Dr. Glinz COVIS: Erfolg durch Agilität

Ob Deutsche Post oder Mittelstand, ob Individual-, Standardsoftware oder eine Hybridlösung: Dem Software-Spezialisten COVIS geht es immer um die beste Unterstützung der jeweiligen Geschäftsprozesse.
Geschäftsführer Christoph Schulze-Berge mit Hans-Josef Faßbender, Geschäftsleiter für Controlling und Organisation (v.l.) Foto: Orion Dahlmann
Geschäftsführer Christoph Schulze-Berge mit Hans-Josef Faßbender, Geschäftsleiter für Controlling und Organisation (v.l.) Foto: Orion Dahlmann
Dass Christoph Schulze-Berge eine außergewöhnliche Vita hat, zeigt sich schon an deren Anfang: Der Wahl-Düsseldorfer wurde in Rio de Janeiro geboren, wuchs aber in Hamm/Westfalen auf. Sein Studium der Betriebswirtschaftslehre unterbrach er für einen Auslandsaufenthalt in San Francisco. Nach Stationen im Mittelstand, der Papierindustrie und dem Consulting wechselte er Ende der 1990er-Jahre zum Bayer-Konzern in die Beschaffung. Beim Lanxess-Spin-off oblag ihm der Due Diligence der IT. Als CIO verantwortete er anschließend weltweit mehr als zehn Jahre Entwicklung und Betrieb. Nicht zuletzt durch die Konsolidierung aller globalen SAP-Systeme in einer Instanz mit nur noch einem Mandanten sanken nicht nur die IT-Kosten um 50 Prozent, sondern auch die Aufwendungen im Rechnungswesen. Dann wurde ihm ein Angebot gemacht, das für ihn zu reizvoll war, um es abzulehnen: die Geschäftsführung der Dr. Glinz COVIS GmbH, einem renommierten Software-Anbieter in Düsseldorf, der mittlerweile aber nicht nur in der Umgebung ansässige Mitarbeiter, sondern auch Fachkräfte in Süddeutschland oder Griechenland beschäftigt. Seit dem Rückzug vom Firmengründer Dr. Mathias Glinz aus dem operativen Geschäft vor zwei Jahren leitet er das Unternehmen mit seinem vierköpfigen Geschäftsleitungsteam. Aufgrund seiner beruflichen Erfahrungen finden sowohl Kunden aus dem Mittelstand als auch Konzerne in Christoph Schulze-Berge einen kompetenten Ansprechpartner auf Augenhöhe. Verstärkung gesucht Das Team besteht aus derzeit rund 80 Mitarbeitern; die meisten sind erfahrene IT-Profis. Dazu gehört auch Hans-Josef Faßbender. Bereits während der Schulzeit betrieb der Grevenbroicher mit einem Freund eine kleine „Software-Bude“, wie er es heute nennt. Bereits 1990 startete er zunächst als Programmierer bei COVIS. Er entwickelte u.a. ein erfolgreiches Abrechnungssystem, das ihn „über die Finanzschiene“ zum Controlling bei seinem Arbeitgeber brachte. Heute verantwortet er die Bereiche Finanzen/Controlling sowie interne Organisation als Prokurist. Im operativen Geschäft versteht sich die Geschäftsleitung mit Christoph Schulze-Berge, Hans-Josef Faßbender, Rüdiger Plette als Leiter Entwicklung, Stiven Raso als Leiter Projektmanagement/Business Consulting und Enrico Endruschat als Leiter Betrieb und Services als ein starkes Team. „Das Team von COVIS setzt sich aus langjährigen Mitarbeitern und jungen Kollegen zusammen, die allesamt Experten auf ihrem Gebiet sind“, betont der Geschäftsführer. „Die Wertschätzung für Ideen, Wissensdurst und Offenheit für den Diskurs – sowohl untereinander als auch mit den Kunden – machen uns stark.“ Damit ist das Unternehmen mit Sitz am Heerdter Sandberg ein attraktiver Arbeitgeber. Erfolgreiche Absolventen und Menschen, die sich für ein duales Studium interessieren, sind herzlich willkommen. „Wir suchen eigentlich immer Verstärkung, denn wir wachsen erfreulicherweise kontinuierlich“, sagt Hans-Josef Faßbender. Für ein IT-Unternehmen kann COVIS auf eine beachtliche Tradition zurückblicken. Gegründet wurde die Firma bereits vor 30 Jahren und die ersten Server stapelten sich noch auf Holzregalen in einem Marmorbad am Rhein. Der Gründer und Unternehmer, Dr. Mathias Glinz, erkannte schon früh das Potenzial, das mit der ersten digitalen Revolution durch den Einzug des