Warm – hell – intelligent:

KD-Plan bietet durchdachte Gebäudetechnik im Sinne der Bauherren.
(Foto: Dimitrie Harder)
(Foto: Dimitrie Harder)
Je größer ein Projekt ist, desto komplexer sind die Anforderungen an diejenigen, die beim Bau Regie führen. Experten aller Fachrichtungen der Haustechnik setzen bei KD-Plan daher auf integrale Planung. „Gemeinsam verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz“, so Geschäftsführer Jan Dröge. „Ist die Planungsphase beendet, erstellen wir eine Gesamt-Kollisions-Planung. Das ist wichtig, weil wir so die verschiedenen Gewerke nebeneinander abbilden können und somit noch eine letzte Prüfungsphase einleiten. Erst wenn alle beteiligten Fachbereiche ihre Zustimmung gegeben haben, ist die Konzeptionierung des Bauvorhabens abgeschlossen.“ Weil der Teufel ja bekanntlich im Detail steckt, kann durch diese doppelte Absicherung verhindert werden, dass es Kollisionen an den einzelnen Schnittstellen gibt oder Missverständnisse für Verzögerungen sorgen. Auftraggeber und Bauherren profitieren direkt davon, weil nur der reibungslose Ablauf sicherstellt, dass der hohe Qualitätsstandard gewahrt und die Kosten im prognostizierten Rahmen bleiben. Immer wieder sind es gerade die komplexen Anforderungen einzelner Projekte, die so eine gründliche Vorausplanung notwendig machen.

Vorzeigeprojekt Häcker Küchen: optimale Energie-Effizienz

Ein gutes Beispiel ist hier Deutschlands drittgrößter Küchenhersteller. Geschäftsführer Stephan Kampschulte: „Wir durften von Grund auf ein neues Werk auf der grünen Wiese planen. Ein schönes Projekt mit vielen Herausforderungen: Gerade in der Holz verarbeitenden Industrie ist eine sehr hohe Kompetenz im Industriebau notwendig. Zahlreiche Gewerke müssen hier berücksichtigt und koordiniert werden.“ Entscheidende Planungsschritte stehen ganz am Anfang, wenn es darum geht, zusammen mit den Bauherren wirtschaftliche und technisch fortschrittliche Lösungen festzulegen. „Gerade im Bereich der mechanischen Entrauchung konnten hier die Investitionskosten aufgrund einer vorher durchgeführten Rauchgassimulation halbiert werden“, so Geschäftsführer Stephan Kampschulte. „Weiterhin kann über die Entrauchung auch im Hochsommer eine Sommernachtauskühlung erfolgen, um die tagsüber aufgeheizten Hallen nachts mit Luft zu spülen und dadurch auszukühlen.“ Intelligente Lösungen wurden auch im Bereich der Heizungstechnik gefunden. Hier kann einer der größten Küchenhersteller der Region künftig auf seine eigenen Brennstoffe zurückgreifen. Stephan Kampschulte: „Die Beheizung wird über zwei Biomassekessel mit je 2,5 MW sichergestellt, die erstmalig mit einer Harnstoffeinspritzung ausgerüstet wurden, um so die neuesten Immissionsgrenzwerte einhalten zu können. Somit wird mit den Holzabfällen aus der Produktion kostengünstig und CO2-neutral das Werk beheizt. Zur Prozesskälteerzeugung wird eine Absorptionskältemaschine verwendet, die mittels des Biomassekessels aus Wärme Kälte erzeugt. Das hat zur Folge, dass hier keine elektrische Energie für die Kälteerzeugung benötigt wird. Aufgrund der vollständig belegten Decken mit Technik wie die Späneabsaugung, Druckluft, Heiz- und Kühlleitungen, Deckenstrahlplatten sowie Sprinklertechnik war eine Koordination mit den nicht durch KD-Plan geplanten weiteren Technikgewerken, wie z.B. Elektrotechnik sowie Fördertechnik, nur in 3D-Modellen mittels CAD möglich. Gerade im Bereich der Sprinklertechnik konnte hier nur die Planung ohne Sprühbehinderungen mittels eines 3D-Modells sichergestellt werden.“ Insgesamt 40.000 Sprinkler sorgen dafür, dass im Falle eines Brandes größerer Schaden verhindert wird. 36 Klimazentralgeräte wurden verbaut, 40.000 Quadratmeter Lüftungskanäle installiert und 7.000 Meter Wickelfalzrohre verlegt.

Mit ausgereifter Heizungstechnik für die Zukunft aufgestellt

Auch wenn moderne Industriegebäude einander optisch ähneln, weil sie zur gleichen Zeit entstanden sind, ist die darin verborgene Haustechnik immer höchst individuell aufgebaut. Setzte man früher auf die bewährte Brennwerttechnik, kann man heute auf viele alternative Systeme zugreifen. Jan Dröge: „Wir beziehen alle Gegebenheiten mit ein und finden ganz individuell die optimale Lösung für den Kunden. Oft bietet sich z.B. eine Kombination aus Photovoltaik und Erdwärme an. Wenn jemand seinen eigenen Strom auf dem Dach der Fertigungshalle produziert, ist es logisch, den zunächst auch selbst zu nutzen. Pumpen, die die Wärme aus dem Boden holen, werden dann direkt mit der eigenen regenerativen Energie betrieben.“ Hatte man früher einen Stromanschluss, einen Öltank oder -kessel, um die Produktionsstätten zu betreiben, setzt man heute auf Kombinationen aus den verschiedensten Bereichen. Unterm Strich ist die Technik möglichst klimaneutral und der Unternehmer spart zudem noch Kosten.

