Nach Einigung Weg frei für „Knutschkugel“

Artega bringt seine elektrobetriebene Karo-Isetta auf die Straße
Nachdem die erheblichen Differenzen des Delbrücker Unternehmens Artega mit einem Mitbewerber Ende November 2019 außergerichtlich beigelegt werden konnten, wird Artega die KARO-Isetta als eigenständiges Produkt herstellen und vermarkten. „Am Ende hat sich bestätigt, was wir immer gesagt haben: Die Auflösung der Vertriebsvereinbarung ermöglicht es Artega, höhere Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen nach eigenen Vorstellungen zu realisieren. Artega kann nach Aufhebung der Wettbewerbsbeschränkungen endlich sein ganzes Potential ausschöpfen und schnell skalieren“, so Klaus Dieter Frers, Geschäftsführer der Artega GmbH. Die KARO-Isetta wird im Gegensatz zu anderen Retro-Konzepten „in der Außenwahrnehmung klar als direkte Interpretation der Isetta angesehen“, so Professor Paolo Tumminelli von der Fakultät für Kulturwissenschaften an der TH Köln. „Die KARO-Isetta knüpft mit einer Authentizität bis ins Detail direkt an die visuelle Identität der ISO bzw. BMW Isetta an. Sie ist quasi die inhaltlich aufgearbeitete Neuauflage des Design-Klassikers.“ Ihren ersten, vielbeachteten Auftritt hatte die KARO-Isetta im Rahmen der New Mobility World auf der IAA 2019 in Frankfurt, danach kam der letzte Feinschliff. Das Fahrzeug verfügt nun über karosserieintegrierte LED-Scheinwerfer, kombinierte LED-Blinker und Tagfahrlichter im Frontbereich sowie LED-Rückleuchten. Die Typ 2-Ladestecker im Stil des Isetta-Tankdeckels befindet sich vorbildgerecht im Heck. Dort sorgt eine breite, klare Heckscheibe für guten Durchblick. Schnörkellose, glatte Formen wie etwa die abgerundete Fronttür harmonieren mit dem klassischen Designvorbild. „Sympathische Zierlichkeit, wie sie bei der KARO-Isetta eindeutig festzustellen ist, ist mittlerweile im Automobildesign selten geworden“, konstatiert Prof. Tumminelli.
Ausgabe 01/2020