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Agentur Bauwerk

Messebau in der ganzen Welt

Die Agentur Bauwerk aus Langenfeld erreicht langfristige Kundenbeziehungen durch Ehrlichkeit und Authentizität.



Bob Haas, CEO von Levi‘s, soll gesagt haben: „Sie können Menschen nur in Schwung bringen oder ihre Unterstützung gewinnen, wenn das Unternehmen, dem sie sich verpflichten, Seele hat.“ Die Seele der Agentur Bauwerk ist ihr Gründer René Jupke, der seine Mitarbeiter ebenso zu schätzen weiß wie Kunden, Lieferanten und Kooperationspartner. René Jupke steht für Leidenschaft, Authentizität und Ehrlichkeit. Mit den Ansprüchen der Auftraggeber wachsend baute er seinen Einmannbetrieb zum weltweit agierenden Messebauer mit 24 Mitarbeitern und langfristigen Kundenbeziehungen aus. Dabei überstand er schwierige Anfangsjahre ebenso wie die Wirtschaftskrise vor rund acht Jahren. „Das hätten wir ohne die Mitarbeiter und die beratende Unterstützung meines Schwiegervaters wahrscheinlich nicht geschafft“, blickt er durchaus dankbar zurück. Denn Jupke weiß inzwischen: „Erst in solch schwierigen Phasen zeigt sich, was für ein Kaliber man als Unternehmer ist.“ Und der Langenfelder Unternehmer ist sich heute sicher, dass er es kann – trotz strategisch eher wenig durchdachter Gründerjahre. „In der Messebaubranche waren Festanstellungen selten und mir wurde gesagt, ich müsse selbstständig arbeiten“, erinnert er sich. In Sachen Buchhaltung und Bilanzen war er Mitte der 1990er-Jahre noch völlig unbeleckt.

Eigentlich hatte Jupke eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann gemacht und danach den Betriebsschlosser drangehängt. „Ich hatte meine Berufung zu der Zeit noch nicht gefunden, war trotz meiner beiden Abschlüsse immer noch orientierungslos.“ Ein Monat als Aushilfe im Messebau brachte die Wende. „Das war genau mein Ding: sehr vielfältig, immer neue Anforderungen, wechselnde Materialien. Mal ist man Schreiner, dann Bodenverleger oder Elektriker und manchmal auch Grafiker.“ Auf seinem Weg blieb er stets bodenständig und verfolgte immer seine Ideale. In der Beauftragung durch Dritte stellte er fest, wie groß die Kluft zwischen Kunde, Verkauf und Montage sein kann – und entschied sich, das zu ändern. „Ich wollte, dass immer einer vor Ort ist, der die Leistung verkauft hat. So ist unser heutiger Full-Service-Gedanke entstanden.“

Lange Kundenbeziehungen

Mit dieser Basis ist es dem Ausbildungsbetrieb für Veranstaltungskaufleute, Fachlageristen sowie Fachkräfte für Lagerlogistik gelungen, Stammkunden langfristig zu binden. Dabei ist egal, ob es sich um einen über 3.000 Quadratmeter großen Messeauftritt oder den Sechs-Quadratmeter-Promotionstand auf Fachkongressen handelt: Die Agentur Bauwerk wickelt ihre Projekte nicht nur deutschlandweit, sondern auch in Dubai, Moskau, Paris oder Las Vegas ab. René und Annette Jupke und ihre Mitarbeiter arbeiten weltweit, beginnend bei der Beratung zur besten Positionierung in der Halle über die CI-konforme Konzeptionierung des Messestandes bis zur detailgetreuen Umsetzung und Abwicklung – einschließlich notwendiger Zollabwicklung und Einlagerung der Materialien. „Unser Prinzip ist: ‚What you see is what you get‘“, sagt René Jupke. „Auf den digitalen Entwürfen gibt es beispielsweise keine fliegenden Objekte; Stahlseile und Befestigungselemente, die später auf dem Stand zu sehen sein werden, sind auch auf den Zeichnungen erkennbar.“ Ebenso wenig wie versteckte Bauelemente gibt es versteckte Kosten. „Wir stehen für absolute Budgettreue“, verspricht Jupke.

Schwerpunkt ist der Messebau, aber zum Portfolio gehören auch Exponat- und Displaybau sowie Innenausbau beispielsweise für Showrooms. In der eher abfalllastigen Branche legt die Agentur Bauwerk Wert auf Nachhaltigkeit. Es wird überwiegend wiederverwertbares Laminat verlegt, nur noch rund zehn Prozent der Stände sind mit Teppich ausgestattet. Der erfährt zum Teil hinterher ein Comeback, z.B. als Auspolsterung von Transportkisten. Mehrfach- und Zweitnutzung werden schon in der Konzeptionsphase berücksichtigt und Lieferanten möglichst aus der Nähe der jeweiligen Messestadt eingesetzt. 
Stefan Mülders | redaktion@rhein-wupper-manager.de

Ausgabe 04/2018