Deutscher Mittelstands-Bund

Mehr Unterstützung für NRW-Mittelstand gefordert
NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper vor dem Plenum
NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper vor dem Plenum
„Vereinfachen, entlasten, investieren: Wie schaffen wir finanziellen Spielraum für den Mittelstand in NRW?“ – zu dieser Fragestellung diskutierten am 29. Oktober NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper, die Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB NRW) Anja Weber und DMB-Vorstand Marc S. Tenbieg gemeinsam mit 50 Unternehmern aus NRW im Düsseldorfer Schlossturm. DMB-Vorstand Marc S. Tenbieg: „Die akuteste wirtschafts- und finanzpolitische Aufgabe ist die rasche Umsetzung von Stärkungsmaßnahmen für KMU. Im Bund und in NRW.“ Notwendig seien eine Vereinfachung des Steuerrechts, der weitere Abbau bürokratischer Belastungen sowie Investitionen in Infrastruktur, Digitales und Bildung. NRW-Finanzminister Lienenkämper bezeichnete den Mittelstand als wirtschaftliches Rückgrat von NRW. „Daher investieren wir, damit Nordrhein-Westfalen mit seinen vielen Unternehmen wieder zum Aufsteigerland wird – in Bildung, die Digitalisierung, die Zukunft unserer Industrie, in Start-ups, in die Infrastruktur oder die Innere Sicherheit“. Zudem verwies Lienenkämper auf die Wichtigkeit eines mittlerweile konsolidierten Landeshaushalts: „Nach 45 Jahren wachsender Schulden haben wir nun endlich eine solide Haushaltsführung. Wir werden während der gesamten Legislaturperiode keine neuen Schulden machen und haben bislang Schulden des Landes in Höhe von 542 Millionen Euro getilgt.“ Die DGB-Landesvorsitzende Anja Weber betonte, dass „soziale Gerechtigkeit, ökonomische Vernunft und ökologische Verantwortung gleichberechtigt vorangetrieben werden muss“. Ansonsten laufe NRW Gefahr, „dass Innovationen, die hier entwickelt werden, nicht im Land bleiben weil Unternehmen die großen Transformationssprünge nicht allein stemmen können.“
Ausgabe 07/2019