TSM Gruppe: Brandschutz neu gedacht

Als Experte für Kommunikations- und Sicherheitssysteme ist die Ratinger TSM GmbH Full-Service-Partner für Gebäudeeigentümer und -betreiber. Ein Schwerpunkt ist die „sanfte Migration“: die fachgerechte Erneuerung von insbesondere Brandschutzsystemen im laufenden Betrieb.
Axel Riedner, Prokurist und Leiter für Vertrieb & Marketing, mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter Eric Tillig (v.l.)
Axel Riedner, Prokurist und Leiter für Vertrieb & Marketing, mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter Eric Tillig (v.l.)
Der Signalton geht durch Mark und Bein. Wieder einmal. Die Menschen im Gebäude bleiben ruhig. „Wieder ein Fehlalarm. Bestimmt.“ Kurz darauf steht die Feuerwehr mit mehreren Einsatzwagen vor der Türe, nur um wenige Minuten später mit Sack und Pack wieder abzurücken. Es bleibt bei den Einsatzkosten, weder ein Personen- noch Gebäudeschaden ist zu beklagen. Zum Glück. Aber was, wenn doch mal …? Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht … Kein gutes Prinzip, um Sicherheit zu gewährleisten. Nicht nur Facility- und Gebäudemanager kennen dieses oder ähnliche Probleme in ihren Objekten: Sicherheitsanlagen, insbesondere Brandmeldesysteme, entsprechen nicht mehr dem modernsten Standard und müssen in absehbarer Zukunft erneuert werden. Der Bestandsschutz wirkt immer nur für einen überschaubaren Zeitraum, auch wenn der eine oder andere Fehlalarm noch keinen Ausschlag für ein Erlöschen ist. „Die sogenannte Abkündigung des Herstellers ist für viele Gebäudeeigentümer das erste Warnsignal, dass ihre Sicherheitstechnik nicht mehr lange betrieben wird“, weiß Eric Tillig, Geschäftsführer der Ratinger TSM GmbH. Der Experte für Kommunikations- und Sicherheitssysteme berät und betreut deutschlandweit zahlreiche Kunden. Die „Abkündigung“ ist die Mitteilung des Herstellers, dass für die entsprechende Anlage keine Ersatzteile mehr lieferbar sind oder sein werden. „Uns ist sehr an langfristigen Kundenbeziehungen gelegen, darum suchen wir immer nach budgetfreundlichen Lösungen. Denn uns ist bewusst, dass jeder Unternehmer lieber in andere Themen investieren würde, die ihm auch einen direkten Gegenwert liefern.“
Erneuerung im Bestand
Doch Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen sind notwendig und verursachen je nach Gebäudeart und -größe auch hohe Ausgaben. Entsprechend wichtig ist eine exakte Planung, egal ob für Neubauten oder für Sanierungen im Bestand. Für den Bedarf der Erneuerung von Sicherheitstechnik gibt es verschiedene Gründe. Solange sich an einem Gebäude nichts verändert und die Technik weiterhin funktioniert, ist sie durch den Bestandsschutz „gesichert“. Kommt es aber zu Ausfällen, ist Handlungsbedarf gegeben. Andere Gründe könnten auch eine Nutzungsänderung von Gebäuden oder auch nur Teilen davon sein. Oder bauliche Maßnahmen, die eine Veränderung der Sicherheitskonzepte oder -technik erfordern. „Dann fällt der Bestandsschutz weg und in der Regel muss die komplette Sicherheitstechnik erneuert werden“, weiß Axel Riedner, Prokurist und Leiter Vertrieb und Marketing bei TSM. „Wir haben dafür ein Grundkonzept entwickelt, das einen nahezu reibungslosen Betriebsablauf in den betroffenen Unternehmen gewährleistet.