IHK-Studie

Rheinland beliebt bei ausländischen Unternehmen
Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf und Sprecher der IHK-Initiative Rheinland
Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf und Sprecher der IHK-Initiative Rheinland
„Das Rheinland ist so bunt wie die Welt, denn die Wirtschaft wird immer internationaler – jedes neunte Unternehmen zwischen Bad Godesberg und Emmerich ist bereits in ausländischem (Kapital-)Besitz“, fasst Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf und Sprecher der IHK-Initiative Rheinland, die aktuelle Studie „Ausländische Unternehmen im Rheinland“ der sieben rheinischen IHKs zusammen. Gegenüber der letzten Erhebung in 2016 ist das ein Zuwachs von fast neun Prozent. Zur IHK-Initiative Rheinland gehören die Kammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein, die Bergische IHK und die Niederrheinische IHK zu Duisburg. „Die Zahl von über 60.000 ausländischen Unternehmen aus 160 Ländern belegt eindrucksvoll die Attraktivität des Rheinlands als Standort für Investitionen und wirtschaftliches Engagement aus allen Teilen der Welt“, so Berghausen. Von den 60.375 ausländischen Unternehmen sind 15.226 im Handelsregister (HR) eingetragen. Weitere 45.149 sind der Gruppe der Kleingewerbetreibenden zuzuordnen. Bei den HR-Unternehmen stellen die Niederlande mit 2.999 Unternehmen die größte Fraktion, gefolgt von Greater China (1.431), den USA (1.259) und Großbritannien (1.116). Bei den 45.149 ausländischen Kleingewerbetreibenden führen mit weitem Abstand polnische (8.498) und türkische Unternehmer (8.440) vor italienischen (3.060) und rumänischen (2.857). Wirtschaftlich sind v.a. die im Handelsregister eingetragenen Unternehmen von besonderer Bedeutung. Deren Zahl ist seit 2016 sogar um 16 Prozent gestiegen. Besonders stark war das Wachstum hier bei den chinesischen (+61 Prozent), türkischen (+50 Prozent) und den britischen Unternehmen (+21 Prozent).
Ausgabe 07/2019