GOERTZ Medientechnik und Videokonferenz: Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte

Firmen ersetzen aktuell Meetings vor Ort durch Videokonferenzen, um ihre Mitarbeiter vor dem Corona-Virus zu schützen. Doch die Technik hat mitunter ihre Tücken. Hier weiß die Firma GOERTZ Medientechnik GmbH Rat.
(Foto: Jochen Rolfes)
(Foto: Jochen Rolfes)
Die Corona-Pandemie hält die gesamte Welt in Atem. Wegen zahlreicher Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor der Covid-19-Erkrankung nutzen Staatschefs wie Angela Merkel und Experten vor allem Videokonferenzen, um über Maßnahmen zu beraten und die Bürger zu informieren. Auch aus dem Alltag zahlreicher Firmen sind virtuelle Meetings nicht mehr wegzudenken, um Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen. Gut, dass es für das Einrichten der Technik Spezialisten wie die Düsseldorfer Firma GOERTZ Medientechnik GmbH gibt. Martin Goertz, der über eine mehr als 30-jährige Erfahrung in der Medientechnik-Branche verfügt, hat die Firma im Jahr 2005 gegründet. Das Team des Full-Service-Dienstleisters für audiovisuelle Projekte hat Erfahrung in allen Bereichen der Medientechnik. Der Düsseldorfer Betrieb bietet Kunden vor allem Videokonferenz-Lösungen für sogenannte Huddle Rooms, also Besprechungsräume für bis zu sechs Personen, sowie für mittlere Besprechungsräume und große Konferenzräume an.

Sprach- und Videoqualität sind entscheidend

„Wir alle erleben diese Pandemie mit ihren gravierenden Folgen und können nur hoffen, dass wir und unsere Liebsten möglichst unversehrt aus dieser Situation herauskommen“, sagt Goertz. „Entscheidungen für das Homeoffice oder Videokonferenzen wurden vor der Ausbreitung von Corona von langer Hand vorbereitet. Nun muss alles schnell gehen“, so Goertz weiter. Der große Vorteil der Videotelefonie liegt darin, dass die Entfernung der Teilnehmer keine Rolle spielt. Teilnehmen können Mitarbeiter, Lieferanten oder Kunden flexibel über ihr Smartphone, ihren Laptop oder ihr Tablet. Der Organisationsaufwand gerade bei kleinen Spontan-Meetings über eine professionelle Videokonferenz-Lösung ist Goertz zufolge vergleichsweise gering. Genauso wie der Preis für Einsteigerpakete. Für erste Gehversuche mit Videokonferenzen können Firmen Laptops mit einer Videokonferenz-App wie Zoom sowie eine separate Desktop-Kamera möglichst mit eingebautem Mikrofon nutzen. Allerdings müssen Firmen dann starke Abstriche bei der Qualität in Kauf nehmen. Wenn Unternehmen beim Aufsetzen einer Videokonferenz handwerkliche Fehler machen, kann es beispielsweise vorkommen, dass sich die Beteiligten nur als dunkle Schatten sehen. „In diesem Fall wäre dann sogar ein Telefonat für die Teilnehmer die bessere Wahl gewesen“, sagt Goertz.

