Industrieböden made in OWL

Ostwestfälisch-lippische Unternehmen im Zusammenspiel unschlagbar.
Der eine entwickelt innovative Bodenbeläge, der andere Techniken, diese zu verlegen, ohne den Auftraggeber durch die Bauarbeiten zum Stillstand zu zwingen. Profiteur vom perfekten Miteinander der Unternehmen VELOSIT und EICHHORN war Ende 2019 die Skyline Express International GmbH. Dass Geschäftsführer Volker Sim dann im „Corona-Frühling“ dem Lockdown unverändert und zuverlässig multimodale Logistiklösungen entgegensetzen konnte, hing nicht zuletzt auch damit zusammen, dass seine Logistikhalle sozusagen wie neu war. Multimodal, was „Transport von Gütern mit zwei oder mehreren verschiedenen Verkehrsträgern“ bedeutet, muss ja auch irgendwo seinen Anfang nehmen, hier ist das eine 5.000 Quadratmeter große Halle am Firmensitz.

Schweres und Gefährliches sicher weltweit verschickt

Während manch ein Mitbewerber an pandemiebedingt geschlossenen Grenzen scheiterte, waren die vergangenen Monate für das in Lage ansässige Logistik-Unternehmen Skyline Express International besonders arbeitsreich. „Unsere Auftragsbücher sind voll“, kann Geschäftsführer Volker Sim resümieren. „Dank unserer internationalen Kontakte konnten wir unkonventionelle neue Wege finden, die Güter pünktlich von A nach B zu bringen. Wichtiger Teil unseres Rundum-Services ist, dass wir schwierige Fracht auch unverpackt annehmen und sie hier vor Ort ‚ready for carriage‘ machen. Gefahrgüter und Schwerlasten strapazieren dabei natürlich auf lange Sicht den Untergrund. Glücklicherweise hatten wir uns vergangenen Oktober für eine Sanierung des Hallenbodens entschieden.“ Zeit ist Geld in der Logistik-Branche, und wenn das Verpacken und Umladen davon geprägt ist, dass man beschädigte Stellen im Boden der Logistikhalle umfahren muss oder andernfalls riskiert, dass Fahrzeuge und Ladungen beschädigt werden, ist das kontraproduktiv. Mit der EICHHORN GmbH, die über 40 Jahre Erfahrung im Sanieren von Industrieböden verfügt, hatte sich das Logistik-Unternehmen genau den richtigen Partner gesucht. EICHHORN-Geschäftsführer Marc Frenzel: „Unsere Kunden verbindet eigentlich alle, dass sie nicht einfach den laufenden Betrieb ruhen lassen können, weil ein Boden saniert werden muss und die Halle damit vorübergehend unbenutzbar wird. Zeitnah und in enger Abstimmung zu arbeiten haben wir daher zur Kernkompetenz entwickelt. Bei der Skyline Express GmbH gab es mehrere Herausforderungen zu bewältigen: Der vorhandene Betonboden war durch die jahrelange Schwerlastnutzung stark beschädigt. Folgerichtig brauchte der Bauherr für die Zukunft eine hochabriebfeste Oberfläche, die gleichzeitig sehr eben ist und den Belastungen durch Schwerlaststapler und ständigen Warenumschlag standhält. Hier kam unser bewährter Partner, die VELOSIT GmbH ins Spiel.“ Wie Heinzelmännchen können seine 16 Mitarbeiter agieren. Da das Unternehmen vorwiegend Industriebetriebe als Kunden hat, ist es wichtig, möglichst minimalinvasiv zu sanieren.

