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Peter Gorges, Prokurist (v.l.) Foto: Frank Wiedemeier
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Küster Straßen- und Tiefbau

Spezialisten für den festen Boden

Rund um Düsseldorf sorgt Küster Straßen- und Tiefbau für sicheren Untergrund. Das Portfolio reicht von privaten Zufahrten und Erschließungen über Firmengelände bis hin zum öffentlichen Straßenbau.



Auch ein Tiefbauunternehmen erlebt manchmal ungewöhnliche „Einsätze“. Als im Januar 2005 ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing 747 bei winterlichen Bedingungen auf dem Düsseldorfer Flughafen über die Landebahn hinausrutschte, war bei der späteren Bergung auch schweres Gerät der Düsseldorfer Küster Straßen- und Tiefbau Gmbh & Co. KG gefragt. Die Bergung von Flugzeugen ist alles andere als das Kerngeschäft des Familienunternehmens, aber der seit Jahrzehnten bestehende Rahmenvertrag mit dem Flughafen führte eben auch zu diesem ungewöhnlichen Auftrag. Ansonsten sind die Mitarbeiter von Geschäftsführerin Karin Gorges und ihrem Sohn Peter dafür verantwortlich, dass sich Fahrzeuge auf dem weltweit bedeutenden Luftverkehrsknoten auf
sicherem Untergrund bewegen.

Ebenso wie im Prinzip in der gesamten Landeshauptstadt. Denn wer sich mit Fahrzeugen oder per pedes durch Düsseldorf bewegt, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits auf durch Küster bereitetem Untergrund gefahren oder gelaufen. Denn auch mit der Stadt bestehen seit Jahrzehnten Jahres-Rahmenverträge, genauso wie mit der Rheinbahn und der Stadt Erkrath. Auch die Messe Düsseldorf setzt immer wieder auf die Kompetenz der Spezialisten von Küster Straßen- und Tiefbau, wenn es darum geht, das Wegenetz und die Parkplätze auf dem Gelände im Norden der Stadt auszubauen und zu verbessern. „Wir sind durchaus stolz darauf, dass wir bereits an so vielen Stellen im Stadtgebiet unseren baulichen Anteil beitragen konnten“, sagt Peter Gorges. „Ob Straßen- oder Kanalbau, den wir seit 1985 mit im Programm haben – wir konnten im Laufe der Jahre an so prägnanten Projekten wie der Automeile Höherweg, dem Knotenpunkt Mörsenbroich oder der Anbindung des Vodafone-Campus mitwirken.“

Prominente Projekte

Zu den öffentlichen Bauprojekten der jüngeren Firmengeschichte gehören beispielswiese die Verlängerung der Straßenbahnlinie 701 zum Anschluss des ISS Dome oder die Wehrhahn-Linie. Die 701 wurde in Kooperation mit dem Ratinger Firma Amand und dem Gleisbauer Spitzke um 2,5 Kilometer verlängert und dabei u.a. 45.000 Tonnen Bauschutt abgefahren. Trotz hohen Termindrucks konnte das Projekt neben dem laufenden Verkehr fristgerecht fertiggestellt werden. Bei der Wehrhahn-Linie war Küster zunächst für einen Generalunternehmer tätig, im Endausbau im Auftrag der Stadt erneut gemeinsam mit Amand. Im privatwirtschaftlichen Auftrag konnte für die Teekanne GmbH in Heerdt eine rund 600 Meter lange Erschließungsstraße zur Werkserweiterung fertiggestellt werden.

Neben der Beauftragung durch öffentliche Träger und Wirtschaftsunternehmen ist Küster Straßen- und Tiefbau auch im privaten Bereich tätig. „Die Einfahrt eines privaten Wohnhauses ist für uns genauso wichtig wie der Kanalanschluss und die Oberflächengestaltung für Großprojekte“, sagt Gorges. Und das nicht nur dort, wo das Unternehmen für den jeweiligen Bauträger ohnehin „gerade“ die Erschließungsarbeiten eines neuen Wohngebietes umsetzt.

Die Arbeiten werden durch insgesamt 85 Mitarbeiter des Familienbetriebs durchgeführt. Ihnen stehen 23 Fahrzeuge – vom Sprinter bis zum Vierachser – sowie drei Tieflader, elf Radlader und zwölf Bagger zwischen drei und 23 Tonnen zur Verfügung. Damit erreichen sie ein Einzugsgebiet von rund 100 Kilometern rund um die Landeshauptstadt, bedienen also den Niederrhein, das
Ruhrgebiet und das Rheinland.

Das Unternehmen

Fritz Küster gründete gemeinsam mit Tochter Karin (heute Gorges) 1963 die Küster Straßen- und Tiefbau GmbH aus der seit 1952 bestandenen Planierraupenvermietung heraus. Fortan bauten die beiden das Unternehmen in Düsseldorf konsequent zur heutigen Größe aus. Alfons Küster, ein Neffe des Firmengründers, ist seit 1977 im Unternehmen und seit 25 Jahren technischer Leiter. Vor 33 Jahren zog das Familienunternehmen an den heutigen Standort, wo für Lager, Schlosserei, Geschäftsräume und Fuhrpark-Stellflächen insgesamt 8.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Mit Prokurist Peter Gorges ist seit vielen Jahren die dritte Generation im Unternehmen, die Geschäftsführung liegt immer noch bei Mutter Karin. Peter Gorges lernte im elterlichen Betrieb, arbeitete nach der Wiedervereinigung einige Jahre im Raum Chemnitz, ehe es ihn Mitte der 1990er-Jahre wieder in die Heimat und ins Familienunternehmen zog. Stefan Mülders | redaktion@rhein-wupper-manager.de

Ausgabe 07/2018