Internets in die Unternehmen und Haushalte entstand und seinen Kunden dementsprechend „Software as a Service“ anbot, noch lange bevor sich dies als feststehender Begriff manifestierte. „Damals lief noch alles über DOS, ehe der Umstieg auf die ersten Microsoft Windows-Oberflächen erfolgte“, erinnert sich der Prokurist. Im Rahmen der Privatisierung eines ehemaligen Staatsunternehmens Ende der 80er-Jahre bekam das damalige „Start-up“ – wie man es wohl heute nennen würde – einen spektakulären Auftrag: „Wir haben die Deutsche Post systematisch beim Aufbau eines CRM-Systems unterstützt“, erzählt Hans-Josef Faßbender. Das Customer Relationship Management steckte damals noch in den Kinderschuhen. Wenn man so will, half COVIS dabei, die Post in eine neue Ära zu führen. Bis heute wird der Konzern, inzwischen als Deutsche Post DHL Group, von den Düsseldorfern betreut, bis heute ist es der größte Kunde. Seit 2007 wird man als „strategischer Partner“ gelistet. „Die Post nutzt unsere CRM- und Customer Care-Lösungen, weil diese extrem schnell und zuverlässig sind“, sagt Christoph Schulze-Berge. Auch bei einer Vielzahl von „concurrent usern“ liege die Antwortzeit des Systems unter einer Sekunde. Im Alltag eines Unternehmens wie der Post ist dieses Tempo optimal. Sprichwörtlich ausgedrückt: „Zeit ist Geld“, so der COVIS-Geschäftsführer. Entwicklung und Integration Doch man kann auch Mittelstand – und zwar branchenübergreifend. „Wir können unsere Software-Lösungen mandantenfähig gestalten“, sagt Schulze-Berge. Das nutzen u.a. Wasserbeschaffungsverbände in ganz Deutschland. Hier reicht das Spektrum in der Kundenkartei von Anbietern, die weniger als 5.000 Haushalte versorgen, bis hin zu größeren Verbänden mit mehr als 100.000 Haushalten. Im Grunde gibt es nur ein Ausschlusskriterium: „Warenwirtschaftssysteme machen wir nicht“, sagt Hans-Josef Faßbender. Damit ist aber nur die Entwicklung gemeint – das Andocken an bestehende Strukturen, ob diese nun von SAP, Oracle oder einem anderen Anbieter kommen, gehört definitiv zum Portfolio. „Wir sind sogar besonders stark in der Integration“, betont Christoph Schulze-Berge. Neben der Entwicklung ist dieser Bereich das Pfund, mit dem man besonders wuchern könne. Anforderungen an Unternehmenssoftware verändern sich heute rasant, virtuelle und reale Umgebungen müssen sich im Zuge der digitalen Transformation ergänzen. In diesem Zusammenhang ist eine strategische, integrierte Kombination aus Anwendungen, Content, Services und den Usern selbst erforderlich. „Standardlösungen sind heute die Ausnahme, denn der Fokus liegt auf der Interaktion verschiedener individuell zugeschnittener Komponenten. Wettbewerbsvorteile entstehen, wenn diese an bestehende Prozesse angepasst und dynamisch weiterentwickelt werden“, so der Geschäftsführer. COVIS steht für Lösungskompetenz in agiler Software-Entwicklung. „In uns finden unsere Kunden den Partner für ihre digitale Transformation, der die gesamte Prozesskette von der Beratung über die Entwicklung bis hin zum Betrieb aus einer Hand anbietet. Agile Methoden stecken uns in den Genen – COVIS vereint innovative Ansätze mit langjährigem Know-how für beste Ergebnisse.“ Was aber ist genau mit dieser Agilität gemeint? Ein Unternehmen kommt mit einem Problem zu COVIS, das mit einer Standardlösung nicht zu beheben ist. Anstatt sich nun ein halbes Jahr ins stille Kämmerlein zurückzuziehen, setzt man auf sogenannte Sprints. Ein Sprint entspricht dem Zeitraum von zwei Wochen. Danach wird wieder Kontakt zum Kunden aufgenommen (bei dem man ohnehin vor Ort ist): Entspricht die bisherige Entwicklung seinen Vorstellungen? „Wir können also maximal zwei Wochen lang in die falsche Richtung laufen“, erklärt Christoph Schulze-Berge das Konzept, das sich schon sehr bewährt hat. Und: Nach fünf bis sechs Sprints hat der Kunde in der Regel bereits ein erstes Produkt, mit dem er arbeiten und erste Erfahrungen sammeln kann. „Dann ist natürlich noch nicht alles fertig und rund, aber man sieht die Anwendung in der Praxis“, so Hans-Josef Faßbender. „Durch den Einsatz agiler Vorgehensmodelle in der Software-Entwicklung erzielen wir schnelle und sichtbare Ergebnisse. Die Kernidee besteht darin, jeden einzelnen Teilprozess möglichst einfach und somit flexibel zu halten. Das führt zu einer kontinuierlichen und zeitnahen Auslieferung an unsere Kunden.