Schon über eine Million Quadratmeter Erfahrung

Wenn der VELOSIT-Estrich fast wie von selbst dahin fließt, wo er landen soll, und dann besonders schnell aushärtet, kann die EICHHORN GmbH ihre eigenen Standards problemlos halten. Marc Frenzel: „Oft haben wir 3.000 Quadratmeter und mehr an einem Tag geschafft. Das macht uns zu verlässlichen Partnern unserer Kunden. Immer wieder wird unser Projektleiter und Mit-Firmeninhaber Alexander Seidler auch danach gefragt, welche Leistungen wir selbst anbieten können. Die Bauherren, deren Zeitplan oft sehr eng ist, wissen genau, dass jede weitere Firma die Organisation einer Baustelle nur kompliziert macht. Dementsprechend können wir immer punkten, weil wir fast alle Arbeiten selbst durchführen.“ Nur bei sehr großen Projekten greift die EICHHORN GmbH auf Partner zurück. Ansonsten ist man mit einem großen Maschinenpark, der u.a. Kugelstrahlanlagen, Fräsmaschinen, Mörtelpumpen, Fugenschneidegeräte und Diamantschleifer umfasst, bestens aufgestellt. „Bei dem vergleichsweise großen Projekt der Skyline Express haben wir uns dafür entschieden, die Sanierung in zwei Abschnitte zu unterteilen. Da es auf beiden Seiten der Halle große Tore gibt, konnte der Warenverkehr eingeschränkt weitergeführt werden“, so Marc Frenzel. „Nachdem wir beschädigte Fugen mit Reparaturmörtel aufgefüllt, die gesamte Fläche kugelgestrahlt und mit Epoxidharz grundiert hatten, ließen wir den neuen selbstverlaufenden Industrieboden mithilfe eines Pumptrucks einfließen. Nach der Imprägnierung war der Boden dann sofort wieder vollumfänglich nutzbar.“ Reibungslos und vor allem so zügig konnte alles ablaufen. Kein Wunder, leitet sich doch der Name des Bodenbelagherstellers VELOSIT – ein langjähriger regionaler Partner von EICHHORN – vom lateinischen Wort „velox“ ab, was „schnell“ bedeutet.

Erfunden in OWL – verarbeitet auf der ganzen Welt

Baustoffe, die „schnell“ sind – sprich: sich schnell zu einem langlebigen stabilen Untergrund verarbeiten lassen –, gab es vor fünf Jahren noch nicht in der Form, wie Bauchemie-Experte Dr. Jens Hofele sich das wünschte. Kurzerhand entwickelte er selbst ein neuartiges Bindemittel, das nun die Basis für alle Bodenverlaufsmassen, Abdichtungen und zementbasierten Mörtel des von ihm gegründeten Unternehmens VELOSIT bildet. Mittlerweile versorgt das Baustoff-Start-up von seinem Standort Horn-Bad Meinberg aus Kunden in China, Guatemala, Griechenland, Australien und den USA. „Ein Viertel unserer Produktion geht nach Deutschland, gerne arbeiten wir dabei mit bewährten Partnern wie der EICHHORN GmbH zusammen“, so Dr. Hofele. „Gerade die Tatsache, dass so erfahrene Dienstleister der Branche auf uns zählen, bestärkt uns darin, im Sinne der Industriekunden und ihrer Abläufe ein optimales Produkt entwickelt zu haben.“ Ausreichende Verarbeitungszeit – alles härtet erst aus, wenn es an der richtigen Stelle ist – wird hier mit extrem schneller Festigkeitsentwicklung kombiniert. Außergewöhnliche chemische Beständigkeit, überzeugende mechanische Kennwerte und eine sehr gute Wasserbeständigkeit sind feste Parameter, trotzdem ist man durch den selbst entwickelten Grundstoff immer noch flexibel. „Je nach den individuellen Anforderungen unserer Projekte können wir schnell auch neue Produktvarianten entwickeln, die sehr gut planbare Eigenschaften haben“, erläutert Dr. Hofele. Bei der Logistikhalle von Skyline Express war es die Kombination eines eingelegten Glasgittergewebes, verstärkt durch eine nach Kugelstrahlen eingebaute Epoxy-Grundierung, mit einer mineralischen Verlaufsbeschichtung auf Basis von VELOSIT SC 253 als Endbelag, die dafür sorgte, dass das Logistik-Unternehmen so schnell wieder voll handlungsfähig wurde. Am Ende ist das wieder ein erfolgreiches Projekt „made in OWL“ und ein gutes Beispiel dafür, warum hier so viele international erfolgreiche Unternehmen sitzen, die trotz allem nicht ihre Bodenhaftung verlieren. Daniela Prüter | redaktion@regiomanager.de

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