Malerbetrieb Dohm & Huly: 111 Jahre handwerkliche Vielfalt

Fassade – Raum – Boden: Der Velberter Malerbetrieb Dohm & Huly ist für alle Arbeiten in diesen Bereichen bestens gerüstet. Und das sowohl für private Haushalte und Unternehmen wie für die öffentliche Hand.
Die Geschäftsführer Thomas Langkamp und Stefan Grüneisen (v.l.)
Die Geschäftsführer Thomas Langkamp und Stefan Grüneisen (v.l.)
Wenn man die Räumlichkeiten des Malerbetriebes Dohm & Huly betritt, spürt man es schon: Irgendetwas ist anders hier. Die gleichberechtigten Eigentümer des Unternehmens, Thomas Langkamp und Stefan Grüneisen, versprühen den Elan und die Kompetenz, die ein Betrieb in dieser Größe auf dem Markt präsentieren muss. Die Harmonie, mit der die beiden Geschäftsleute gemeinsam die Geschicke des Unternehmens leiten, trägt sicherlich einen großen Teil zu dem Erfolg bei. Freundlich, aufgeschlossen und ehrlich treten sie nicht nur bei ihren Kunden auf, sondern verhalten sich auch so ihren fast 30 Mitarbeitern gegenüber. Diese engagieren sich in einem Malerbetrieb, der neben den Arbeiten bei privaten Auftraggebern auch in Großobjekten aktiv ist. Als Mitte Mai das neue Einkaufszentrum „Stadtgalerie Velbert“ eröffnete, war das für die Mittelstadt im Norden des Kreises Mettmann ein Meilenstein der Stadtentwicklung. Und an diesem Meilenstein konnte auch Dohm & Huly aus dem Stadtteil Langenberg erfolgreich mitwirken. „Die besondere Herausforderung in der Ausschreibung war die Kombifassade aus Naturstein, Stuckelementen mit dekorativer Oberflächengestaltung und in Putz eingearbeitete Piktogramme und Schriften“, sagt Stefan Grüneisen, neben Thomas Langkamp Geschäftsführer und Gesellschafter des mittelständischen Handwerksunternehmens mit langjähriger Tradition. Außerdem sind die Arbeiten an dem Gebäudekomplex in relativ kurzer Zeit bewältigt worden. Erst Anfang 2018 waren die handwerklichen Leistungen ausgeschrieben worden, im Juni ging es dann los. Die wesentlichen Bereiche waren zur Eröffnung fertiggestellt; an einigen wenigen Stellen wurde aber noch etwa zwei Monate lang weitergearbeitet. Zwischen 20 und 25 Mitarbeiter waren dann daran beteiligt, Außenfassade, Öffentlichkeitsbereiche und Treppenhäuser im Inneren, Sozialbereiche sowie auch einige der Ladenlokale auszugestalten. Unterstützt wurde der Velberter Betrieb dabei immer wieder durch kooperierende Unternehmen.

Große Bandbreite

Die „Stadtgalerie Velbert“ war in der Dimension und der Zahl der im Prozess beteiligten Unternehmen einer der größten Aufträge, den Dohm & Huly in der jüngeren Vergangenheit abgewickelt hat. Ursprünglich als klassischer Malerbetrieb gegründet, hatte sich der Handwerksbetrieb insbesondere nach der Übernahme durch Thomas Langkamp Ende der 1990er-Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und das Portfolio ausgebaut. Zu Maler- und Lackierarbeiten kamen sukzessive Wärmedämmung, Bodenbeläge, Beton- und Balkonsanierungen hinzu. Gleichzeitig wurde auch die Mitarbeiterzahl erhöht – von damals fünf auf inzwischen fast 30, darunter ein Auszubildender und ein Kollege, der seit 46 Jahren ununterbrochen im Unternehmen arbeitet. „Wir sind stolz auf die geringe Fluktuation in der Belegschaft, aber Fachkräfte sind trotzdem knapp. Auch darum bilden wir das benötigte Fachpersonal selbst aus“, sagt Grüneisen. Dohm & Huly steht für qualitativ hochwertige handwerkliche Leistungen, die mit Kreativität ganz im Sinne der individuellen Kundenvorstellungen umgesetzt werden. Das Portfolio umfasst beispielsweise klassische Tapezier-, Maler- und Lackierarbeiten, Industrieanstriche, Fassadensanierungen, energetische Sanierungen, ökologische Fassaden- und Innenraumgestaltungen, Balkon- und Betonsanierungen, Wand- und Deckengestaltungen, Verlegung von Bodenbelägen und Bodenbeschichtungen. So aufgestellt, sei der Betrieb in der Lage, von der kleinen Wohnung bis zum Großprojekt alle Anforderungen zu bewältigen. Das Jobcenter und die neue Polizeiwache Velbert, ein produzierendes Unternehmen in Wuppertal, die Justizvollzugsanstalt Wuppertal oder sieben Wohnkomplexe der Baugenossenschaft Niederberg mit über 150 Einheiten wurden beispielsweise in der jüngeren Vergangenheit bewältigt. Mit einem Velberter Hersteller von weltweit ausgelieferten Flugzeugsimulatoren besteht eine langfristige Kooperation für die notwendigen Lackierarbeiten. Für die Fahrt zu den Baustellen stehen zwölf firmeneigene Fahrzeuge zur Verfügung.

