicht absehbar, dass die beiden Söhne Robin und Adrian den gleichen Weg einschlagen würden wie ihr Vater. Der jüngere, Adrian, lernte das Handwerk im väterlichen Betrieb, während Robin die Ausbildung bei seinem Patenonkel machte, danach zwei Meistertitel (Dachdecker und Bauklempner) nachlegte und einen zusätzlichen Betrieb aufkaufte. Parallel zur Gründung schloss er auch noch den „Manager im Dachdeckerhandwerk“ ab. Sein Unternehmen Ernst Bedachungen hat den renommierten Namen behalten und beschäftigt derzeit vier Mitarbeiter. Die Auftragsbearbeitung läuft Hand in Hand mit dem Vater. „Die Gelegenheit bot sich an, weil der Inhaber keinen anderen geeigneten Nachfolger gefunden hatte“, erklärt Robin Barnert. „Mit der Unterstützung meiner Eltern habe ich es gewagt, in die Selbstständigkeit zu gehen.“ Die weiteren Nachfolgeregelungen für Georg Barnerts Betrieb sind noch nicht festgelegt, zeichnen sich allerdings schon ab, denn Adrian hat seine Meisterschule bereits begonnen und könnte in wenigen Jahren der Tradition folgen. Wie auch immer die Zukunft sich entwickelt, das Fortbestehen des Familienunternehmens ist in dieser Hinsicht gesichert. Georg Barnert hätte sich mit seinen 55 Jahren, von denen er 40 im Beruf verbracht hatte, gerne längst zur Ruhe gesetzt. So war es zumindest einmal geplant, als er sein Unternehmen gegründet hat. „Da war natürlich überhaupt noch nicht abzusehen, dass meine Söhne irgendwann mal mit einsteigen könnten. Weil sich genau das in den vergangenen Jahren aber immer weiter herauskristallisiert hat, bin ich weiter mit vollem Elan dabeigeblieben. Man weiß ja, wofür!“ So wird das rund 4.000 Quadratmeter große Lager- und Hallengelände am Rande von Haan wohl auch bald sein Gesicht verändern. Die verwinkelten Gebäudestrukturen dort sollen nach Möglichkeit einem Neubau weichen.

Große Dienstleistungsbandbreite

Zusammen bieten die Unternehmen der Familie ein großes Spektrum an Dienstleistungen für Privatkunden, Gewerbe und Industrie an. Spezialisiert haben sich Georg und Robin Barnert auf bituminöse Flachdachabdichtungen. „Eine Besonderheit sind dabei unsere Dächer mit 15 Jahren Garantie“, betont Robin. Der Größe seien dabei keine Grenzen gesetzt, wenngleich die meisten Dächer zwischen 100 und 1.500 Quadratmetern groß sind. Passend dazu werden auch Garagen- und Industriefußböden zwischen 15 und 500 Quadratmetern Fläche angeboten, außerdem Fassadenbekleidungen aus Materialien wie Schiefer, Holz und Zink (oder anderen Metallen). Hinzu kommen noch klassische Steildächer, Keller-, Terrassen- und Balkonabdichtungen sowie Abdichtungen von Großküchen, beispielsweise im klinischen Bereich. „Vor Kurzem haben wir sogar eine Poolabdichtung vorgenommen. Das gehört nicht zum Standardprogramm, ist aber grundsätzlich auch möglich“, erklärt Robin Barnert. Mit dieser großen Bandbreite hat sich über die Jahre ein solider und branchenübergreifender Stammkundenkreis entwickelt, der sich hauptsächlich aus Privatkunden, Hausverwaltungen und Kirchengemeinden, aber auch aus vielen Weiteren – wie zum Beispiel dem Bauernhof in Mettmann – zusammensetzt. Natürlich können auch spezifische Kundenwünsche von den Dachdeckerbetrieben verwirklicht werden. „Erst vor Kurzem haben wir bei einem Paar mit bayrischen Wurzeln ein Biberschwanzdach gedeckt“, erinnert sich Georg. Die Vielfalt der Fähigkeiten seiner Mitarbeiter erfüllt ihn nicht nur mit Stolz, er kümmert sich sogar persönlich darum, dass die gesamte Belegschaft geschult und fortgebildet wird.

In Bildung investieren

Überhaupt liegt die Bildung dem Familienunternehmen sehr am Herzen. Schon seit dem zweiten Jahr des Bestehens werden eigene Fachkräfte aus- und weitergebildet. „Es ist die absolute Basis dafür, dass man überhaupt fähige Mitarbeiter hat“, sagt Karin Barnert, auch in Erinnerung an die Versuche, mit angeworbenen Meistern zu arbeiten. „In der heutigen Zeit bietet der Beruf zahlreiche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten und es liegt ja an den Handwerksbetrieben selbst, dafür zu werben und Jugendliche für den Beruf zu begeistern.“ Dies zeigen Georg und Robin Barnert auch durch vielfältiges ehrenamtliches Engagement: So ist Georg beispielsweise Vorstandsmitglied der Dachdeckerinnung, Robin Mitglied der Gilde, Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses und Mitglied im Berufsbildungsausschuss des Verbandes Nordrhein. Beide sind in der Delegiertenversammlung vertreten. Mit ihrer Erfahrung und ihren Ehrenämtern wissen die beiden auch ganz genau, wann ein Dachdecker mit seinen vielfältigen Tätigkeiten in die Planungen für Sanierungen oder Neubauten einbezogen werden sollte. „Von Anfang an“, erklärt Robin, „insbesondere wenn jemand die Planungen ohne fachmännische Hilfe beginnt. Unsere Arbeit beginnt im Keller und endet auf dem First. Daher können wir mit unserem Fachwissen jede Planungsphase entscheidend bereichern und dazu beitragen, unterm Strich Zeit und Geld zu sparen.“ Im Prinzip kann das Dachdeckerhandwerk zu fast allen Gewerken bei Neubau oder Sanierung beitragen, von Elektro- und Sanitärarbeiten einmal abgesehen. Stefan Mülders | redaktion@regiomanager.de

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Ausgabe 05/2019

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Georg Barnert Bedachung, Bauklempnerei

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