“ Sanfte Migration nennt TSM dieses Konzept, das während des laufenden Betriebs einen schrittweisen Austausch der Sicherheitstechnik im Bestand ermöglicht. Ziel dabei ist, jederzeit den vollen Überwachungsumfang zu gewährleisten, egal in welchem Umbauabschnitt man sich gerade befindet. Die Dauer und Anzahl der Bauabschnitte sind dabei höchst individuell zu planen und durchzuführen und richten sich nach den Wünschen des Kunden, den strukturellen und baulichen Rahmenbedingungen und vor allem den behördlichen Auflagen. Als Full-Service-Dienstleister kümmert TSM sich dabei – ähnlich wie ein Generalunternehmer beim Bau – um alle Abläufe: von der Analyse über die Planung und Abstimmung mit notwendigen Partnern bis hin zur baulichen Umsetzung und Abnahme der Anlagen. „Wir nehmen dem Kunden alles ab“, so Riedner. „Er gibt lediglich den Auftrag und kümmert sich um unsere Rechnung“, ergänzt er mit einem leichten Lächeln. Selbstverständlich ist die langfristige Beziehung über Wartungs- und Serviceverträge ebenfalls Bestandteil des TSM-Geschäftsprinzips. Allerdings nicht zwingend für den Kunden: „Wir setzen nicht auf proprietäre Systeme, die Kunden an einen bestimmten Hersteller binden und keinen Spielraum lassen. Stattdessen verwenden wir offene Systeme, die auch nach Jahren noch einen Wechsel des Servicepartners zulassen – wenngleich uns natürlich sehr an langfristigen Geschäftsbeziehungen gelegen ist.“ Nachdem sich ein potenzieller Kunde in einer derartigen Angelegenheit an die TSM GmbH gewandt hat, erfolgt zunächst eine intensive Analyse des Ist-Zustands und Bedarfs des Kunden. „Deutschland hat bereits genug Beispiele, in denen eine unzulängliche Planung – egal ob bei Neubauten oder Sanierungen – für erhebliche Verzögerungen und Kostensteigerungen gesorgt hat“, sagt Eric Tillig. „Das wollen wir natürlich nicht erleben und legen daher großen Wert auf eine umfassende und nachhaltige Planung, bevor wir die Umsetzung der Baumaßnahme starten.“ Entsprechend strategisch wird das Konzept in Angriff genommen. Behörden werden ebenso intensiv einbezogen wie Feuerwehren und Sachverständige. Für die bauliche Umsetzung greift TSM auf zahlreiche erfahrene Dienstleister zurück – deutschlandweit, aber koordiniert und überwacht von Ratingen aus. Abschließend erfolgt die Abnahme. „Einer der schwierigsten Aufgaben stellt sich manchmal schon am Anfang des Prozesses: wenn der Gebäudemanager nicht alle notwendigen Unterlagen zur Hand hat oder es statt eines Brandschutzkonzeptes nur eine ‚uralte‘ zweiseitige Baugenehmigung gibt.“
Intelligente Systeme
Neben verstärkten behördlichen Auflagen, die u.a. der inzwischen mehr als 20 Jahre zurückliegenden Brandkatastrophe am Flughafen Düsseldorf geschuldet sind, stellen sich den Experten für sicherheitstechnische Systeme noch ganz andere Herausforderungen. „Eines unserer großen Themen ist die Konvergenz der Systeme“, sagt Axel Riedner. „Die unterschiedlichen Sicherheitskomponenten in einem Gebäude müssen stärker miteinander vernetzt werden.“ Und die Planer der TSM GmbH wissen, wovon sie reden, gehören doch große Einkaufszentren, Kaufhäuser, Banken, Kliniken, Schulen, Verwaltungsgebäude oder große Facility-Dienstleister zum Kundenstamm. „Hier müssen die übergreifenden Sicherheitssysteme eine Komplexes mit denen des einzelnen Ladenlokals zusammengeschaltet sowie akustische und optische Signalelemente aufeinander abgestimmt werden. Ebenso muss es einem Pächter oder Mitarbeiter eines einzelnen Ladens möglich sein, seinen Bereich zu betreten, ohne den Einbruchalarm des Gesamtgebäudes auszulösen.“ Brandmelde-, Video- und Sprachtechnik sind also über (digitale) Schnittstellen eng miteinander zu verbinden, damit sie größtmögliche Sicherheit bieten. Ein weiterer Modernisierungsfaktor ist die Fluchtwegkennzeichnung. Anstelle der bisherigen statischen grünen Leuchtelemente werden in Zukunft dynamische Fluchtwegkennzeichnungen den Weg weisen – damit Menschen auf der Flucht nicht direkt in die Gefahrenstelle geleitet werden, wie es damals am Flughafen Düsseldorf der Fall war.