“ Am Anfang steht das Zuhören Die Stärke von COVIS liegt darin, IT-Architekturen prozessorientiert statt technisch auszurichten. Dabei werden Systeme anhand neuester Technologien über veränderbare Workflows logisch miteinander verbunden. Dies führt zu Flexibilität und zum Schutz bereits getätigter Investitionen. Im Ergebnis werden komplette Geschäftsprozesse der Kunden in einem performanten System abgebildet. Christoph Schulze-Berge: „Unsere Kunden haben jederzeit Zugriff auf einen lauffähigen Softwarestand und können testen, ändern und repriorisieren. Änderungen an den Anforderungen sind erfahrungsgemäß die Regel, nicht die Ausnahme. Wir integrieren dieses Wissen in unser Modell.“ Ob Individual-, Standardsoftware oder eine Hybridlösung: COVIS geht es immer um die perfekte Unterstützung des jeweiligen Geschäftsprozesses mit intuitiven, fallabhängigen Workflows, kontextsensitiv angezeigten Daten, nutzerfreundlichen Masken und weitestgehende Automatisierung. Wir führen eine umfangreiche Systemanalyse durch, um den Bedarf des jeweiligen Unternehmens zu definieren, und finden die am besten geeignete Lösung“, betont der Prokurist. „Wir hören erst einmal genau zu“, beschreibt Geschäftsführer Schulze-Berge die ersten Schritte. „Unsere IREB-zertifizierten Business Consultants versuchen, den Systemkontext zu verstehen.“ Es folgt eine Analyse. „Und auf dieser Basis erstellen wir ein individuelles Angebot.“ Da es in der IT-Welt ohne Vertrauen nicht geht, setzen die Düsseldorfer auf eine ganz besondere vertrauensbildende Maßnahme. „Wir geben unsere Analyse auch dann an den Kunden weiter, wenn noch kein Auftrag an uns erfolgt ist“, sagt der Geschäftsführer. Theoretisch könnte das Unternehmen also einen Mitbewerber mit der Behebung von Problemen bzw. dem Schließen von Lücken in seiner IT beauftragen. In der Praxis kommt das aber so gut wie nie vor. „Unser Service und unser Know-how überzeugen in den allermeisten Fällen.“ Partner von Salesforce COVIS bietet browserbasierte Lösungen an. „Eine der variabelsten Cloud-Computing-Plattformen ist Salesforce. Als zertifiziertem Partner steht uns bei COVIS damit eine weitere leistungsfähige Plattform zur Verfügung, mit der wir Geschäftslösungen entwickeln und betreiben“, erklärt Hans-Josef Faßbender. Mithilfe diverser Entwicklerwerkzeuge wie der Schnittstellenanbindung von Talend würden die Salesforce-Lösungen in bestehende IT-Anwendungen integriert. „Dadurch kann der Kunde seine vorhandene Infrastruktur weiter nutzen und Ressourcen schonen.“ Cloud-Lösungen rücken bekanntlich immer weiter in den Fokus. IT-Entscheider stehen daher nicht mehr nur vor der Herausforderung, Sicherheitslücken in ihren Systemen zu beheben, sondern auch, die Cloud abzusichern. „Wir sind zertifiziert nach ISO 27001 und nutzen alle Sicherheitsmaßnahmen, um Integrität, Vertraulichkeit, Authentizität und Verfügbarkeit der von uns entwickelten Systeme zu verbessern“, betont Christoph Schulze-Berge. „Gleichzeitig gehen wir durch eine frühzeitige Analyse, die Verwendung von Sicherheitstools und die Optimierung von Prozessen und Methoden präventiv gegen Sicherheitslücken vor.“ Daniel Boss| redaktion@rhein-wupper-manager.de

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Ausgabe 08/2018

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