Manchmal sind es nur ein paar Stellschrauben, die neu justiert werden: Sanierung in Teilen

Nach dem Motto „So wenig wie möglich – so viel wie nötig“ muss KD-Plan auch immer wieder vorgehen. Oft wollen Auftraggeber nicht neu bauen, sondern bestehende Systeme durch Sanierungsmaßnahmen auf den aktuellen Stand der Technik heben lassen. „Da gibt es viele Möglichkeiten, etwas nachzurüsten“, erläutert Jan Dröge. „Hat man z.B. 20 Jahre alte Pumpen auf den Verteilern und tauscht nur genau diese aus und legt noch eine Gebäudeautomation darüber, dann hat man schon eine nicht unerhebliche Ersparnis. Überhaupt verbraucht man viel weniger Gas und Strom, wenn man moderne Pumpen installiert. Sie sind so intelligent, dass sie z.B. weniger Wasser in die Heizungsleitungen schicken, weil sie den tatsächlichen Bedarf genau ermitteln können. Wo früher nur die Schaltmöglichkeit ‚Pumpe an/Pumpe aus‘ als Option war, kann man mit den heutigen Systemen viel genauer modulieren. Gut ist natürlich, wenn man gleichzeitig die Wärmeerzeugung auf den aktuellen Stand der Technik hebt. Insgesamt gilt aber: Man muss gar nicht so viel tun, um in Kombination mit der Sanierung des Gebäudes eine erhebliche Kostenersparnis zu haben.“

Smart Buildings – intelligente Häuser für die Zukunft

Schier unbegrenzt sind die Möglichkeiten, wenn ein Unternehmer sich für ein sogenanntes Smart Building entscheidet. In nahezu allen Bereichen der firmeninternen Abläufe können die Prozesse damit optimiert werden. Ein Arbeitstag beginnt ganz anders – alles läuft viel entspannter ab, wenn der Mitarbeiter eines großen Konzerns am frühen Morgen nicht mehr in der Tiefgarage einen Parkplatz suchen muss. Automatisch wird ihm auf einer Smartphone-App angezeigt, wie viele freie Plätze es gibt, und er wird automatisch dorthin geleitet. Gleichzeitig geht ein Signal nach oben in sein Büro und die Gebäudetechnik stellt automatisch Beleuchtung, Belüftung und Heizung dort so ein, wie es seinen Vorlieben entspricht. Energieeffizienz ist überhaupt ein wichtiges Stichwort im Zusammenhang mit smarter Technik: Sensoren können erkennen, wie viele Menschen sich gerade in einem Raum aufhalten, und regulieren anhand dessen Beleuchtung und Heizung. Ähnliche Sensoren in den Gebäudeanlagen verringern den Wartungsaufwand. Sobald in einem Bauteil ein Defekt droht, erhält der zuständige Techniker eine E-Mail. Fahrstühle beispielsweise können so proaktiv gewartet und kontrolliert werden, ein Ausfall und eine teure Reparatur wird von vorneherein vermieden. „Smarte Gebäudetechnik erhöht zudem die Sicherheit“, erklärt Jan Dröge. „Sensoren erkennen nicht nur, wenn es brennt, sie nehmen auch wahr, in welcher Richtung sich der Rauch ausbreitet. Eine Computerstimme weist dann die Menschen über Lautsprecher an, welcher Fluchtweg der beste ist, und leitet sie entsprechend sicher ins Freie.“

Kompetenter Partner im Bereich Immissionsschutz

Wenn es darum geht, alle Anforderungen im Zusammenhang mit dem Immissionsschutzrecht zu erfüllen, sind die komplexen Planungen des Hiddenhausener Büros sehr wichtig. „Nicht nur beim Bau, sondern auch im späteren Betrieb ist eine Vielzahl von Bedingungen umzusetzen“, so Dröge. „Klimaveränderungen durch einen erhöhten CO2-Ausstoß und der daraus resultierende Treibhauseffekt sind definitiv unsere Themen der Zukunft. Gleichzeitig steigen die Energiepreise bei den Versorgungsunternehmen, was energieeffiziente Systeme in den Gebäuden erfordert, wenn man unterm Strich eine gute Wirtschaftlichkeit entwickeln will.“ KD-Plan hat viel Erfahrung auf diesem Gebiet, nicht umsonst weisen viele Referenzprojekte entsprechende Zertifizierungs-Urkunden von anerkannten Klassifizierungssystemen, wie z.B. dem LEED, Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) „Gold“ oder gute bis sehr gute KfW-Standards, auf. Grundsätzlich legt das Unternehmen Wert darauf, die eigenen Qualitätsstandards von außen regelmäßig überprüfen zu lassen. So wurde bereits 2011 damit begonnen, das Qualitätsmanagement gemäß ISO 9001 einzuführen; 2013 wurde dann erstmals nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Im Oktober 2020 wurde die Zertifizierung DIN EN ISO 9001:2015 bestätigt. Bauherren sind die Nutznießer dieser Kompetenz. Egal, ob es sich dabei um den kleinen Gewerbebetrieb handelt oder den großen Konzern. Daniela Prüter | redaktion@regiomanager.de

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Ausgabe 04/2020

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KD-Plan Systemplanung für Technische Gebäudeausrüstung

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