Modern und nachhaltig

Dohm & Huly geht mit der Zeit und ist in vielfacher Hinsicht modern aufgestellt. Das gilt nicht nur für Maschinen und Arbeitsweisen, sondern auch für das Material. „Unsere Branche greift immer mehr auf nachhaltige Werkstoffe zurück“, sagt Thomas Langkamp. Dazu gehören Naturfarben und Putze aus Lehm oder Kalk, Fassadendämmungen aus Hanf oder schadstoff- bzw. weichmacherfreie Bodenbeläge, die auch in antiallergenen Varianten erhältlich sind. Tapeten und Wandbeläge können heute im hochwertigen Segment ebenfalls aus nachhaltigen Werkstoffen hergestellt sein. So wird mit Oberflächenstrukturen aus Pflanzenfasern, Holz oder Natursteingranulat gearbeitet. „Wobei gerade die Wandgestaltung mit Naturstein nicht flächig eingesetzt wird, sondern nur zur Akzentuierung“, erklärt Langkamp. „Aber es gelingen damit ganz ausgezeichnete und individuelle Gestaltungen. Und meistens bekommen wir – auch nach anfänglicher Skepsis – leuchtende Kundenaugen zurück. Das ist für uns und unsere Mitarbeiter ein kleiner Zusatzlohn für geleistete Arbeit.“ Ganz abgesehen davon, dass in diesem Bereich jeder Mitarbeiter durch ein fertiges Endprodukt immer gleich sieht, was er geleistet hat. „Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Weder beim Kunden noch beim Mitarbeiter.“ Und die moderne Wandgestaltung durch Tapeten kann noch viel mehr. So lassen sich robuste und wasserbeständige Varianten anstelle von Fliesenspiegeln in der Küche anbringen oder gleich zur fugenlosen Badgestaltung einsetzen. Das findet nicht nur in Privathäusern Anwendung, sondern zunehmend auch in Hotels, Büros und der Gastronomie. Ebenfalls gerne gekauft werden höchst individuelle Tapeten, bei denen ein eigenes Foto auf die Wandgröße hochgezogen und direkt auf die Bahnen gedruckt wird. „Wir benötigen nur das gewünschte Foto und die Maße der Wand, dann steht der persönlichen Raumgestaltung nichts mehr im Wege“, ergänzt Stefan Grüneisen die Ausführungen seines Geschäftsführer-Kollegen. Die beiden suchen ständig nach Innovationen und Nischen in der Branche und verfolgen auch dabei den Nachhaltigkeitsgedanken. So ist Dohm & Huly beispielsweise bei Bodenbeschichtungen nach WHG (Wasserhaushaltsgesetz) und in der Betonsanierung nach SIVV zertifiziert und besitzt den Sachkundenachweis nach TRGS 519, darf also Asbestrückbau vornehmen. Eher als Marketingmaßnahme gedacht ist hingegen die Farbe mit eigenem Label. Die Velberter verkaufen zwei unterschiedliche Qualitäten weißer Farbe mit ihrem Logo und unter ihrem Namen.