Breites Spektrum
Das Spektrum der TSM GmbH lässt sich grundsätzlich in zwei grobe Bereiche teilen: Zum einen ist das die planerische Kompetenz und Implementierung der Anlagen, zum anderen die langfristige Betreuung inklusive Wartung, Service und Instandhaltung. Spezialisiert ist das Ratinger Unternehmen auf Brand- und Sprachalarmierungssysteme, Videoüberwachung und Einbruchsvorbeugung. Aber auch Telekommunikations- und Gebäudemanagementsysteme sind dem Kundenanspruch folgend im Portfolio. Gerade durch Ereignisse der jüngeren Vergangenheit, wurden in zunehmender Zahl auch Amokwarnsysteme mit stillen Alarmen zur Weiterleitung an ausgewählte Personenkreise und deren Endgeräte, installiert. Bedarf haben hier besonders Schulen und Einkaufszentren. Über die eigene Kompetenz hinaus arbeitet TSM sehr eng mit wichtigen Partnern zusammen: Sachverständige und lokale Feuerwehren. „Wir holen die Experten der Feuerwehren immer sehr früh dazu“, sagt Tillig. „Mit ihnen planen wir die optimale Lokalisation der einzelnen Melder und erstellen Lauf- und Lagepläne. Damit wird ein exaktes Anfahren der Feuerwehr an das betreffende Gebäude im Einsatzfall möglich und die Einsatzkräfte wissen schnell, wie sie zügig den vermutlichen Brand, also den auslösenden Melder, erreichen.“ Im Fall des Falles passieren dann viele Prozesse gleichzeitig: Außer der direkten Meldung an die Leitstelle der Feuerwehr öffnen sich Fluchttüren und Drehkreuze und es werden beispielsweise Lüftungsanlagen, Aufzüge oder Rolltreppen gesteuert. In Produktionsbetrieben werden Transportbänder automatisch gestoppt.
Das Unternehmen
Vor 15 Jahren mit fünf Mitarbeitern in Duisburg gegründet, ist die TSM GmbH in einer boomenden Branche stetig gewachsen. 2009 erfolgte der Umzug nach Ratingen in den heute noch bestehenden Firmensitz, dessen Gebäudestrukturen seinerzeit kernsaniert wurden. TSM ist für zahlreiche Sicherheitssysteme und technische Komponenten zertifiziert und mit mehreren Service- und Montagestandorten bundesweit vertreten. Rund 30 Mitarbeiter, darunter fünf leitende Monteure, sorgen für reibungslose Projektabläufe und Wartungssicherheit. Das Unternehmen versteht sich als kompetenter Full-Service-Dienstleister – von der Planung bis zur Instandhaltung alles aus einer Hand – und verhindert mit seiner langjährigen Erfahrung und entsprechendem Know-how, dass Unternehmen zum „Versuchsobjekt“ der Hersteller werden. Eine deutschlandweite Expansion ergibt sich nicht nur aus der Steigerung der Auftragslage, sondern auch durch gezielte Zukäufe und Unternehmensübernahmen, vorzugsweise als Nachfolgeregelung. „Aber auch diese Prozesse brauchen sorgfältige Planung und durchaus auch lange Vorlaufzeiten“, sagt Eric Tillig.

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Ausgabe 06/2019

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TSM Kommunikation und Sicherheit

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