Förster & Krause: Materialflussdynamik im Blick

Fördern, Lagern, Kommissionieren – Intralogistiksysteme von Förster & Krause bringen Waren in Bewegung. Das Remscheider Unternehmen entwickelt und realisiert maßgeschneiderte Intralogistiklösungen.
Hans-Georg Förster (l.) und Dieter W. Krause
Hans-Georg Förster (l.) und Dieter W. Krause

Heute bestellt, morgen schon da: Das erwarten viele Unternehmen ebenso wie Privatkunden. Zeitlich eng getaktet geht es deshalb in den meisten Lagerhallen und Versandstationen zu, etwa bei der Klosterfrau Healthcare Group in Berlin. Dort werden nicht nur der berühmte Melissengeist, sondern mehr als 200 weitere Produkte produziert, verpackt und palettiert. Bis zu 200 Meter weit schlängeln sich die Kartons über Förderbänder – horizontal, vertikal und hygienisch einwandfrei, wie es für Pharmaprodukte vorgeschrieben ist. Die Hardware und das Know-how für dieses Wegenetz stammen von Förster & Krause. Lösungen der Remscheider Logistik-Spezialisten machen jedes Produkt mobil: vom Schuh bis zur Torte, von der kleinen Schraube bis zum schweren Automobilteil.

Ziel: Produktivität erhöhen


„Fördern, Lagern und Kommissionieren sind flexible Prozesse, die wir mit unseren Anlagen verbinden und dynamisieren“, erklärt Hans-Georg Förster, der neben Dieter W. Krause Geschäftsführer des 1989 gegründeten Unternehmens ist. Notwendig dafür: eine minutiöse Planung, die sämtliche Abläufe erfasst. Wie lässt sich vorhandener Lagerraum in allen Dimensionen optimal nutzen? Sind Hygienevorschriften zu beachten? Welche Fördersysteme verkürzen die Durchlaufzeiten? „Wir entwickeln unsere Systeme immer mit dem Ziel, die Produktivität des Kunden zu steigern“, sagt Dieter W. Krause und stellt zudem klar, dass sich jede Ware mit Materialflusstechnik von Förster & Krause transportieren lässt. Namhafte Unternehmen profitieren bereits seit Jahrzehnten von der Zusammenarbeit mit dem Remscheider Unternehmen, z.B. der Feinkosthersteller Steinhaus, der Automobilzulieferer Hella und der Kosmetikhersteller Dr. Wolff, vielen bekannt durch das Produkt Alcina.

Komplettpaket für innerbetriebliche Logistik


„Der Bau eines Zentrallagers für den Schuhhersteller Birkenstock in den frühen Neunzigern war unser erstes Großprojekt“, erzählt Dieter W. Krause über die Anfänge. „Danach war klar: Wir vergrößern unser Team und erweitern das Portfolio von der reinen Lagertechnik hin zur Intralogistik.“ Heute verantworten die Remscheider als Generalunternehmen die Planung und den Bau von kompletten Materialflusssystemen. So wie für Pflitsch, einem großen Hersteller von Kabelverschraubungen und Kabelkanälen in Hückeswagen, für den Förster & Krause die Planung des neuen Logistikzentrums übernommen hat, das in diesem Sommer gebaut wird. Herzstück der modernen Anlage ist ein MicroShuttle-Lager mit rund 25.000 Behälterplätzen, das über eine Fördertechnik die Kommissionier-Arbeitsplätze, die Produktion sowie die Montageplätze automatisch mit den benötigten Artikeln bedient.
Neben solchen Großprojekten entwickelt Förster & Krause jedoch nach wie vor auch Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen, die den Schritt in die Automatisierung zunächst oft scheuen, weil sie ihn für zu aufwendig halten. „Als mittelständisches Unternehmen kennen wir sehr genau die Anforderungen unserer mittelständischen Kunden und können nach genauer Betrachtung der betrieblichen Verhältnisse maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Auch kleine und mittlere Unternehmen können mit geschickt geplanter Automatisierung Rationalisierungspotenziale freisetzen und eine höhere Umschlagsleistung erreichen. Gerade für Unternehmen, die wachsen wollen, ist das ein guter Grund für den Einstieg in die automatisierte Materialflusstechnik.“ beschreibt Hans-Georg Förster die Herausforderung, die das Remscheider Duo auch nach über 27 Jahren noch täglich begeistert.

Ausgabe 05/2017