Technik muss sauber im Hintergrund laufen

Auch an schlechten Tonwiedergaben stören sich die Beteiligten mitunter. Wenn etwa ein Teilnehmer mit Hall-Effekt spricht und bei den anderen Teilnehmern das Mikrofon automatisch stummgeschaltet wird, obwohl jemand etwas sagen möchte. Das führt laut Goertz dazu, dass der Kern der Kommunikation verloren geht, weil die technischen Schwierigkeiten mehr Aufmerksamkeit kosten als der Inhalt. Daher ist es wichtig, sich vorab mit Experten über die notwendigen technischen und Software-Anforderungen auszutauschen, damit die Technik im Hintergrund zuverlässig und störungsfrei funktioniert. „Wenn Unternehmen in ihre Medientechnik investieren und an der falschen Stelle sparen, sind oftmals die Folgekosten beim Betrieb der Anlage durch Service-Techniker, die beauftragt werden müssen, höher als der Betrag, den Firmen direkt in die Hand nehmen sollten“, sagt Goertz. Generell sollten Unternehmen bei Videokonferenzen darauf achten, dass sich nicht zu viele Personen in einem Raum befinden. Es könne sonst vorkommen, dass, je nach System, nicht alle Personen im Bild gut sichtbar sind. Auch der Raum und der Konferenztisch dürfen aus Goertz Sicht nicht zu groß ausfallen. Außerdem sollte der Raum einen neutralen oder zumindest gleichmäßigen Hintergrund haben. Wichtig sei auch ein Display oder Beamer in der richtigen Größe, um die Gesprächspartner gut zu erkennen. Die einzelnen Geräte können festmontiert oder mobil eingesetzt werden. Um die Abhörsicherheit zu gewährleisten, sollten Firmen bevorzugt verkabelte Komponenten einsetzen und insbesondere in der aktuellen Situation einen Teil ihres Bandbreitenvolumens in der IT für häufig genutzte Systeme reservieren“, rät Goertz.

Gründliche Vorbereitungen sind wichtig

Für Videokonferenzen gibt es auf dem Markt eine Vielzahl an Lösungen wie Microsoft Teams oder Zoom und unterschiedliche Hardware-Anbieter. „Wir helfen Firmen, die Software mit der passenden Hardware zu kombinieren“, sagt der Geschäftsführer von GOERTZ Medientechnik. Insgesamt gebe es eine Vielzahl an Stellschrauben, die die Kommunikation verbessern und die sogenannte Behaltensleistung optimieren. Eine gut und sinnvoll eingesetzte Technik unterscheidet Goertz zufolge eine erfolgreiche Videokonferenz von einer, die Teilnehmer „nur Nerven kostet und wegen technischer Schwierigkeiten immer wieder unterbrochen werden muss“. Um den Nutzwert für ihre Kunden langfristig zu erhöhen, setzt das Team der GOERTZ Medientechnik auf qualitativ hochwertige Hardwarelösungen von Firmen wie Crestron, Jabra, Samsung, Panasonic und NEC. Wichtig ist Goertz bei allen Projekten eine intensive persönliche Beratung im Vorfeld, eine seriöse und durchdachte Planung sowie eine perfekte Ausführung – und zwar „alles aus einer Hand“.

Individuelle Lösungen nach Bedarf

Manche Kunden beauftragen die Medientechnik-Spezialisten mit einer komplett neuen Konferenzraumeinrichtung. Andere interessieren sich nur für die technische Ausstattung für Videokonferenzen. Diese Fragen klärt das Team von GOERTZ Medientechnik gerne in einem individuellen Beratungsgespräch zu Beginn der Zusammenarbeit am Telefon oder idealerweise in den Besprechungsräumen vor Ort, in denen die Technik installiert werden soll. Kunden können entscheiden, ob sie die Produkte mieten, leasen oder kaufen. Zu den aktuellen Trends beim technischen Equipment für Videokonferenzen gehören Kameras, die den Bildausschnitt selbstständig an die Anzahl der erkannten Personen anpassen. Auch Kameras mit 180-Grad-Bildwinkel sind derzeit bei den Kunden von GOERTZ Medientechnik beliebt, da sie auch Personen erfassen, die nicht unmittelbar vor der Kamera sitzen. Durch den technischen Fortschritt gerade in den vergangenen fünf Jahren gibt es Goertz zufolge mittlerweile eine sehr gute technische Ausrüstung für Videokonferenzen zu bezahlbaren Preisen und mit einem überschaubaren technischen Aufwand. Teilnehmer brauchen mittlerweile weniger Vorkenntnisse, um die Technik zu bedienen.

