Mitgliederversammlung

Arbeitgeberverband Solingen: Horst Gabriel fordert mehr Ausbildungsplätze
Horst Gabriel, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Solingen
Horst Gabriel, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Solingen
Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes Solingen am 25. April nahm der Vorsitzende des Verbandes, Horst Gabriel, zu wichtigen wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Themen Stellung. Mit Sorge beobachte er die derzeit rückläufige Ausbildungsbereitschaft in Solingen. Solingen bilde bei den gemeldeten Ausbildungsstellen derzeit das Schlusslicht im bergischen Städtedreieck. Er appellierte, in der Ausbildungsbereitschaft nicht nachzulassen. „Angesichts der demographischen Entwicklung sichert die Ausbildung junger Menschen unseren Unternehmen bedarfsgerecht die notwendigen Fachkräfte“, betonte Gabriel. Ein weiteres wichtiges Thema sei die zunehmende Digitalisierung der Arbeitsprozesse. Gabriel: „Derzeit prallt die betriebliche Realität der Digitalisierung auf Arbeitszeitregelungen, die aus dem letzten Jahrhundert stammen“. Nach einer aktuellen Umfrage von Metall NRW sehen mehr als 60 Prozent der Betriebe tariflichen Anpassungsbedarf an neue Arbeitsformen, ebenfalls 60 Prozent würden gern die gesetzliche Zehn-Stunden-Grenze für die täglich zulässige Arbeitszeit zugunsten einer wochenbezogenen Betrachtung aufheben. Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl unterstrich der Verbandsvorsitzende die Bedeutung der zukünftigen Landespolitik für Solingen und die gesamte bergische Region. Besorgniserregend sei der deutlich schwächere Zuwachs der NRW-Industrie (+0,8 Prozent) gegenüber dem Bund (+1,9 Prozent). Er unterstütze daher die Forderung von „Unternehmer NRW“ nach einem verbindlichen wirtschaftspolitischen Masterplan.
Ausgabe 04/2017