Digitalisierung ist eine große Aufgabe

Nachhaltigkeit beginnt bei Dohm & Huly bereits in der Verwaltung. Im Zuge von Digitalisierungsprozessen streben Grüneisen und Langkamp das papierlose Büro an. An den Einsatzorten kann zwar noch nicht digital über Smartphone oder Tablet auf die Projektplanungen zurückgegriffen werden, aber auch daran wird bereits gearbeitet. Die Planungsarbeiten an sich erfolgen aber bereits komplett digital, ebenso wie die Verwaltung der Maschinen und Geräte. „Dafür haben unsere Mitarbeiter eine App auf ihren Smartphones, mit der sie den QR-Code der entsprechenden Einsatzmittel scannen und für sich verbuchen. Damit wissen wir auch ohne GPS-Tracking immer, wer welche Maschinen und Geräte wo im Einsatz hat“, erklärt Grüneisen. Auch Bedienungsanleitungen und die Wartungsintervalle sind digital hinterlegt; bei Reparaturbedarf werden die Geräte ins entsprechende Regal abgelegt und dort „eingebucht“. Die interne Kommunikation funktioniert über einen eigenen Chat, der sowohl am Firmenstandort wie auch von den Mitarbeitern unterwegs genutzt wird. Auch Gefahrenbeurteilungen und Sicherheitsanweisungen für die einzelnen Baustellen stehen jederzeit abrufbereit digitalisiert zur Verfügung. Fertiggestellte Arbeiten werden ebenfalls digital dokumentiert, indem die Mitarbeiter Fotos vor Ort machen und diese dann in der entsprechenden Projektakte ablegen. „Das ist nicht nur Nice-to-have, sondern inzwischen ganz wesentlich für den Beleg unserer Arbeit. Und zum Teil verlangen die Kunden das bereits in den Vorgesprächen.“ Vor 20 Jahren, bei der Geschäftsübernahme durch Thomas Langkamp, war daran noch nicht zu denken. Er musste damals erst mal von der Schreibmaschine auf Computer und die erste Softwarelösung für die Branche umstellen. Schon das war damals ein großer Schritt, ohne den der heutige Fortschritt nicht denkbar wäre. Von dem profitieren auch die Kunden. Bei Bedarf lassen sich geplante Gestaltungen vor Beginn der Arbeiten visualisieren und mit verschiedenen Materialien und Farben simulieren. Dazu wird das entsprechende Objekt fotografiert, in eine spezielle Software eingelesen und bearbeitet. „Allerdings funktioniert das noch nicht einfach so auf Knopfdruck. Die Bearbeitung ist noch recht aufwendig und kann nicht ‚mal eben so‘ vor Ort visualisiert werden, ist aber besser als ein großer Stapel voller Musterbücher. Und für die Haptik und den echten optischen Eindruck bestellen wir meist noch ein etwas größeres Produktmuster, mit dem sich die Kunden ihre Wand-, Boden- oder Fassadengestaltung noch besser vorstellen können.“

Das Unternehmen

Dohm & Huly wurde 1907 durch Josef Dohm gegründet und ab 1932 von seinem Sohn Hans weitergeführt. Heinz Huly stieg als zweiter Namensgeber 1965 ins Unternehmen mit ein und übergab die Geschäfte 1999 an Thomas Langkamp, der zuvor als Maler- und Lackierermeister bei ihm angestellt war. Stefan Grüneisen stieg als ebenfalls gelernter Maler- und Lackierermeister 2016 als Geschäftsführer mit ein, hatte zuvor bereits die Geschäfte eines Malerbetriebs im Ruhrgebiet geleitet. Seit 2018 ist er neben Langkamp auch Gesellschafter. Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum wurde das neue Gebäude fertig, das auf dem ehemaligen Fabrikgelände direkt neben dem bisherigen Standort gebaut wurde. Die circa 450 Quadratmeter Büro- und Lagerflächen entstanden innerhalb von einem Jahr Bauzeit. Zum 111-jährigen Bestehen planten die beiden keine zentrale Feierlichkeit, sondern entschieden sich für „11+1 Projekte“. Mit den Mitarbeitern, wofür die „1“ steht, ging es für drei Tage nach Hamburg, die 11 steht für eine entsprechende Anzahl gesellschaftlicher Projekte, die in verschiedener Weise unterstützt wurden. Darunter waren die Ausbildungsmesse im Berufskolleg Niederberg, die Oldtimer Rallye des Lions Club, die Beteiligung am Lions Adventskalender, das Hauptsponsoring für das Golfturnier der Lions im Golfclub Hösel und der Sponsorenlauf des Rotary Club. Für die Grundschule Max & Moritz wurde der Klassenraum für die Integrative Klasse gestaltet und über die Initiative „NOT neben dir“ das neue Kinderzimmer für einen elfjährigen Jungen. „Da haben wir beispielsweise aus einer Wand den Blick ins Münchner Olympiastadion gemacht, denn der Junge ist Fan von Bayern München“, erinnert sich Stefan Grüneisen an die Aktion. Für die Velberter Kinder- und Jugendeinrichtung Zuko e.V. wurde in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen und den Auszubildenden von Dohm & Huly die Fassade erneuert und am Gemeindehaus Neviges ein Teil der Kosten für die Sanierung des Eingangsportals übernommen. Darüber hinaus wurde der Verein Pro Mobil bei der Anschaffung einer Harfe unterstützt und der Hospizverein Niederberg bekam eine Zuwendung für das geplante neue Hospiz- und Palliativzentrum in Velbert.

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Ausgabe 03/2019

Kontakt

Malerbetrieb Dohm & Huly

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Adresse:
Heegerstr. 28A,
42555 Velbert
Telefon:02052/8158480

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