Komponenten versteckt montieren

Für die Industrie- und Handelskammer in Düsseldorf hat das Team von GOERTZ Medientechnik beispielsweise Videokonferenz- bzw. Touch-Display-Lösungen für die Sitzungs- und Konferenzräume installiert. „Es ging darum, die Räume ohne große Umbauarbeiten mit einem interaktiven Touch-Display, einer drahtlosen Bildübertragung und einer Videokonferenzlösung für SkypeForBusiness auszurüsten“, erinnert sich Goertz. Gelöst hat das Team diese Aufgabe mit einem 86-Zoll-Iiyama-Touch-Display mit integriertem Windows 10-i5-Slot-In-PC. Das Team hat in den Räumen außerdem Huddly-Kameras angebracht, die abhängig von der Anzahl der anwesenden Personen den passenden Bildausschnitt auswählen, sowie ein Barco-ClickShare-System und eine Crestron-Soundbar. „Alle Komponenten sind für die bessere Optik entweder im Display selbst oder versteckt hinter dem Display montiert“, erklärt Goertz. Nur Strom- und Netzwerkverbindungen sind sichtbar. Ein ähnliches Projekt haben die Techniker auch für die Verlagsanstalt und andere Kunden realisiert. „Da in vielen Räumen keine neuen Kabel gelegt werden konnten, haben wir eine Bluetooth-Lösung für die Mikrofonanlage eingesetzt“, sagt Goertz. Auch hier haben die Medientechniker alle Komponenten im Display selbst oder im elektrisch höhenverstellbaren Rollstandfuß versteckt montiert.


RWM: Herr Goertz, inwiefern lohnt es sich für Unternehmen, aktuell in hochwertige Videokonferenz-Lösungen zu investieren?

Martin Goertz: Jetzt aus der Notwendigkeit durch Corona in Videotechnik zu investieren, ist für Unternehmen sinnvoll, da es sich langfristig auszahlt. Nach Ende der Corona-Pandemie können Firmen mit professionellen Videokonferenz-Lösungen die Anzahl ihrer Geschäftsreisen und insbesondere von Flugreisen entscheidend reduzieren und so ihrem Anspruch an Nachhaltigkeit, an dem sie auch gemessen werden, gerecht werden. Es ist für Betriebe eine große Chance, diese virtuelle Art der Kommunikation langfristig zu nutzen, um ihren Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten.

RWM: Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Arbeitsorganisation von Mitarbeitern?

Martin Goertz: Das Thema Videokonferenzen ist ähnlich wie die 3-D-Technologie über die Jahre im Markt immer wieder in Wellen stärker in den Vordergrund gerückt. Die Videokonferenz wird aber nun nachhaltig im Markt ankommen. Da die Digitalisierung zunehmen wird, kommen Unternehmen an Videokonferenzen mittlerweile nicht mehr vorbei. Mitarbeiter werden immer mehr in globalen Teams an Projekten und Dokumenten arbeiten. Für den wirtschaftlichen Erfolg wird die Vernetzung immer wichtiger werden, nicht nur global, sondern auch im regionalen Umfeld. Das Angebot für Mitarbeiter, von zuhause aus zu arbeiten, wird gerade in Großunternehmen immer wichtiger. Teilweise bauen Konzerne Firmensitze nur noch für die Hälfte der Belegschaft, die sich täglich einen neuen Schreibtisch aussucht und einen Teil ihrer Arbeitszeit im Home-Office verbringt. Auch bei kleinen und mittelständischen Firmen zieht die Qualität der Videokonferenz-Räume derzeit deutlich an.

RWM: Welche Auflösung empfehlen Sie Firmen für ihre Videokonferenz-Anlagen?

Martin Goertz: Firmen, die heute in eine zukunftssichere Ausstattung für Videokonferenzen investieren wollen, die auch in fünf Jahren noch gute Ergebnisse liefert, sollten sich für die Verarbeitung und Anzeige von Inhalten in einer 4K-Auflösung entscheiden. Durch den technischen Fortschritt gibt es auf dem Markt für kleine, mittlere und große Räume zahlreiche Angebote, sodass Unternehmen mit kleinen Budgets schon vernünftige Videokonferenzen auf die Beine stellen können.

RWM: Herr Goertz, herzlichen Dank für das Gespräch.
Barbara Bocks| redaktion@regiomanager.de

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Ausgabe 02/2020

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