IHK-Branchenbarometer:

Hotels stark unter Druck
Marion Hörsken, Geschäftsführerin  Branchenbetreuung der IHK Düsseldorf (Foto: © IHK Düsseldorf)
Marion Hörsken, Geschäftsführerin Branchenbetreuung der IHK Düsseldorf (Foto: © IHK Düsseldorf)
„Auch der Hotellerie müssen endlich wieder Geschäftsperspektiven geboten werden! Und zwar nicht nur, indem das Übernachtungsverbot gelockert wird. Nur wenn der Stillstand im Messegeschehen und bei Veranstaltungen aufgehoben ist, kann die Nachfrage allmählich so steigen, dass sich das Übernachtungsgeschäft überhaupt wieder lohnt“, kommentiert Marion Hörsken, Geschäftsführerin Branchenbetreuung der IHK Düsseldorf, die Ergebnisse des jüngsten IHK-Hotelmarktbarometers. Dass dies nur unter Beachtung von Hygieneregeln geht, verstehe sich von selbst. Von Ende Februar bis Anfang März 2021 hat die IHK Düsseldorf ihre Mitglieder in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann befragt. Obwohl viele Hotels derzeit geschlossen sind, haben 90 von ihnen geantwortet. Diese stehen für über ein Drittel des Übernachtungsmarktes. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Rund 30 Prozent der Hotels haben den Betrieb momentan komplett eingestellt. Zwei Drittel davon zum zweiten, 26 Prozent sogar schon zum dritten Mal seit März letzten Jahres. Dabei zeigt sich, dass die Branche auch unter den erschwerten Bedingungen bereit war und ist, für ihre Gäste da zu sein. Das wichtige Geschäft mit Geschäftsreisenden war bereits im letzten Sommer rückläufig, dennoch hatten nahezu alle Häuser geöffnet. Doch seit dem zweiten Lockdown herrscht wieder Stillstand auf breiter Front: Für 15 Prozent der aktuell geschlossenen Betriebe bereits seit Oktober 2020. Weitere 67 Prozent kamen im November 2020 hinzu. „Die meisten Hotels stehen bereit, um schnell wieder loszulegen“, sagt Hörsken. Jeweils 44 Prozent geben an, nur bis zu drei bzw. nur vier bis sieben Tage Vorlauf zur Wiederöffnung zu benötigen. „Wir erneuern unseren dringenden Appell an Politik und Verwaltungen, das Möglichste zu tun, damit die Hotels, unter Wahrung der nötigen Vorsichtsmaßnahmen, wieder Gäste empfangen können“, so Hörsken.
Ausgabe 01/2021